Waldbrand in der Böhmischen Schweiz: Lage entspannt sich, erste Feuerwehrleute werden abgezogen

In der Böhmischen Schweiz wurden am Dienstag die Löscharbeiten des großen Waldbrandes fortgesetzt, der dort am Samstag ausgebrochen ist. Nachdem das Feuer am Montag lokalisiert werden konnte, wurde ein Teil der Einsatzkräfte mittlerweile abgezogen. Aktuell seien 350 Feuerwehrleute vor Ort, teilte Vladimír Vlček, Generaldirektor der Feuerwehr, mit. Zudem halfen sechs Helikopter mit dem Löschen aus der Luft. Sie kamen Vlček zufolge am Dienstag vermutlich zum letzten Mal zum Einsatz. Aller Voraussicht nach werde man die Löscharbeiten in dem Waldstück bis Ende der Woche abschließen, hieß es weiter.

Das Feuer war am Samstagnachmittag zwischen den Gemeinden Rynartice und Dolní Chřibska ausgebrochen. Es betraf zunächst eine Fläche von 100 Hektar. Vlček zufolge will man die betroffene Fläche nun von aktuell 20 Hektar auf fünf oder zumindest zehn Hektar begrenzen.

Den Ort des Brandes besuchte am Dienstag auch Tschechiens Umweltminister Igor Červený (Motoristé sobě). Er kündigte an, eine Debatte darüber anzuregen, wie trockenes Totholz in dem Nationalpark gelagert werde.

Bei dem Feuer hatte sich bisherigen Erkenntnissen nach Waldstreu entzündet, also Blätter, Nadeln und Zweige am Boden. Die eigentliche Brandursache ist nach wie vor unklar.