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Welt online: Deutschland rettet auch Atomstrom aus Tschechien vor Blackout
Seit die Bundesregierung sieben Atomkraftwerke vorübergehend stillgelegt hat, ist Deutschland auf Stromimporte aus Frankreich und Tschechien angewiesen. Das meldet der Server „Welt online“ unter Berufung auf den Bundesverband der Energie- und Wasserwirtschaft (BDEW). Die Stromflüsse aus Frankreich und Tschechien hätten sich verdoppelt, sagte die Vorsitzende der BDEW-Hauptgeschäftsführung Müller. In einem Interview mit „Welt Online“ hatte der RWE-Manager Vahrenholt (SPD) vor einem Blackout in Süddeutschland gewarnt, der derzeit nur noch „durch die erheblichen Stromimporte aus Frankreich und Tschechien verhindert“ werde. Die Leitungen von dort seien „bis zum Anschlag ausgelastet“. Aus Tschechien würden 2000 Megawatt täglich importiert, so Vahrenholt.
Premier Nečas fordert in der Schweigegeld-Affäre eine Erklärung von der VV-Partei
Premier Nečas fordert in der Affäre um den Abgeordneten Jaroslav Škárka eine Erklärung von der Partei der Öffentlichen Angelegenheiten. Das kündigte der Premier am Montag gegenüber der Presse an. Sollten sich die Behauptungen des Abgeordneten als wahr herausstellen, sei die Situation sehr ernst. Falls Škárka nur ein Spiel spiele, halte er das für einen äußerst dummen Umgang mit den Medien, so Nečas. Andere Koalitionspolitiker äußersten sich ähnlich. Die sozialdemokratische Opposition sprach von einem ernsten Korruptionsverdacht und forderte eine Erklärung von der Partei der Öffentlichen Angelegenheiten.
Der Abgeordnete und geschäftsführende Vizechef der Partei der öffentlichen Angelegenheiten, Jaroslav Škárka, behauptet in einem aktuellen Interview für die Wochenzeitung „Respekt“, er kassiere seit September Schmiergeld für sein Schweigen über die Finanzierung der Partei. Das Geld sei ihm regelmäßig in einem Umschlag von zwei Abgeordneten, die Partei-Vizechef Bárta nahestehen, übergeben worden, schreibt „Respekt“. Škárka hat inzwischen diese Aussagen dementiert. Er habe die Respekt-Redakteurin in die Irre führen wollen, als er gemerkt habe, dass sie das Gespräch heimlich mitschneidet. Die Führung der Partei der Öffentlichen Angelegenheiten hat sich von Škárkas Aussagen distanziert.
Tschechen auf Platz 1 in der bayerischen Kriminalitätsstatistik für Drogenhandel
Tschechen sind in der bayerischen Kriminalitätsstatistik abermals auf dem ersten Platz, was den Handel von Ausländern mit illegalen Drogen betrifft. Das geht aus der Statistik für das Jahr 2010 hervor, die das bayerische Innenministerium am Montag vorgestellt hat. Danach sind Tschechen bereits das zweite Jahr in Folge diejenigen Ausländer in Bayern, die am häufigsten wegen Drogenschmuggels und Drogenhandels festgehalten wurden. Aufgrund dieser Delikte wurden im letzten Jahr 289 Tschechen in Bayern verhaftet. Was die allgemeinen Vergehen im Zusammenhang mit Drogen betrifft, sind insgesamt 479 Tschechen mit dem Gesetz in Konflikt geraten.
Polizeigewerkschaft: Mehrheit der Polizisten verlangt Abberufung von Innenminister John
Eine Petition zur Abberufung von Innenminister Radek John ist von über 35.000 Menschen unterschrieben wurden. Darunter sind rund 26.000 Polizisten und 4500 Feuerwehrleute. Darüber informierte am Montag der Vorsitzende der unabhängigen Polizeigewerkschaft (NOSP), Milan Štěpánek. Nach seinen Angaben sei die Petition von mehr als der Hälfte aller Polizisten unterschrieben worden. Am Dienstag werde man das Dokument Premier Nečas übergeben, sagte Štěpánek. Innenminister John wies am Montag die Kritik, er habe zu wenig gegen die Gehaltskürzungen getan, erneut zurück. Er habe sein Mandat durch die Wähler erhalten und nicht durch die Gewerkschaften, so John.
Früherer Kandidat der rechtsextremen Nationalpartei ist Berater des Bildungsministers
Bildungsminister Dobeš hat den früheren Kandidaten der rechtsextremen Nationalpartei und heutigen Vorsitzenden der konservativen Initiative D.O.S.T., Ladislav Bátora, am Montag zu seinem Berater ernannt. Bátora wird im Ministerium für Wirtschaftsfragen zuständig sein. Die Personalentscheidung des Bildungsministers steht seit Wochen in der Kritik. Empfohlen wurde Bátora von einem Berater von Präsident Klaus. Klaus hatte die Ernennung im Vorfeld scharf verteidigt und die Proteste als „Diktatur der politischen Korrektheit“ gegeißelt. Es gebe mehr und mehr Signale, dass die heutige Gesellschaft nicht demokratisch sei, so Präsident Klaus.
