Febiofest - Beliebtes Filmfestival kämpft um die Gunst der Geldgeber

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Tschechische Kinogeher, die sich einen Überblick über die Filmkunst aus aller Welt verschaffen wollen können im meistens düsteren Monat Januar auf Nummer sicher gehen: Seit neun Jahren lockt ein breitgefächertes Filmprogramm in verschiedenen tschechischen Städten, bei dem für jeden Geschmack etwas dabei ist. Unsere freie Mitarbeiterin Marcela Pozarek hat für Sie das sogenannte Febiofest besucht und hält ein paar filmische Leckerbissen parat.

In den luxuriösen Hallen des riesigen Multiplex - Kinos konnte man sich Popcorn knabbernd wirklich allem hingeben, was geniesserische Augen und Sinne mögen. Entweder ganz skandinavischen Themen, so z. B. Verfilmungen von Knut Hamsun, oder aber brandaktuellen Stoffen, wie der israelischen Kinematografie und einer Retrospektive eines legendären deutschen Filmemachers. Der Kristian - Preis, eine bronzene Figur ging für ein herausragendes Lebenswerk an: Während das Publikum mit Begeisterung die Prager Kinosäle stürmte und auch die Brünner und Pilsner Filmfans bei einer Miniversion des Febiofests auf die Kosten kommen konnten, war dem Festivaldirektor Fero Fenic etwas mulmig zu Mute. Das Kinospektakel mit Streifen aus 55 Ländern wird nur gerade von 11 Leuten organisiert, dazu meinte Fenic in einem Zeitungsinterview, es sei so eine Art abgekämpfte Fussball Mannschaft, deren Spieler fast nur noch Verletzungen davon tragen. An allen Ecken und Enden fehlt es an Geld, dieser Umstand überschattete den krönenden Abschluss der Preisverleihung allerdings keinesfalls. Hören Sie nun, den Beginn von Volker Schlöndorffs: " Die Stille nach dem Schuss", in der es übrigens auch um Geld geht: "Die Stille nach dem Schuss" thematisiert intelligent und amüsant die Frage nach der Stellung des Individuums im Strudel der Geschichte ein Stoff der gerade auch im postkommunistischen Prag brandaktuell ist. Hören Sie zum Schluss unserer Sendung über Volker Schlöndorffs filmische Höhenflüge, eine seiner Protagonistinnen... Soweit also unser heutiger Kultursalon, denn Filme gibt es zu Hauf, nicht nur an der Berlinale in Berlin, es gab sie auch am Febiofest in Prag.

Autor: Marcela Pozarek
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