Tschechisch-deutsche Zusammenarbeit im Rahmen der Evangelisch-methodistischen Kirche

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Tschechen und Deutsche begegnen in immer mehr Bereichen und eine Aufzählung wäre kaum noch möglich. Einige sind notorisch bekannt, über andere weiß bzw. spricht man wiederum nicht oft. Über einen solchen Bereich wollen wir eben in der heutigen Ausgabe der Sendereihe Begegnungen sprechen. Damit willkommen, am Mikrophon begrüßt Sie Jitka Mladkova.

"Gemeinsam aufbrechen..." so lautete das Motto des 11. Kongresses der Evangelisch-methodistischen Kirche (EmK), der in den Tagen vom 25.-28. Oktober im hessischen Braunfels stattfand. Über das Hauptanliegen dieser Treffen sagte uns Pastor Reiner Dauner, Vorsitzender des veranstaltenden Arbeitskreises geistliche Gemeindeerneuerung in der EmK:

"Wir haben in diesem Jahr den 11. Kongress, dass heißt, dass wir jedes Jahr im Oktober diesen Kongress durchführen. Wir haben fast bei Null, kann man sagen, vor 11 Jahren angefangen und jetzt ist er so gewachsen, dass in jedem Jahr zwischen 400 - 500 Personen daran teilnehmen. Die Ziele des Kongresses: Es geht um Erneuerung der Kirche, weil wir festgestellt haben, dass in jeder Kirche die Gefahr ist, dass sich im Laufe der Jahrhunderte gewisse Dinge verfestigen und dann auch das Entscheidende oft zu kurz kommt. Wir wollen versuchen die wichtigsten Dinge wieder zum neuen Leben zu erwecken."

Seit mehreren Jahren sind auch tschechische EmK-Vertreter bei diesen Kongressen mit von der Partie. Man habe sich im selben Anliegen gefunden, sagt Pastor Dauner auf die Frage nach dem Beginn der Zusammenarbeit.

Der erwähnte Pastor, der sich für die tschechisch-deutsche Zusammenarbeit im Rahmen der Evangelisch-methodistischen Kirche verdient gemacht hat, heißt Vilem Schneeberger. Jahrelang war er Superintendent der EmK in der ehemaligen Tschechoslowakei, aber auch als Pastor im Ruhestand hat er in seinem Engagement für die Umsetzung bedeutender Werte des Lebens nicht nachgelassen. Die tschechische Beteiligung an den EmK- Kongressen schätzt er folgendermaßen ein:

"Es ist zunächst eine große Ermutigung auch für die Arbeit bei uns. Die deutsche Methodistenkirche ist ja größer und auch ihre Möglichkeiten sind größer. Schon als wir eingeladen wurden, war das für uns eine große Ermutigung, die Arbeit auch bei uns ähnlich aufzubauen. So kam es dazu, dass auch bei uns ein Arbeitskreis für geistige Gemeindeerneuerung entstanden ist, der nach dem Vorbild des deutschen Arbeitskreises arbeitet. Insgesamt kann man sagen, dass viele von uns aus der Tschechischen Republik und aus der Slowakei an dem Kongress teilgenommen haben und dass das alles eine große Ermutigung war für unsere Arbeit."

Die Zusammenarbeit zwischen den beiden Kirchen beschränkt sich selbstverständlich nicht nur auf die Veranstaltung der Jahrestreffen. Ein anderer Bereich, in dem sie kooperieren, ist die Missionstätigkeit. Dazu sagte uns Vilem Schneeberger:

Es gibt auch verschiedene Projekte, in denen von einer Zusammenarbeit, genauer gesagt, von einer Unterstützung die Rede sein kann. Reiner Dauner:

Die tschechische Evangelisch-methodistische Kirche gehört zwar nicht zu den ältesten im Lande, ihre Anfänge liegen in den 20er Jahren. Um einen kurzen Rückblick auf ihre Geschichte baten wir Pastor Vilem Schneeberger, der als anerkannter Kenner der Geschichte dieser weltweit etablierten Freikirche gilt.