Fahrradtrasse Prag-Dresden eröffnet

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Diese Woche hatten wir im Tagesecho noch über mangelnde Fahrradwege in Prag berichtet. Vielleicht haben Sie den Beitrag ja gehört. Zu diesem Thema jetzt nochmal eine aktuelle Meldung von Philipp Kauthe.

Am Donnerstag ist in der tschechischen Hauptstadt eine neue Fahrradtrasse eröffnet worden. Die soll aber nicht nur Stadt-intern sein. Sie wird vorraussichtlich über 200 Kilometer Länge betragen und von Prag bis nach Dresden führen. Ein kleiner Abschnitt bei Usti nad Labem/Aussig an der Elbe soll in gut einem Monat fertig sein. Die Trasse führt bis zur sächsischen Hauptstadt immer entlang der Moldau, beziehungsweise entlang der Elbe. Präpariert wurde sie von der Bürgervereinigung "Oziveni", zu deutsch Belebung, und dem Stadtbezirk Prag 2. Momentan sind zwei Drittel der 200-Kilometertrasse befahrbar. Bis zum Jahr 2002 soll dann die ganze Strecke fertig sein.

Der Vorsitzende der Bürgervereinigung "Oziveni", Petr Stepanek, erzält, wie viel der ganze Spaß eigentlich gekostet hat.

"Ich habe keine Übersicht über die Ausgaben auf der deutschen Seite. Aber auf der tschechischen Seite schätzen wir ungefähr eine Million Kronen pro Kilometer, das macht insgesamt gut 150 Millionen Kronen", soweit Petr Stepanek.

Die Strecken sollen von Autos und Motorrädern freigehalten werden. Diese könnten nämlich die Radfahrer gefährden. Petr Stepanek wünscht sich, dass sich die Leute mit ihren Fahrräden auf der Trasse am Fluss regelrecht erholen. Auch wenn sie vielleicht nicht die ganze Strecke von Prag nach Dresden, sondern nur einen Abschnitt nutzen.

Wer hatte eigentlich die Idee zum Bau dieses Fahrradweges? Dazu Petr Stepanek.

"Die Idee, eine Fahrradtrasse von Prag nach Dresden zu errichten, wurde in unserer Bürgervereinigung geboren. Ich muss aber hinzufügen, dass sich viele interessierte Leute gefunden haben, die beim Bau der ersten Abschnitte freiwillig mithalfen. Ohne sie hätten wir das nie auf die Beine gestellt."