Im Zeichen des Tanzes: Dirigentendebüt von Ondřej Soukup beim Festival „Prager Frühling“
Das internationale Musikfestival „Prager Frühling“ beginnt zwar erst am 12. Mai, vor kurzem stellten die Veranstalter jedoch den jungen Dirigenten vor, der dieses Jahr bei den Festspielen debütieren wird. Es ist Ondřej Soukup. Er hat am Royal College of Music in London und an der Königlichen Musikakademie in Kopenhagen studiert. Sein Name wird allmählich vor allem in Großbritannien und Skandinavien bekannt. Martina Schneibergová hat mit dem Dirigenten kurz gesprochen.
Herr Soukup, was bedeutet für Sie das bevorstehende Debüt beim Prager Frühling?
„Für mich bedeutet das eine große Chance und ein großes Privileg, bei diesem großen Festival zu dirigieren und mit Prague Philharmonia und Simona Šaturová zusammenzuarbeiten.“
Wie wurde das Programm für Ihr Debütkonzert zusammengestellt?
„Das Programm entstand in der Zusammenarbeit mit Josef Třeštík (Festivaldramaturg, Anm. d. Red.). Wir hatten beide bestimmte Vorstellungen über das Programm. Die beiden Tanzstücke, das einleitende von Aaron Copland und das abschließende Werk von Alberto Ginastera, waren meine Idee.“
Was alles steht auf dem Programm?
„Nach den vier Tanzepisoden aus Coplands Ballett ,Rodeo‘ folgt die Komposition ,Knoxville: Sommer 1915‘ von Samuel Barber. Nach der Pause spielen wir die Suite in A-Dur von Antonín Dvořák. Zum Schluss erklingen vier Tänze aus dem Ballett ,Estancia‘ von Alberto Ginastera.“
Sie haben vor kurzem mit dem Dirigenten Robert Jindra am Einstudieren von Wagners „Rheingold“ im Prager Nationaltheater zusammengearbeitet. Wie kam diese Zusammenarbeit zustande?
„Ich habe schon Erfahrungen mit dieser Oper, und zwar von 2019 in Berlin. Ich denke, davon haben die Leute vom Prager Nationaltheater gewusst. Die szenischen Proben sowie die Einstudierung der Partien mit den Sängern im Nationaltheater fand ich sehr gut. Ich war sehr glücklich, mich daran beteiligen zu können.“
Das Debütkonzert von Dirigent Ondřej Soukup beim Prager Frühling findet am 18. Mai um 20 Uhr im Rudolfinum statt. Es gibt noch Restkarten. Das Festival Prager Frühling läuft vom 12. Mai bis 2. Juni.







