Arbeitsmarkt: Zahlen stagnieren, Aussichten ungewiss

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517.500 Menschen waren im November in Tschechien arbeitslos gemeldet. Trotz eines leichten Rückgangs um 2130 Menschen stagniert die Quote bei 7,1 Prozent und ist damit genauso hoch wie im Oktober. Wie das zentrale Arbeitsamt in Prag am Montag bekanntgab, ergibt sich im Vergleich zum Vorjahr eine Verbesserung von 0,6 Prozent.

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Eine höhere Arbeitslosenquote als der Landesdurchschnitt wurde in 34 Bezirken registriert, die höchste von allen im nordböhmischen Bezirk Most / Brüx mit 12,6 Prozent. Demgegenüber erneut am niedrigsten ist die Arbeitslosigkeit im Bezirk Prag-Ost, hier lag die Quote bei 3,3 Prozent.

Positiv bewerteten Analysten wie auch Unternehmer, dass mehr Menschen eine längerfristige Beschäftigung finden. Besonders gut schnitt dabei das Industriegewerbe ab, hingegen gab es wie in dieser Jahreszeit üblich einen Einbruch im Bauwesen und in der Landwirtschaft. Zur möglichen Entwicklung auf dem Arbeitsmarkt im kommenden Jahr gehen die Meinungen auseinander. Während verschiedene Analysten mit einer Verschlechterung der Situation rechnen, wollen Unternehmer nicht von möglichen Entlassungen sprechen. Anderen Schätzungen zufolge könnte die Arbeitslosenquote 2015 auf 7,4 Prozent und damit um einen Zehntel Prozentpunkt sinken.

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Abhängig dürfte dies in erste Linie vom Export sein, auf den die Tschechische Industrie angewiesen ist. Im Oktober diesen Jahres verzeichnete der Außenhandel ein Plus von 10,2 Milliarden Kronen (umgerechnet 369 Millionen Euro) Im Vergleich zum Vorjahr ist das ein Anstieg um 1,7 Milliarden Kronen (umgerechnet 61,5 Millionen Euro).