Der älteste in ganz Europa: Sessellift in Pustevny seit 85 Jahren in Betrieb
Nirgends in Europa ist ein Sessellift schon so lange in Betrieb, wie der auf dem Bergrücken des Radhošť / Radhoscht in Ostmähren.
Die Konstruktion wurde am 4. März 1940 angeschaltet und befördert bis heute Wanderer und Skifahrer nach Pustevny. Einstiger Initiator war der Fabrikant František Wiesner aus Chrudim. Bei Aufenthalten in den USA und in Kanada hatte er zum ersten Mal Sessellifte gesehen und importierte die Idee in die einheimischen Beskiden.
Während der Errichtung der Anlage mussten die Arbeiter bitterkalten Wintertemperaturen trotzen. Trotzdem war die Seilbahn innerhalb von zwei Monaten fertig. Ihre Länge maß etwas mehr als 800 Meter, und die Baukosten beliefen sich auf 350.000 Kronen.
Heute ist der Lift ganze 1637 Meter lang, und die Fahrt dauert elf Minuten. Die wichtigsten Modernisierungsarbeiten wurden von 1983 bis 1986 unter der Verwaltung des Tschechoslowakischen Sportverbandes (ČSTV) vorgenommen. Dabei wurde die Anlage nicht nur verlängert, sondern die Einzelsitze auch durch Doppelsessel ersetzt. In all den Jahrzehnten hatte die Bahn eine wichtige wirtschaftliche Bedeutung für die Region.
Und das ist bis heute so. Der Sessellift ist das ganze Jahr über in Betrieb. Wenn er weiterhin verlässlich seine Dienste leistet, wird erst in etwa 100 Jahren eine umfassende Sanierung nötig.
Der Lift führt von der Talstation nahe des Ráztoka-Hotels in Trojanovice bis zum Bergort Pustevny. Die Strecke misst 1637 Meter.
Die Einseilumlaufbahn ist mit 162 Sesseln ausgestattet, die jeweils einen Abstand von 20 Metern haben.
Die Transportkapazität des Sessellifts beträgt 900 Personen pro Stunde. Pro Jahr werden etwa 150.000 Passagiere gezählt.
Die Anlage überwindet 400 Höhenmeter und führt auf 1018 Meter über dem Meeresspiegel.














