Analysten erwarten Belebung der tschechischen Wirtschaft im Jahr 2014

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Auf die tschechische Wirtschaft wartet im Jahr 2014 eine Belebung. Davon gehen Analysten aus, die von der Presseagentur ČTK angesprochen wurden. Das Bruttoinlandsprodukt war im dritten Quartal vergangenen Jahres zwar unerwartet geschrumpft, doch die Experten rechnen nicht mit einer weiteren unangenehmen Überraschung.

Vladimír Tomšík (Foto: Archiv der tschechischen Zentralbank)
Nach zwei schlechten Jahren soll die tschechische Wirtschaft im Jahr 2014 wieder wachsen, und zwar um mehr als zwei Prozent. Diese Annahme der Wirtschaftsanalysten in Tschechien beruht auf einer weltweiten wirtschaftlichen Belebung sowie auf einer Wende in der Haushaltspolitik durch die neue tschechische Regierung. Zuvor hatten die starken Kürzungen im Haushalt durch die damalige Regierung Nečas die Wirtschaftsentwicklung hierzulande gebremst.

Die Analysten, die von der Agentur ČTK angesprochen wurden, widersprachen auch dem Vizegouverneur der tschechischen Zentralbank, Vladimír Tomšík. Er hatte auf das Risiko einer erneuten Rezession verwiesen. Die Analysten erwarten hingegen nicht nur in Tschechien ein Wachstum, sondern auch in den meisten weiteren Ländern der Europäischen Union.

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Die tschechische Wirtschaft dürfte dank der Nachfrage aus dem Ausland einen Aufschwung erleben. Gemäß dem Server Patria.cz soll sich dieses Wachstum auch in einer Verbesserung der Handelsbilanz widerspiegeln. Diese schloss im vergangenen Jahr mit einem Minus von 1,7 Prozent des BIP ab, für das nächste Jahr wird mit einem positiven Saldo von 1,3 Prozent gerechnet.

Die Inflationsrate soll dank einem Rückgang bei den Energiepreisen nur wenig wachsen. Allerdings wird eine relativ hohe Arbeitslosenrate erwartet. Sie gilt als das größte Problem der tschechischen Wirtschaft. Die Arbeitslosenrate lag Ende vergangenen Jahres bei knapp 8 Prozent. Laut Experten soll sie auch in den ersten Monaten des beginnenden Jahres bei diesem Wert bleiben. Eine Verbesserung wird erst im Frühling und Sommer erwartet.