Ladislav Bátora hatte 2006 als Parteiloser für die damalige rechtsextreme Nationalpartei kandidiert, die in ihrem Programm vor allem gegen Ausländer und Roma vorgegangen ist.
Kripo: Teschener Drogenküche lieferte in die ganze Welt
In der illegalen Drogenküche, die die Polizei vergangene Woche in Český Těšín / Teschen im Osten des Landes ausgehoben hat, wurden Drogen für den Weltmarkt hergestellt. Darüber informierte am Montag die Kriminalpolizei. Sie hat im betreffenden Objekt einen Lkw sichergestellt, der mit chemischen Stoffen beladen war. Derzeit wird auf das Untersuchungsergebnis gewartet. Betreiber der Drogen-Produktion waren zwei Polen. Die Lieferungen sollen unter anderem nach Südamerika, Fernost, in die USA und nach ganz Europa gegangen sein.
Heider Heydrich wird sich nicht an der Restaurierung des Schlosses Panenské Břežany beteiligen
Heider Heydrich, der Sohn des früheren stellvertretenden Reichprotektors von Böhmen und Mähren, hat erneut dementiert, sich an der Restaurierung des Schlosses Panenské Břežany / Jungfernbreschan beteiligen zu wollen. Der 76-jährige Heydrich hat dies in einem Brief an Bürgermeister Holík bekräftigt. Nach Holíks Angaben sei Heider Heydrich enttäuscht gewesen über die Meldungen der tschechischen Medien. Schon Radio Prag gegenüber hatte Heydrich Ende März Überlegungen zu seiner Beteiligung an der Schlosssanierung als gegenstandslos bezeichnet.
Der stellvertretende Reichprotektor und Hitler-Beauftrage für die so genannte „Endlösung der Judenfrage“, Reinhard Heydrich, hatte in Panenské Břežany seinen Sitz. 1942 starb er an den Folgen eines Attentats. In Tschechien gehört Reinhard Heydrich noch heute zu den meistgehassten geschichtlichen Persönlichkeiten. Als Racheakt für dessen Tod ließ Hitler unter anderem die Dörfer Lidice und Ležáky dem Erdboden gleichmachen und ihre Bewohner ermorden oder ins KZ transportieren.
ÚZEI: Wirtschaftskrise konnte der Bio-Branche nicht viel anhaben
Der tschechische Handel mit Bio-Lebensmitteln hat die Wirtschaftskrise im Ganzen gut überstanden. Das teilte das Institut für Landwirtschaft und landwirtschaftliche Information (ÚZEI) mit. Danach habe der Bio-Handel nach Jahren des kontinuierlichen Wachstums im zweistelligen Bereich im Jahr 2009 lediglich stagniert, wogegen der Handel mit herkömmlichen Produkten gesunken sei. Die tschechischen Verbraucher hätten umgerechnet 72,8 Millionen Euro für Bioprodukte ausgegeben. Die Zahlen für das Jahr 2010 liegen noch nicht vor, das Institut erwartet jedoch ein Wachstum der Bio-Branche zwischen 5 und 10 Prozent.
Tschechische Philharmoniker veranstalteten Benefizkonzert für Japan
Die Tschechische Philharmonie und die Prager Kammerphilharmonie haben am Sonntag ein gemeinsames Benefizkonzert für Japan gegeben. Das restlos ausverkaufte Konzert wurde live vom Tschechischen Fernsehen übertragen. Durch Einblendung des Spendenkontos der humanitären Hilfsorganisation Adra wurden während des Konzerts Spenden für die Opfer der Naturkatastrophen in Japan entgegengenommen. Umgerechnet 57.000 Euro wurden gesammelt, darüber hinaus übergab die Tschechische Philharmonie die kompletten Konzerteinnahmen von über 16.000 Euro. Die Tschechische Philharmonie gastierte beim Ausbruch des Erdbebens und des Tsunamis gerade in Japan. Beim Konzert spielte die Philharmonie unter anderem die Symphonie „Aus der neuen Welt“ von Antonín Dvořák.
Ex-Präsident Havel erholt sich auf dem Lande von Atemwegserkrankung
Der Schriftsteller und frühere Präsident Václav Havel bleibt auch nach seiner Entlassung aus dem Krankenhaus am 20. März weiterhin wegen seiner Atemwegserkrankung in Behandlung. Das meldet die Presseagentur ČTK. Bereits seit vergangener Woche hält er sich zur Erholung auf dem Land auf, wo er bis Ende April bleiben wird. Zuvor hatte Havel an der Premiere seines ersten Kinofilms „Odcházení“ teilgenommen.
Das Wetter am Dienstag, 05. April:
Am Dienstag ist es in Tschechien überwiegend bedeckt bis heiter. Im Osten des Landes vereinzelt Schauer. Die Tageshöchsttemperaturen liegen bei 12 bis 16 Grad Celsius.







