Verspielter Jazz – neues Album von Fanfán Tulipán

Eliška Vidomus (Foto: Archiv Fanfán Tulipán)

Das neue Album der Prager Band Fanfán Tulipán nennt sich „Genius Noci“, also etwa „Der Geist der Nacht“. Die Musik des Quintetts ist eine Symbiose aus Jazz, Funk, Chanson und Filmmusik.

Jazzband Fanfán Tulipán (Foto: Vojtěch Havlík, Archiv des Tschechischen Rundfunks)

Fanfán Tulipán haben ihre Neuveröffentlichung kurz vor Ausbruch der Corona-Krise herausgebracht. Gegründet wurde die Jazzband von Eliška Vidomus – und zwar 2009, als sie noch am Prager Konservatorium studierte. Alle Stücke des neuen Albums stammen aus der Feder der Bandleaderin. Selbst spielt sie Melodica und estnische Zither, auf einigen Songs ist zudem ihre Stimme zu hören.

Eliška Vidomus´ Mitspieler sind Štěpán Zbytovský an Flöte und Bassklarinette, Petr Svoboda am Klavier, Pavel Husa am Bass sowie Šimon Hajdovský am Schlagzeug. Zudem haben Fanfán Tulipán drei Gastmusiker eingeladen: den Trompeter Oskar Török, der Tubist Šimon Janák sowie der Vibraphonist Radek Doležal.

Frontfrau Eliška Vidomus bezeichnete in den ersten Jahren die Musik ihres Quintetts als „Kinder-Jazz“. Damit wollte sie sich abgrenzen von einem allzu verkopften Herangehen an die Musik und das spielerische Element betonen. Mittlerweile würde der Begriff aber nicht mehr ganz passen, sagte sie gegenüber Radio Prag International. Fanfán Tulipán seien in gewisser Weise erwachsener geworden. Doch weiterhin liebt Eliška Vidomus unter anderem das Lautmalerische, was auch auf dem neuen Album in vielen Songs zu hören ist.

Autor: Till Janzer
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