DDR – ČSSR – BRD: Die Geschichte einer Flucht im Herbst 1989

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Alexandra Altheide, 48 Jahre alt, wohnhaft im hessischen Fulda. Ihr Sohn David wohnt nur wenige Kilometer weiter. Sie gehören zu den Tausenden von DDR-Flüchtlingen, die sich im September 1989 nach Prag durchgeschlagen haben, in die Botschaft der Bundesrepublik Deutschland. Als Alexandra Altheide Ende der 80er Jahre einen Ausreiseantrag stellt, ist sie noch nicht einmal 30. Sie hat einen Fluchtversuch hinter sich, Stasi-Gefängnis und den gefürchteten Jugendwerkhof, die Umerziehungsanstalt der DDR. Angst ist seit dem ihr ständiger Begleiter, Angst vor allem um die Zukunft ihrer zwei Kinder. Ihr Ausreiseantrag wird mit monatelangen Schikanen und Erniedrigungen beantwortet. Als der Ostblock schließlich in Bewegung gerät, gibt es einen Hoffnungsschimmer. Alexandra Altheide und ihr damals gerade einmal zehn Jahre alter Sohn David schauen zurück und erzählen die Geschichte ihrer Flucht über Prag. Die Botschaft der Bundesrepublik Deutschland war im Frühherbst 1989 eine Rettungsinsel für unzählige DDR-Bürger geworden…

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BRD-Botschaft in Prag,  1989
Hinweis: Bei Radio Prag können Sie in der Regel jedes Wort, das Sie hören, auch nachlesen. Es gibt allerdings Reportagen, die ganz einfach für das Ohr bestimmt sind. Dieses Feature über die Botschaftsflüchtlinge gehört dazu. Deshalb: unbedingt anhören!