Hörerforum

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Herzlich willkommen, liebe Hörerinnen und Hörer, bei der heutigen Ausgabe des Hörerforums. Zuerst möchten wir uns für alle Postkarten bedanken, die Sie uns aus Ihrem Urlaub reichlich geschickt haben sowie für alle anderen Zuschriften. Es freut uns, dass Sie auch in den Sommermonaten an uns denken und wir Sie auch heute wieder zum Blättern in der Postmappe einladen können. Am Mikrophon sind Lothar Martin und Dagmar Keberlova.

Zwei Gründe um traurig zu sein hat man Ihren Briefen in den letzten zwei Wochen entnehmen können. Viele von Ihnen sind etwas verstimmt durch das andauernd regnerische und kühle Wetter, das ja tatsächlich auch in Tschechien nicht sehr sommerlich aussieht. Zweitens haben die Fußballfans unter Ihnen uns ihre Meinung über das nicht sehr glückliche Ende der deutschen sowie der tschechischen Mannschaft bei der Europameisterschaft zum Ausdruck gebracht. Aus zwei Briefen wollen wir nun zitieren, zunächst aus dem von Uwe Naumann aus Milkau:

"Ich spreche Ihnen mein herzliches Beileid aus, dass für die tschechische Fußballnationalmannschaft auch schon nach der Vorrunde die Europameisterschaft vorbei war. Es gab auch für uns Deutsche etliche Trauermomente, aber mittlerweile bin auch ich darüber hinweg gekommen."

Kritisch mit den Leistungen der Schiedsrichter zeigte sich Hans Jäkhel aus Altenburg:

"Da wurde schon mal ein Elfmeter gegeben, der nicht gerade notwendig war, die Herren Schiedsrichter ließen das Fingerspitzgefühl vermissen. Schade, dass Ihre Mannschaft mit unter den Leidtragenden war, dass sie auf eine solche Art und Weise aus der Europameisterschaft herauskatapultiert wurde. Bei Sportarten, die nicht nach Metern und Sekunden messbar sind, wie z.B. Eiskunstlaufen oder Turnen, kann schon mal ein Preisrichter irren. Schade ist, dass es jetzt auch auf den Fußball übergreift und diesen in vielen Teilen der Welt beliebtesten Sport in Verruf bringt."

Soweit die kritischen Worte Herrn Jähkels über die EM Schiedsrichter. Kritik ist wichtig und kritische Berichte gehören selbstverständlich zu unseren Sendungen. Darüber sprach sich auch unser Hörer Stefan Druschke aus Kerpen lobend aus:

"Zu Form und Inhalt der Sendungen von Radio Prag möchte ich Sie beglückwünschen, ebenso zu ihrem Mut, auch kritische Meldungen zu veröffentlichen. Im Laufe von vielen Jahren ist Radio Prag für mich so schon zu einer verlässlichen Informationsquelle über Tschechien geworden, und überwiegend auch zur einzigen Informationsquelle, da die Medien hier kaum über Ihr Land berichten."

Wir freuen uns auch, wenn Sie die von uns vermittelte Informationen über die Tschechische Republik für ihren Beruf oder Studium weiter anwenden können und uns davon erzählen, wie es vor kurzem Roland Herold aus Wien gemacht hat:

"Da ich Museumsleiter eines Wiener Bezirksmuseums - Brigittenau - bin, interessieren mich Ihre Geschichtssendungen sehr. Diese sind hervorragend gestaltet und werden sehr gut präsentiert. Die Sendungen Aus der tschechischen Geschichte, Touristensprechstunde und Spaziergang durch Prag sind ausgezeichnete Sendungen, die ich zum Teil auch mitgeschnitten habe. Da unser Museum auch eine Abteilung für Ostgeschichte und Glagolistik besitzt, sind diese Aufzeichnungen von großem Interesse für uns."

Manchmal können unsere Sendungen einiges erleichtern, manchmal aber auch eine Entscheidung erschweren, wie es bei Herr Ralf Urbanczyk der Fall ist. Wir zitieren:

"Das Regionaljournal und der Spaziergang durch Prag gefielen mir außerordentlich gut. Das heutige Programm stand für eine ausgewogene und interessante Berichterstattung über alle Regionen der Tschechischen Republik. Sie machen mir die Entscheidung, welcher Region ich bei meinem nächsten Besuch in Ihrem Land den Vorzug geben sollte, nicht leicht."

