Bariton Ivan Kusnjer

Ivan Kusnjer (Foto: Petr Veber, Archiv des Tschechischen Rundfunks)
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Er gilt hierzulande als einer der besten tschechischen Baritonsänger der Gegenwart. Ivan Kusnjer ist auch im Ausland gefragt - wegen der sicher gesungenen hohen Töne und nicht zuletzt wegen seiner klaren Aussprache.

Ivan Kusnjer (Foto: Martin Popelář, Archiv des Tschechischen Rundfunks)
Ivan Kusnjer studierte Gesang an der Prager Akademie der musischen Künste bei Theodor Šrubař. Der mittlerweile 61-Jährige startete seine Karriere in den Opernhäusern in Ostrava und Brünn. Seit 1982 ist er Mitglied des Opernensembles des Nationaltheaters in Prag. Inzwischen hat er außerdem Gesangkurse an der Accademia Sigiana in Siena und an der Accademia Santa Cecilia in Rom absolviert. In Tschechien wurde er für seine Leistungen bereits dreimal mit dem Thalia-Theaterpreis ausgezeichnet.

Kusnjer hat rund 30 Opernrollen in seinem Repertoire, er singt aber auch Kantaten und in Oratorien. Oft tritt er in den Opern von Giuseppe Verdi auf. Zu seinen Paraderollen gehört beispielsweise Verdis Rigoletto. Kusnjer singt zudem in den bekanntesten Opern von Bedřich Smetana (Dalibor, Die verkaufte Braut, Libussa, Die Teufelswand) sowie in Antonín Dvořáks Oper „Der Jakobiner“.

Ivan Kusnjer (Foto: Petr Veber, Archiv des Tschechischen Rundfunks)
Während seiner Karriere trat Kusnjer nicht nur in Europa, sondern auch in Amerika sowie im Mittleren und Fernen Osten auf. Er sang sowohl in der La Scala in Mailand, in der Wiener Staatsoper, aber auch in den Opern in Reykjavík oder Tel Aviv.

In der vergangenen Woche ist eine neue CD mit Ivan Kusnjer herausgegeben worden. Unter dem Titel „Opernrezital“ stellt der Bariton eine Auswahl aus seinem Repertoire vor. Es geht um Arien, die er während seiner 30-jährigen Opernkarriere aufgenommen hat. Neben italienischen enthält die CD auch einige Arien aus tschechischen Opern, darunter auch „Das schlaue Füchslein“ aus Leoš Janáčeks Oper.

Vladimír Franz (Foto: Martin Melichar, Archiv des Tschechischen Rundfunks)
Neben seiner Arbeit im Nationaltheater unterrichtet Ivan Kusnjer auch an der Prager Akademie der musischen Künste. In einem Monat wird er bei der Weltpremiere der Oper „Der Salamanderkrieg“ vom tschechischen Komponisten und Präsidentschaftskandidaten Vladimír Franz, zu sehen sein. Nächstes Jahr möchte Kusnjer eine Auswahl von Live-Aufnahmen seiner Konzerte auf CD herausgeben.