Fluggesellschaft ČSA gibt Gewinn im Wirtschaftsjahr 2012 bekannt

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Die tschechische Fluggesellschaft ČSA (České aerolinie) hat das Wirtschaftsjahr 2012 mit einem Gewinn von rund 850 Millionen Kronen (32 Millionen Euro) beendet. Dieses Ergebnis wurde jetzt bekannt gegeben, wie die Presseagentur ČTK am Mittwoch berichtete. Der gesamte Wirtschaftsbericht für das Jahr 2012 soll in einigen Tagen veröffentlicht werden. Für 2013 wird wieder mit einem Minus gerechnet.

Foto: Tomáš Adamec,  Archiv des Tschechischen Rundfunks
Zum Erreichen schwarzer Zahlen trug ein Wechsel vom Finanzierungsleasing zum operativen Leasing für einen Teil der Flotte bei. Der Flugbetrieb als solches war hingegen weiterhin defizitär. „Das operative Leasing ist auf lange Sicht kostengünstiger“, erläuterte eine Sprecherin von ČSA gegenüber ČTK. Beim Finanzierungsleasing gehen nach der Abzahlung der Raten die Flugzeuge in das Eigentum der Fluggesellschaft über. Das operative Leasing bedeutet hingegen nur eine Miete für eine bestimmte Zeit.

Der Flugbetrieb ist für ČSA bereits seit langem ein Zuschussgeschäft. 2011 wies das Unternehmen einen Verlust von 241 Millionen Kronen (knapp 9 Millionen Euro) vor Steuer aus. Ein Jahr davor stand zwar ein Bruttogewinn von 76 Millionen Kronen (2,8 Millionen Euro) zu Buche, aber nur weil das Staatsunternehmen Einnahmen aus dem Verkauf eines Teils seines Eigentums einrechnen konnte.

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Noch 2008 war die tschechische Fluggesellschaft kurz vor dem Bankrott gestanden. Danach wurde das damals noch rein staatliche Unternehmen abgespeckt. Von etwa 50 Flugzeugen waren im vergangenen Jahr nur noch 23 übrig. Nach der Abmagerungskur konnte 2013 auch ein strategischer Investor gefunden werden: Die Korean Air übernahm 44 Prozent der Aktien vom tschechischen Staat.

Autor: Till Janzer
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