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Chef der Antikorruptionspolizei Martinec tritt zurück

Der Chef der Antikorruptionspolizei, Tomáš Martinec, tritt zum 15. Mai zurück. Für den Rücktritt entschied sich Martinec wegen eines Streits mit der Prager Oberstaatsanwältin Lenka Bradáčová. Laut Bradáčová soll die Antikorruptionspolizei einen Fall gegen sie konstruiert haben.

Seinen Rücktritt gab Martinec am Montag bei einer Pressekonferenz bekannt, an der auch Polizeipräsident Martin Červíček teilnahm. Martinec wies die Spekulationen zurück, dass die Antikorruptionspolizei einen Fall konstruieren würde. Er hoffe, die Beziehungen zwischen der Antikorruptionspolizei und der Staatsanwaltschaft würden nun geklärt, sagte Martinec. Eine weitere Zusammenarbeit mit Bradáčová könne er sich indes nicht vorstellen. Polizeipräsident Červíček merkte an, Martinec habe mit seinem Rücktritt die Interessen der Polizei über seine persönlichen Interessen gestellt.

Premier Nečas reist im Mai nach Russland – Treffen mit Medwedew

Petr Nečas reist Ende Mai nach Russland, dort trifft der tschechische Premier unter anderem mit seinem russischen Amtskollegen Dmitri Medwedew zusammen. Nečas werde bei seiner Reise von einer großen Gruppe tschechischer Wirtschaftsvertreter begleitet, teilte ein Regierungssprecher mit. Eines der Themen im Gespräch zwischen Petr Nečas und Dmitri Medwedew dürfte der Ausbau des südböhmischen Atommeilers Temelín sein. Einer der Bewerber ist ein russisch-tschechisches Firmenkonsortium unter der Leitung der staatlichen Atomgesellschaft Rosatom. Zudem will Nečas außer der Hauptstadt Moskau auch einige russische Regionen besuchen.

Petr Nečas und Dmitri Medwedew, damals noch russischer Präsident, waren bereits im Dezember 2011 in Prag zusammengetroffen und hatten über den Temelín-Auftrag gesprochen. Damals unterzeichneten Prag und Moskau bilaterale Verträge über Wirtschaftsaufträge im Umfang von 2,15 Milliarden Euro.

Staatspräsident Zeman trifft Chef des Verfassungsgerichts Rychetský

Staatspräsident Miloš Zeman empfing am Montag den Vorsitzenden des Verfassungsgerichts Pavel Rychetský, um über die Situation des Verfassungsgerichts zu sprechen. Es sei über den Zeitplan für den Fall gesprochen worden, dass die von Zeman vorgeschlagenen Kandidaten für Verfassungsrichter am Donnerstag vom Senat des Parlaments gebilligt werden, teilte Rychetský nach dem Treffen mit. Zurzeit sind drei Posten der Verfassungsrichter unbesetzt, in diesem Jahr geht die Amtsperiode von sieben weiteren Verfassungsrichtern zu Ende. Zeman schlug in der ersten Gruppe von Kandidaten, die Richterin des Obersten Verwaltungsgerichts, Milada Tomková, und die Professoren rechtswissenschaftlicher Fakultäten, Jaroslav Fenyk, Vladimír Sládeček und Jan Filip, vor. Die Namen konsultierte Zeman mit Rychetský. Der Präsident kündigte an, er werde weitere Kandidaten für die Posten der Verfassungsrichter wahrscheinlich im Juni vorschlagen.

Lufthansa-Streik: 27 Flüge zwischen Prag und deutschen Zielorten gestrichen

Wegen des Streiks bei der Lufthansa fielen am Montag auch 26 Flüge zwischen Prag und deutschen Destinationen aus. Es handle sich um 13 Verbindungen nach und 13 aus München, Frankfurt und Düsseldorf, sagte die Sprecherin des Václav-Havel-Flughafens, Eva Krejčí, am Montag. Auch der Flug Prag – Frankfurt mit Start um 6 Uhr in der Früh werde ausfallen, so die Sprecherin.

Rechnungshof entdeckt bei Ministerium Fehlbetrag von 1,2 Milliarden Kronen

Der tschechische Rechnungshof hat im Jahresabschluss 2011 des Landwirtschaftsministeriums Unstimmigkeiten festgestellt. Der Fehlbetrag liege bei 1,2 Milliarden Kronen (48 Millionen Euro), teilte eine Sprecherin der Kontrollbehörde am Montag mit. Das Ministerium selbst hatte am Montagmorgen zu dem Fall noch nicht Stellung genommen, wie die Presseagentur ČTK berichtete.

Gegen Antisemitismus: „Marsch des guten Willens“ in Prag

Über 600 Menschen nahmen am so genannten „Marsch des guten Willens“ statt, bei dem am Sonntag in Prag vor dem Antisemitismus gewarnt wurde. Die Teilnehmer zogen vom Franz-Kafka-Platz über die Josefstadt und die Mánes-Brücke nach Klárov. Dort fanden mehrere Veranstaltungen statt, darunter auch eine Lesung aus dem Tagebuch der Holocaust-Überlebenden Helga Hošková-Weissová. Zu den Rednern gehörten der Vizevorsitzende des tschechischen Senats, Přemysl Sobotka, der Prager Oberbürgermeister Bohuslav Svoboda und der Leiter der Konrad-Adenauer-Stiftung in Prag, Werner Böhler. Der israelische Botschafter in Prag, Jaakov Levy, übermittelte eine Grußbotschaft.

