Konkurrenzfähigkeit Tschechiens steigt

Auf der weltweiten Länder-Rangliste zur Konkurrenzfähigkeit belegt Tschechien aktuell den 26. Platz. Das ist das bisher beste Ergebnis.

Institute for Management Development in Lausanne | Foto: БШ,  Wikimedia Commons,  CC BY-SA 4.0

Das alljährliche Ranking der effizientesten Volkswirtschaften wird vom Institute for Management Development (IMD) mit Sitz im schweizerischen Lausanne veröffentlicht. In diesem Jahr führt Dänemark, das den Vorjahressieger Schweiz damit auf den zweiten Platz verwiesen hat. Dritter ist Singapur, Deutschland etwa liegt auf Platz 15.

Für Tschechien ging es seit dem vergangenen Jahr um acht Plätze nach oben. Damit bleibt es das wirtschaftlich stärkste Land innerhalb der Visegrád-Gruppe (V4). Die drei anderen Partner belegen die Ränge 39 (Ungarn), 49 (Slowenien) und 50 (Polen). Für Tschechien arbeitet zum Beispiel das Verbraucherforum an der Erstellung der Bestenliste mit. Vorstandsvorsitzender Kryštof Krulíš merkt an: „Einen hervorragenden zwölften Platz erreicht Tschechien bei dem neu eingeführten Einzelkriterium, das die Sicherheit von Internetservern beurteilt.“ Das Gesamtergebnis sei zudem der besseren Effektivität im privaten und öffentlichen Sektor zu verdanken, so der Ökonom.

Kryštof Kruliš | Foto: ČT24

Tschechiens Listenplatzierung spiegle vor allem die ökonomischen Erfolge der vergangenen Regierung wider, fährt Krulíš fort. Das Kabinett von Andrej Babiš (Partei Ano) war im Dezember 2021 aus dem Amt geschieden. Die subjektiven Bewertungen, die tschechische Topmanager in der Befragung abgegeben haben, stammten aber schon aus diesem Jahr, so Krulíš weiter. Sie bezögen sich auf die Erwartungen an die aktuelle Regierung von Petr Fiala (Bürgerdemokraten).

Den Umfrageergebnissen von IMD zufolge halten die hiesigen Manager die qualifizierten Arbeitskräfte für den größten ökonomischen Vorteil Tschechiens. Danach folgen relativ niedrige Kosten, eine verlässliche Infrastruktur und ein hohes Bildungsniveau.

Für das diesjährige Ranking wurden 63 Volkswirtschaften aus der ganzen Welt bewertet. Nicht einbezogen wurden unter anderem Russland und Weißrussland, da die nötigen Daten nicht verfügbar waren.