Ausländische Firmen schaffen neue Arbeitsplätze in Nordböhmen

Foto: Archiv Nexen

Etwa 1100 neue Arbeitsplätze sollen in der strukturschwachen Region Nordböhmen entstehen. Grund sind die Investitionen ausländischer Firmen. Der amerikanische Autozulieferer Johnson Controls wird in seinem neuen Werk in Česká Lípa / Böhmisch Leipa 100 neue Leute einstellen. Daneben plant der südkoreanische Reifenhersteller Nexen eine Fertigungsanlage in einem Gewerbegebiet bei Žatec / Zaaz, in der bis zu 1000 neue Arbeitsplätze entstehen sollen.

Foto: Archiv Nexen
Der südkoreanische Reifenhersteller Nexen wird in einem Gewerbegebiet bei Žatec / Saaz ein neues Werk errichten. Vertreter des Unternehmens unterzeichneten dazu am Mittwoch Verträge mit den zuständigen Kommunalpolitikern über den Erwerb von 70 Hektar Land. Auf dem Gelände sollen knapp 1000 Arbeitsplätze in der strukturschwachen Region entstehen, das Arbeitsamt rechnet mir weiteren Jobs bei lokalen mittelständischen Firmen. Die direkten Investitionen der Südkoreaner sollen bei 40 Milliarden Kronen liegen (1,5 Milliarden Euro). Besonders Staatspräsident Miloš Zeman habe sich bei mehreren Treffen mit Vertretern des Reifenherstellers für die Investitionen in Nordböhmen stark gemacht. Das sagte Zeman am Donnerstag der Presseagentur ČTK. Der südkoreanische Konzern stellt seine Reifen hauptsächlich für die Marken Hyundai und Kia her, aber auch für Škoda. Die Produktion in Nordböhmen könnte in zwei Jahren beginnen, wenn alle Vorhaben wie geplant umgesetzt würden, hieß es.

Johnson Controls in Česká Lípa (Foto: Google Street View)
Auch der amerikanische Automobilzulieferer Johnson Controls investiert in Nordböhmen. Der Konzern eröffnete am Donnerstag ein neues Werk in Česká Lípa / Böhmisch Leipa. Dort sollen bis Ende kommenden Jahres 100 Leute neu eingestellt werden. Johnson Controls betreibt in der Gegend bereits zwei Fabriken zur Herstellung von Autobezügen sowie ein Werk für die Fertigung von Deckeln für Autobatterien. Auch in der neuen Fabrik werden Plastikanbauteile für den Automobilbau gefertigt. Man wolle mit dem neuen Werk besser auf die Anforderungen der Kunden reagieren und deren Zufriedenheit verbessern, so ein Sprecher des Konzerns. Johnson Controls betreibt seit 1992 insgesamt zehn Fabriken in ganz Tschechien und beschäftigt hierzulande über 6000 Leute.