Das Atomkraftwerk Temelin und der Beitritt der Tschechischen Republik zur Europäische Union

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Herzlich willkommen liebe Hörerinnen und Hörer, zu einer weiteren Ausgabe von Eurodomino. Am letzten Novemberdonnerstag wurde in Brüssel eine Einigung erreicht, die eine bedeutende Auswirkung auf die Fortsetzung der Beitrittsverhandlungen der Tschechischen Republik mit der Europäischen Union hat. Die Rede ist vom Abschluss des Melker Prozesses über das südböhmische Atomkraftwerk Temelin. Darüber sowie über den Beitritt der Tschechischen Republik im allgemeinen werden wir Sie in den folgenden Minuten informieren, am Mikrophon begrüßt Sie Dagmar Keberlova.

Das Atomkraftwerk Temelin und der Beitritt der Tschechischen Republik zur Europäische Union. Diese beiden miteinander verbundenen Themen haben in der letzten Novemberwoche wieder einmal für Schlagzeilen gesorgt. Am 29. November wurde zwischen Österreich und Tschechien ein Abkommen über dieses Atomkraftwerk zwischen dem tschechischen Premier Milos Zeman und dem österreichischen Bundeskanzler Wolfgang Schüssel abgeschlossen. Da Sie bereits, verehrte Damen und Herren, mehrmals über die letzten Ereignisse um den Melker Prozess, über Fakten und Stellungnahmen auf den Wellen von Radio Prag informiert wurden, will ich Ihnen einmal eine andere Meinung bieten, die ich in der europäischen Hauptstadt jenseits der EU-Kreise erfragt habe. In Brüssel unterhielt ich mich mit dem Auslandskorrespondenten der Neuen Zürcher Zeitung in Brüssel, was er von dem Abschluss des Melker Prozesses hält. Rene Höltschi antwortet: Mit der Einigung über das Atomkraftwerk Temelin wurde dem Abschluss des EU-Beitrittskapitels "Energie" grünes Licht gegeben, sagte am vergangenen Montag der Chefunterhändler Pavel Telicka, der erwartet, das dieses Kapitel noch heuer abgeschlossen werden kann. Wie kommt der Beitrittsprozess aus Sicht des Schweizer Korrespondenten voran? Dazu noch einmal Rene Höltschi: Des weiteren hat mich interessiert, ob Herr Höltschi glaubt, dass der Zeitplan der Erweiterung, der von der EU festgesetzt wurde, eingehalten werden kann. Rene Höltschi hierzu: Und wie sieht die Problematik des EU-Beitritts der Schweiz aus? Schweiz ist bekanntlich ein Land, dass vom ökonomischen Gesichtspunkt sofort ein EU-Mitglied werden könnte, es aber nicht will, Tschechien will wiederum, erfüllt aber noch nicht alle erforderlichen Bedingungen. Als der tschechische Präsident Vaclav Havel die Schweiz im Juni besuchte, meinten sie mit dem Schweizer Präsidenten Moritz Leuenberger scherzhaft, sie könnten eine Wette schließen, welches Land als erstes ein EU-Mitglied sein wird. Da meinte der Schweizer Präsident, da würde Präsident Havel die Wette gewinnen. Was meint hierzu der Schweizer Korrespondent Rene Höltschi?





Folgende Hinweise bringen Ihnen noch mehr Informationen über den Integrationsprozess Tschechiens in die Europäische Union:



www.integrace.cz - Integrace - Zeitschrift für europäische Studien und den Osterweiterungsprozess der Europäischen Union

www.euroskop.cz

www.evropska-unie.cz/eng/

www.euractiv.com - EU News, Policy Positions and EU Actors online

www.auswaertiges-amt.de - Auswärtiges Amt