Alltag in Tschechien

Im Gegensatz zu anderen Ländern, insbesondere in Westeuropa, bevorzugen die Tschechen noch immer das Eigenheim.

Illustrationsfoto:  Radio Prague International

Anders ist die Lage in Prag, da die Immobilienpreise dort in der Regel sehr hoch liegen. Wenn Tschechen eine Hypothek aufnehmen wollen, darf die monatliche Kreditrate nicht höher ausfallen als 50 Prozent ihrer Einkünfte. EU-Ausländer müssen mindestens über eine vorübergehende Aufenthaltserlaubnis verfügen, um eine Hypothek aufnehmen zu können. Andere Ausländer benötigen die Erlaubnis zum Daueraufenthalt in Tschechien.

Foto:  ČT24

Die Lebenshaltungskosten sind in Tschechien nicht sehr hoch – vorausgesetzt, die betreffende Person verfügt über ein regelmäßiges Einkommen. Prag ist allerdings ein verhältnismäßig teures Pflaster. Vor allem die Mietpreise treiben die Lebenshaltungskosten in der Hauptstadt nach oben. Jeder tschechische Bürger ist verpflichtet, sich über eine Krankenversicherung abzusichern. Die allgemeine Gesundheitsversorgung ist sehr gut zugänglich. Anders als zum Beispiel in Großbritannien oder Italien ist das Studium an staatlichen Hochschulen kostenlos.

Illustrationsfoto: Michaela Danelová,  Tschechischer Rundfunk

In Elternzeit gehen vor allem Frauen. Pro Kind kann diese bis zu vier Jahre dauern. Kinder können ab dem zweiten Lebensjahr in den Kindergarten gehen, eine allgemeine Pflicht besteht für das letzte Vorschuljahr. Es gibt auch Kinderkrippen, in denen Kinder bis zwei Jahre betreut werden.

Illustrationsfoto: ŠJů,  Wikimedia Commons,  CC BY-SA 3.0

Die meisten Tschechen befolgen die Regeln zur Mülltrennung: Im vergangenen Jahr haben mehr als 70 Prozent der Bevölkerung ihren Müll sortiert. Neben der klassischen Einteilung in Kunststoff, Altpapier und Glas gibt es auch Container für Metallabfälle, Getränkekartons und Öl.

Die Tschechen gelten als eine Nation von Hundeliebhabern. Laut einer Statistik der Europäischen Haustierfutterindustrie (Fediaf) lebten 2020 etwa zwei Millionen Hunde in Tschechien. Im Durchschnitt hält sich also jeder fünfte Tscheche einen Hund – Platz sechs in Europa. Noch mehr Hundehalter gibt es, im Verhältnis zur Einwohnerzahl, nur in Rumänien, Ungarn, Polen, Portugal und Litauen.