Wir hoffen, dass alle nach Tschechien kommende die richtige Wahl treffen und viel Spaß dabei haben werden. Mehrere Änderungen könnten sie dabei überraschen bezüglich des Straßenverkehrs, da ab 2001 einige neue Regelungen dazukommen werden. Hierzu eine Anmerkung von Gerhard Robrahn aus Berlin:

"Mit Bedauern hörte ich davon, dass in Tschechien die Promillegrenze im Straßenverkehr auf 0,3 steigen soll. Muss man alles dem Westen nachmachen? In Deutschland gibt es gerade Versuche - bisher ergebnislos - diese zu senken. Ich bin als alter Ostdeutscher sowieso für 0 Promille."

Dieser Vorschlag des sozialdemokratischen Abgeordneten Jiri Vaclavek zur Aufhebung der Null- Promille- Grenze hatte keinen Erfolg und diese bleibt bestehen sowie die vorgeschriebenen Höchstgeschwindigkeiten 130 Kilometer/Stunde auf der Autobahn und 50 Kilometer in geschlossenen Ortschaften. Zu den wichtigsten Veränderungen gehören der Vorrang für Fußgänger an ungeleiteten Fußgängerüberwegen. Was die Autofahrer selbst betrifft, dürfen sie während der Fahrt das Handy nur noch mit der entsprechenden Hands- free Einrichtung benutzen und müssen auch tagsüber mit Licht fahren. Sollten Sie als Fahrradfahrer in Tschechien unterwegs sein, müssen Sie sich für die Fahrt auf den Haupt- und Landstrassen der I. Kategorie einen Helm zulegen. Soweit nur ein kurzer Hinweis über die verabschiedeten Verkehrsänderungen, die ab 1. Januar in Kraft treten werden, für alle Interessierten und Autofahrer, die eine Reise nach Tschechien planen. Für mehr Information möchten wir Sie auf den Tagesechobeitrag von unserem Verkehrsspezialisten Lothar Martin am 20/7/2000 hinweisen.

Es geht nun weiter mit einer Hörerfrage von Herrn Ulrich Stühmke aus Essen. Wir zitieren:

"Gibt es einen speziellen Hörerkreis für Ihr Programm der sich möglicherweise auch mal trifft. Für Hörer von Radio Korea International existiert so etwas. Es finden von Zeit zu Zeit Hörertreffen statt, bei denen Erfahrungen und Meinungen ausgetauscht werden. Außerdem haben bereits einige Hörerreisen nach Korea stattgefunden. An einer Reise sowie einem Treffen habe ich teilgenommen. Es war eine gute Sache."

Leider müssen wir Herrn Stühmke sowie alle weiteren Hörer, die an einem Hörerkreis von Radio Prag interessiert wären, enttäuschen, da es derzeit keinen solchen Kreis gibt. In der Vergangenheit hat es schon mal einen gegeben und es ist nicht auszuschließen, dass es einen in der Zukunft wieder geben wird. Herr Stühmke fragte uns weiter, ob man in der Tschechischen Republik einige der in Deutschland erscheinenden großen Tageszeitungen kaufen kann. Hierzu können wir einer positive Antwort bieten, also wenn Sie in Tschechien auf Urlaub sind, müssen sie auf Informationen aus Deutschland nicht verzichten. Im Prager Stadtzentrum sind problemlos die Frankfurter Rundschau, die Süddeutsche Zeitung, Die Frankfurter Allgemeine und die Bild erhältlich, sowie auch die Zeitschriften Der Spiegel und Die Zeit. In den kleineren Städten wird es schon schwieriger, da muss man sie oft bestellen oder reservieren, da die Nachfrage verständlicherweise nicht so groß ist. Hinzuzufügen bleibt noch, dass in Prag eine deutschsprachige Zeitung Die Prager Zeitung wöchentlich erscheint und ausführlich über das Geschehen in Tschechien informiert.