Ist man in Prag auf den Ansturm von Globalisierungsgegnern gewappnet?

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Falls man Kleinunternehmer ist, soll man seine Geschäftsauslage schön verbarrikadieren, Pilgerfahrten um in Prag Kunst und Kultur zu geniessen sollen laut dem Innenministerium reduziert werden und am besten ist es sowieso, wenn man mit seinen Hamsterkäufen zu Hause bleibt oder aber mit Kind und Kegel ins Ausland fährt um den Spitzenmanagern des Währungsfond und den Globalisierungsgegnern das Feld zu überlassen. Wenn Ende September in Prag die Jahrestagung der Weltbank und des Internationalen Währungsfonds stattfindet, kann es für den normalsterblichen Bürger in der Tschechischen Metropole aufregend werden. Falls man Kleinunternehmer ist, soll man seine Geschäftsauslage schön verbarrikadieren, Pilgerfahrten um in Prag Kunst und Kultur zu geniessen sollen laut dem Innenministerium reduziert werden und am besten ist es sowieso, wenn man mit seinen Hamsterkäufen zu Hause bleibt oder aber mit Kind und Kegel ins Ausland fährt um den Spitzenmanagern des Währungsfond und den Globalisierungsgegnern das Feld zu überlassen.

Zumal schon heute feststeht dass es im Stadtzentrum allerorts zu Demonstrationen kommt. Hierfür reserviert ist sowohl bereits der Wenzelsplatz, als auch der Jan Palach Platz und ganze Strassenzüge im Stadtzentrum. Um die Sicherheit bemüht sein werden rund 11 000 Polizisten und die Regierung wird am Mittwoch darüber entscheiden, ob auch die Armee eingesetzt wird um in der Metropole für Ruhe und Ordnung zu sorgen, angesichts der 20 000 erwarteten Aktivisten. International radikale Gruppierungen haben aber nach dem Ende des Gipfeltreffens der G8 Staaten in Okinawa zu verstehen geben, dass im Herbst bis zu 50 000 Globalisierungsgegner nach Prag strömen könnten. So sagte die Leiterin der Organisation Jubilee 2000, Ann Pettifor dass die Protestmanifestationen in Prag noch grösser sein werden als in Seattle, da die Frustration über die Nichtdurchsetzung ihrer Forderungen bei den nichtsstaatlichen Organisationen gross sei. Die Sprecherin des Innenministeriums Gabriela Bartikova scheinen solche Drohungen nicht aus der Ruhe zu bringen. "Bislang warf man dem Innenministerium immer vor, dass wir Panik verbreiten würden, nun zeigt sich dass wir in punkto Vorbereitung den richtigen Weg eingeschlagen haben." Wie gut die tschechische Polizei jedoch auf allfällige Turbulenzen vorbereitet ist, steht laut der Wochezeitschrift Tyden in den Sternen, haben doch die Ordnungswächter keine feuerfesten Schutzwesten und sind so Molotowcocktails ausgesetzt.