Elch Emil sorgt für Polizeieinsatz in Garten nahe Nýrsko

Elch Emil, der im Sommer durch mehrere Länder wanderte und sich derzeit im Böhmerwald nahe der Grenze zu Deutschland bewegt, wurde am Montag in einem Dorf nahe Nýrsko gesichtet.

Das Jungtier spazierte in einem Garten herum und fraß Äpfel. Eine Frau vom Nachbarhaus rief daraufhin die Polizei. Dies teilte eine Polizeisprecherin am Dienstag mit.

Die Anruferin hatte demnach keinen Kontakt zu den Besitzern des Gartens. Dem Elch gelang es nicht, das Grundstück zu verlassen. Darum ersuchte die Frau die Polizei, dem Tier zu helfen. Als die Polizisten eintrafen, lag das Tier gerade unter einem Baum und fraß Äpfel. Zuerst habe er nicht auf die Einsatzkräfte reagiert, sagte die Polizeisprecherin. Als das Tier aufgestanden sei, habe es sich jedoch wie ein Wildtier verhalten und begonnen, die Polizeibeamten durch den Garten zu jagen, so die Sprecherin. Durch Klatschen gelang es den Polizisten schließlich, den Elch in Richtung des Zaunes zu treiben, welchen er daraufhin übersprang. Laut der Sprecherin kehrte Emil dann in die Wälder zurück.

Foto: Policie ČR

Der Sprecher des Nationalparks Böhmerwald, Jan Dvořák, informierte am 1. Oktober, dass der Elch wegen leerer Batterie in seinem GPS-Sender ohne digitale Aufsicht sei. Das Tier gelangte im Sommer über Tschechien und die Slowakei nach Österreich, wo es Hunderte Kilometer zurücklegte. Weil drohte, dass Emil auf eine Autobahn laufen könnte, wurde er in Österreich betäubt und nach Tschechien in die Nähe des Lipno-Stausees transportiert. Anschließend begab er sich in Richtung der Gemeinde Stožec. Vor einigen Tagen war Emil im Wald nahe Hartmanice gesichtet worden.

Autor: Martina Schneibergová | Quelle: ČTK
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