Geburtshaus von Antonín Dvořák in Nelahozeves vollständig in Stand gesetzt
Das Geburtshaus des Komponisten Antonín Dvořák im mittelböhmischen Nelahozeves ist vollständig restauriert worden. Zudem wurde ein neues Besucherzentrum eröffnet.
Die Dauerausstellung im Geburtshaus des Komponisten war seit einem Jahr nur im Testbetrieb geöffnet. Parallel wurden die Bauarbeiten fortgesetzt. Zudem wurde die Ausstellung durch weitere Exponate ergänzt. Das Haus sei ein lebendiges, inspirierendes Kulturzentrum, sagte der Begründer der Betreiberorganisation House of Lobkowicz, William E. Lobkowicz, am Montag den Journalisten. Jeder der elf Räume habe sein eigenes Thema, merkte die Kuratorin der Dauerausstellung, Eleonore Kinsky, an.
Einige der Exponate wurden vom Tschechischen Museum für Musik ausgeliehen. Dazu gehören beispielsweise Originalgegenstände, die dem Komponisten gehörten, wie Pfeifen und Musikinstrumente. In der Ausstellung gibt es auch Exponate, die die Besucher berühren und ausprobieren können, wie beispielsweise die Zither, die der Vater des Komponisten spielte. Laut der Kuratorin werden in dem Geburtshaus auch weitere Bildungsaktivitäten entwickelt, zudem will man die Zusammenarbeit mit verschiedenen Musikinstitutionen intensivieren.
Die Instandsetzung des Hauses kostete 150 Millionen Kronen (6 Millionen Euro). An der Finanzierung beteiligten sich Privatspender aus Tschechien und dem Ausland. Zudem wurden staatliche und EU-Fördergelder genutzt.
Antonín Dvořák kam am 8. September 1841 in der damaligen Dorfgaststätte in Nelahozeves zur Welt. Das Gebäude gilt seit 1958 als Kulturdenkmal. Die Organisation House of Lobkowicz übernahm 2019 die Verwaltung des Geburtshauses. Zuvor wurde das Haus an das Nationalmuseum vermietet. Dvořák begann schon in der Kindheit Geige zu spielen. Sein Lehrer, Antonín Liehmann aus dem nahegelegenen Zlonice, erkannte das große Talent des Jungen. Das bekannteste Werk von Antonín Dvořák ist seine Symphonie Nr. 9 e-Moll „Aus der Neuen Welt“. Zu seinen berühmtesten Opern gehören „Rusalka“ und „Armida“. Dvořák starb am 1. Mai 1904 in Prag.
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