Einhaltung von Sanktionen nicht überprüft: Geldstrafe gegen bayerische Bank in Tschechien

Tschechische Nationalbank

Die Tschechische Nationalbank (ČNB) hat der deutschen Volksbank Raiffeisenbank Nordoberpfalz eine Geldstrafe auferlegt. Grund ist die mangelnde Kontrolle der Umgehung internationaler Sanktionen.

Wie die Presseagentur ČTK am Dienstag berichtete, beläuft sich die Strafe auf zwei Millionen Kronen (80.000 Euro). Die Geschäftsstelle der bayerischen Bank in Cheb soll bei ihren Klienten nicht hinreichend die Einhaltung von Sanktionsregelungen kontrolliert haben. So wurde etwa nicht überprüft, ob Geld an sanktionierte Subjekte überwiesen wird. Laut der ČNB hat die bayerische Bank dadurch in den Jahren 2022 und 2023 gegen das tschechische Geldwäschegesetz verstoßen.

Anfang 2025 war die ČNB bereits aus ähnlichen Gründen auch gegen die tschechische Filiale der Großbank HSBC vorgegangen. Diese soll die Sanktionsregelungen zwischen 2021 und 2023 missachtet haben. Die Strafe gegen das Finanzinstitut betrug fünf Millionen Kronen (205.000 Euro).

Autor: Ferdinand Hauser | Quelle: ČTK
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