In Prag werden die schönsten Bücher des Jahres ausgezeichnet

Im Literaturmuseum auf dem Prager Strahov wurden am Montag die Ergebnisse des 48. Wettbewerbs um die schönsten tschechischen Bücher des Jahres bekannt gegeben. Die meisten Preise für das Jahr 2012 gewannen die Verlage Baobab und Arbor vitae. Für die Preise in sechs Kategorien wurden insgesamt 270 Bücher eingeschickt, die in 125 Verlagen erschienen sind. Jene Bildbände und Bücher, die in die engere Auswahl des Wettbewerbs kamen, werden bis zum 12. Mai im Literaturmuseum ausgestellt.

Lehrer der Deutschen Schule Prag startet Lauf nach Afrika für sicheres Trinkwasser

Die Deutsche Schule Prag will Geld für die Sicherung des Trinkwassers in einer Waisenschule in Uganda sammeln. Der Ultramarathonläufer und Lehrer David Chrištof brach dazu am Montagvormittag von der Deutschen Schule Prag zu einem karitativen Lauf nach Marokko auf. Dabei sollen 10.000 US-Dollar zum Bau einer Wasserleitung für die ugandische Waisenschule St. Bonaventura zusammenkommen. Chrištof wird auf der Strecke an 30 weiteren Schulen Station machen und die Schülerinnen und Schüler über den weltweiten Mangel an einwandfreiem Trinkwasser aufklären. Die 3000 Kilometer bis Marokko wird der 33-jährige Englischlehrer teils laufen, teils auf dem Fahrradsattel zurücklegen.

Mit dem diesjährigen Lauf „Prague to Africa – for safe drinking water“ setzt die Deutsche Schule Prag einen Lauf nach London aus dem vergangenen Jahr fort. Während des Laufs von 2012 hatte David Chrištof insgesamt 12.000 US-Dollar gesammelt, für den Aufbau einer Brunnenbohrung in der ugandischen Waisenschule.

Eishockey: Pilsen erstmals in Vereinsgeschichte Meister

Die Eishockeyspieler aus Plzeň / Pilsen sind erstmals in der Vereinsgeschichte Meister ihres Landes. Im entscheidenden siebten Spiel in der Playoff-Finalserie gewann der HC Škoda Plzeň bei PSG Zlín mit 4:3. Nach der regulären Spielzeit hatte es 3:3 unentschieden gestanden, erst in der zweiten Verlängerung gelang dem Pilsner Mannschaftskapitän Martin Straka in der 97. Minute der entscheidende Treffer.

Am Freitag hatte Plzeň / Pilsen die Chance verpasst, vorzeitig zum ersten Mal den Meistertitel zu holen. Mit 2:5 hatten die Westböhmen vor eigenem Publikum gegen den Gegner aus Ostmähren verloren.

Tennis: Tschechien unterliegt im Fed-Cup-Halbfinale Italien mit 1:3

Die tschechischen Tennisspielerinnen werden nicht zum dritten Mal in Folge den Fed Cup gewinnen. Am Montag unterlagen sie im Fed-Cup-Halbfinale in Palermo dem Team Italiens mit 1:3. Lucie Šafářová verlor am Montag ihr Spiel gegen Roberta Vinci mit 3:6, 7:6 und 3:6. Den einzigen Sieg der Tschechinnen verzeichnete Petra Kvitová, die am Sonntag Sara Errani mit 2:6, 6:2 und 6:0 besiegte. Kvitová hatte einen äußerst schlechten Start in ihr Match gegen Errani und verlor den ersten Satz deutlich mit 2:6. Erst danach fand sie zu ihrem Spiel und drehte das Match mit 6:2 und 6:0 in den folgenden Sätzen zu ihren Gunsten.

Am Samstag hatte Lucie Šafářová zum Auftakt mit 4:6 und 2:6 gegen Errani verloren. Im zweiten Einzel musste sich dann auch die favorisierte Petra Kvitová mit 4:6 und 1:6 gegen Roberta Vinci geschlagen geben. Das Doppel wurde nicht mehr gespielt.

Eishockey: Olympia-Sieger Dopita beendet sportliche Karriere

Der tschechische Eishockeyspieler Jiří Dopita beendet mit 44 Jahren seine sportliche Karriere. Der Olympia-Sieger von Nagano und dreifache Weltmeister wird künftig als Co-Trainer beim HC Olomouc / Olmütz arbeiten. Der HC Olomouc, dessen Besitzer Dopita ist, spielt in der ersten tschechischen Eishockey-Liga. Dem Klub gelang es in den vergangenen Tagen nicht, den Aufstieg in die Extraliga zu erkämpfen.

Dopita absolvierte insgesamt fast 900 Spiele in der tschechischen Extraliga. Er spielte auch in der NHL, wo er bei den Philadelphia Flyers und den Edmonton Oilers unter Vertrag war. In den Jahren 1993 bis 1995 spielte der Stürmer für die Eisbären Berlin.

Das Wetter am Dienstag, 23.4.: überwiegend heiter, bis 22 Grad

Am Dienstag ist es in Tschechien überwiegend heiter. Im Laufe des Tages ist in Mähren mit Schauern und Gewittern zu rechnen. Die Tageshöchsttemperaturen liegen zwischen 18 und 22 Grad Celsius, in Lagen um 1000 Meter erreichen die Höchstwerte 14 Grad Celsius.