Tschechischer Pavillon in der Autostadt Wolfsburg

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Ahoi und Start frei zu einer neuen Folge unseres Verkehrsmagazins "Mobil ans Ziel". Am Mikrofon begrüßt Sie Lothar Martin.

Jetzt im Sommer ist das Auto unser beliebtestes Fortbewegungsmittel. Kein Wunder, kommen wir doch fast überall dorthin, wohin wir es uns wünschen, und das ohne limitierte Abfahrtszeiten oder der Sorge darum, keinen Sitzplatz zu erhalten. Deshalb ist der PKW als ein allgegenwärtiger Bestandteil der zivilisierten Welt, insbesondere in Europa, nicht mehr wegzudenken. Und deshalb gibt es seit Ende Mai diesen Jahres in einer Hochburg der deutschen Autoindustrie, im niedersächsischen Wolfsburg, auch die erste sogenannte Autostadt zu bewundern, der wir heute einen Besuch abstatten wollen. Also folgen sie uns gleich in das Reich der Mobilität und seiner Marken auf dem 25 ha großen Gelände, direkt am Mittellandkanal, zwischen der Stadt Wolfsburg und dem Volkswagen-Werk.


Am Vorabend des "Tschechischen Tages" auf der Weltausstellung EXPO 2000 in Hannover besuchte auch der tschechische Premier Milos Zeman die Autostadt in Wolfsburg. Wie Radio Prag bei dieser Gelegenheit durch Regierungssprecher Libor Roucek erfuhr, war der Ministerpräsident damit einer Einladung der Führung des VW-Konzerns gefolgt, der wenige Tage zuvor durch den Erwerb des letzten, 30-prozentigen Staatsanteils zum alleinigen Besitzer des renommierten tschechischen PKW-Herstellers Skoda mutiert worden war. Warum der tschechische Premier dieser Einladung gern gefolgt war und warum es für ihn und seine Regierungsmannschaft außerordentlich wichtig ist, durch den Erhalt der guten Beziehungen zum VW-Konzern stets über dessen Strategie gegenüber dem Skoda-Unternehmen informiert zu sein, dazu sagte uns Sprecher Libor Roucek:

Ein Bestandteil der Autostadt ist der SkodaAuto Pavillon. Die Inhalte der Architektur wie auch der Inszenierung des Pavillons basieren dabei auf einem spezifisch mitteleuropäischen Hintergrund. Eines Mitteleuropas, wo sich über die Jahrhunderte hinweg verschiedene nationale Kulturen beeinflusst und vermischt haben, was in der Architektur zum Ausdruck kommt. So sind hier am deutlichsten der dominierende Stil des Barocks, der Jugendstil ebenso wie das tschechische Spezifikum - die Architektur des Kubismus -, aber auch eine Art von Purismus bzw. Reduktivismus zu bestaunen. Aber auch viele einzigartige Ausstellungsstücke wie der Skoda Superbe aus dem Jahr 1939, über dessen Herkunft und dessen Erhalt uns der VW-Vertreter und Vizevorsitzende des Vorstandes von Skoda Auto, Dettlev Wittig, wie folgt informierte:

Begeistert über den SkodaAuto Pavillon zeigte sich nicht zuletzt auch der tschechische Botschafter in Deutschland, Frantisek Cerný, der auf unsere Frage, ob auch er den Pavillon für sehr phantasievoll halte, erwiderte:

Frantisek Cerný, der uns erzählte, in seiner Jugendzeit selbst zehn Jahre lang einen gebrauchten Skoda Octavia des Baujahres 1962 gefahren zu haben, sieht den SkodaAuto Pavillon in Wolfsburg auch als eine gute Quelle für Nichttschechen an, mehr über das Land zwischen Erzgebirge und Beskiden und seine jahrzehntelange Tradition im Automobilbau erfahren zu können. Denn auf eine entsprechende Frage von Radio Prag sagte Cerný:

Nun, liebe Hörerinnen und Hörer, sind Sie bereits neugierig auf den tschechischen SkodaAuto Pavillon in Wolfsburg geworden? Wenn ja, machen Sie doch einfach einen Teil der Führung mit, die Frau Markéta Würtichová meiner Kollegin Marcela Pozarek bei ihrem Besuch in dieser beeindrückenden Einrichtung gewährte.