Brauereien hatten 2019 Rekordausstoß von 21,6 Hektolitern Bier

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Die Bierbrauereien in Tschechien haben ihre Produktion im vergangenen Jahr um 1,6 Prozent gegenüber dem Vorjahr gesteigert. Mit 21,6 Millionen Hektolitern erzielten sie beim Bierausstoß den zweiten Jahresrekord in Folge. Das gab der Verband der tschechischen Brauereien und Mälzereien am Mittwoch bekannt. In diesem Jahr aber werde die Produktion wegen des Coronavirus und der restriktiven Gegenmaßnahmen der Regierung in jedem Falle sinken, hieß es.

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Für den Zuwachs sorgte wie bereits im Jahr 2018 der Export. Er stieg im Jahresvergleich um 4,5 Prozent, bei alkoholfreiem Bier wurde sogar eine Zunahme von über 22 Prozent registriert. Ins Ausland wurden 5,4 Millionen Hektoliter Bier geliefert. Die größten europäischen Märkte blieben die Slowakei, Deutschland und Polen, auf den vierten Platz rutschte Ungarn vor dank eines Zuwachses von 36 Prozent. Unter den Nicht-EU-Staaten waren erneut Russland, Südkorea und die Vereinigten Staaten die größten Abnehmer. „Beim Export hat der größte Teil unserer traditionellen Abnehmerländer auch im vergangenen Jahr zugelegt, ein stärkerer Rückgang wurde lediglich bei Großbritannien, Österreich und Südkorea verzeichnet“, sagte die Exekutiv-Direktorin des Verbandes der Bierbrauereien und Mälzereien, Martina Ferencová. Beispielsweise nach Großbritannien sank der Export um 16 Prozent, das Königreich rangiert damit weiter auf dem sechsten Platz.

Doch auch der Bierkonsum in Tschechien ist 2019 wieder gestiegen. Im Jahresvergleich nahm der Pro-Kopf-Verbrauch um zwei Halbliter-Biere zu, er lag am Ende bei 142 Litern. Der in Restaurants und Kneipen verkaufte Gerstensaft sank um einen Prozentpunkt auf 35 Prozent. „Wir sind erfreut, dass das tschechische Bier im In- und Ausland mundet. Für die nahe Zukunft aber sind wir nicht sehr optimistisch. Die Restaurants sind seit über zwei Monaten geschlossen, und es braucht noch weitere Wochen und Monate einer schrittweisen Rückkehr bis zur Normalität. Auch der Tourismus liegt am Boden – das alles wird sich negativ auswirken auf die Ergebnisse dieses Jahres“, erklärte der Verbandsvorsitzende František Šámal.