Hitzewelle in Prag: Die Rekorde purzeln - erste Opfer

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Temperaturen um die 31°, 32° Celsius hat man hierzulande natürlich nicht oft und schon gar nicht im Juni. Dies belegen auch die Messungen und Aufzeichnungen der Meteorologen im Prager Klementinum, die die klimatischen Werte bereits seit dem Jahre 1755 manifestieren.

Karlsbad (Foto: CTK)
Temperaturen um die 31°, 32° Celsius hat man hierzulande natürlich nicht oft und schon gar nicht im Juni. Dies belegen auch die Messungen und Aufzeichnungen der Meteorologen im Prager Klementinum, die die klimatischen Werte bereits seit dem Jahre 1755 manifestieren.

Die Tabelle der Rekorde zeigte ganz klar: Sowohl am Dienstag als auch am Mittwoch gab es Rekordverbesserungen. Noch nie, seit 1775, war ein 19. Juni so heiß, wie am Mittwoch, als im Klementinum 33,9° Celsius gemessen wurden. Zum Vergleich: Der bisherige Höchstwert aus dem Jahre 1934 betrug 31,2°.

Und die Quecksilbersäulen sollen laut den Wetterpropheten am Donnerstag noch auf über 34° steigen. Die Hitze forderte bereits ihren Tribut an Mensch und Material:

Im Kreis Usti/ Aussig weichte unter der Hitze der Straßenbelag stellenweise auf und auch die tschechische Bahn meldete einige Fälle von deformierten Gleisen.

Sabinov (Foto: CTK)
Doch vor allem die Menschen leiden unter der ungewohnten Hitze, am Dienstag und Mittwoch wurden bereits einige hundert Menschen mit akuten Flüssigkeitsmangelerscheinungen in die Krankenhäuser eingeliefert und Kreislaufbeschwerden nehmen laut Auskunft der Mediziner rasant zu. Am schlimmsten betroffen sind u.a. Bau- und Feldarbeiter und vor allem die Fahrer von Bussen und Bahnen. In deren Kabinen liegen die Temperaturen häufig um noch 10-20° über den Außentemperaturen.

Darum erinnerten einige Gewerkschaftsvertreter an die Pflicht der Arbeitgeber in solchen Fällen eine Nottrinkwasserversorgung der Mitarbeiter zu gewährleisten. Das bedeute man müsse Mineralwasser und isotonische Getränke in ausreichender Menge zur Verfügung stellen.

Frohe Botschaft kommt da vom Meteorologischen Amt, der Freitag soll Erleichterung bringen - nämlich Gewitter und sinkende Temperaturen. Das wird auch schon dringend herbeigesehnt.

Autor: Olaf Barth
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