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15.05.2026
Das tschechische Finanzministerium bietet seit Donnerstag neue Staatsanleihen zum Verkauf an. Es gibt Schuldbriefe in drei Varianten, nämlich fünfjährige Festzinsanleihen und fünfjährige inflationsgeschützte Anleihen sowie Wertpapiere mit einer Laufzeit von drei Monaten. Die neue Finanzierungsmaßnahme für den Staatsetat wurde von Ressortleiterin Alena Schillerová (Partei Ano) vorgestellt.
Die Zeichnungsfrist für die erste Ausschüttung läuft demnach bis 28. Juni, wobei die Zahlung bis 7. Juli erfolgt sein muss. In dieser ersten Phase erwarte sie Investitionen der Käufer von rund 20 Milliarden Kronen (820 Millionen Euro), so Schillerová.
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15.05.2026
Die diesjährigen staatlichen Abiturprüfungen in Tschechien haben 9,5 Prozent der Schüler nicht bestanden. Insgesamt waren es rund 80.600 Schulabgänger, die in diesem Frühjahr erstmals an den Prüfungen teilgenommen hatten. Die Ergebnisse übermittelt die staatliche Prüfungsagentur Cermat am Freitag allen Schulen im Land. Die Direktoren geben die Auswertungen dann bis spätestens kommenden Montag an die Schüler weiter.
Im vergangenen Jahr hatte die Durchfallquote bei den Abiturienten im ersten Versuch bei 12,3 Prozent gelegen. Pflicht sind hierzulande die Tests in Tschechisch, beim zweiten Prüfungsfach können die Schüler zwischen Mathematik und einer Fremdsprache wählen. Dabei haben sich diesmal 80 Prozent der Jugendlichen für Englisch entschieden und 18 Prozent für Mathematik.
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15.05.2026
Tschechien hat sich am Freitag gemeinsam mit 35 anderen Mitgliedsstaaten des Europarates dazu verpflichtet, sich einem möglichen Sondertribunal anzuschließen, das die Kriegsverbrechen Russlands während der laufenden Invasion in der Ukraine aufarbeiten soll. Über den gemeinsamen Beschluss informierte das Gremium in einer offiziellen Erklärung. Tschechien hatte sich in diesem Format bereits im Mai 2023 für die Einrichtung eines solchen Tribunals ausgesprochen.
Die Außenminister aller 46 Länder des Europarats halten am Freitag im moldauischen Kischinau ihre Jahrestagung ab. Tschechien ist durch seinen Diplomatiechef Petr Macinka (Motoristé sobě) vertreten.
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15.05.2026
Der tschechische Sänger Daniel Žižka steht im Finale des 70. Eurovision Song Contest (ESC). Mit seinem Song „Crossroads“ bestand er das zweite Semifinale am Donnerstagabend. Weiter kamen dabei noch neun andere Bewerber, darunter zum Beispiel die Sängerin Leléka aus der Ukraine.
Der ESC findet in diesem Jahr in Wien statt. Im Finale am Samstagabend treten die musikalischen Vertreter von insgesamt 25 Ländern an. Žižka äußerte in einem Interview für das öffentlich-rechtliche Tschechische Fernsehen, er habe mit Produzent Viliam Béreš etwa zwei Jahre lang an dem Wettbewerbssong gearbeitet.
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15.05.2026
Die tschechische Polizei hat am Donnerstagnachmittag im Mittelböhmischen Kreis einen 35-jährigen Mann festgenommen, der des Reliquiendiebstahls vom Dienstag verdächtigt wird. Zudem habe man Informationen, wo sich der gestohlene Schädel der heiligen Zdislava mit hoher Wahrscheinlichkeit befinde, informierte die Behörde auf X. Für weitere Mitteilungen hat die Polizei eine Pressekonferenz für Freitagmittag anberaumt.
Die Reliquie war am Dienstag während der Messeöffnungszeiten von einer schwarz gekleideten Person aus der Basilika in Jablonné v Podještědí entwendet worden. Der Schädel gilt als unschätzbar wertvoll.
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14.05.2026
Der Sprecher der sudetendeutschen Volksgruppe, Bernd Posselt (CSU), hat die Abstimmung im tschechischen Abgeordnetenhaus über den Sudetendeutschen Tag in Brünn als „Farce und Karikatur eines parlamentarischen Prozesses“ bezeichnet. Er wies darauf hin, dass die proeuropäischen und prodemokratischen Parteien, die derzeit in Opposition sind, die Sitzung boykottiert haben.
Posselt erklärte, interessant sei, dass auch von den Abgeordneten der rechtsaußen angesiedelten Regierungsparteien etwa ein Drittel nicht erschienen sei oder nicht mitgestimmt habe, darunter Ministerpräsident Babiš (Partei Ano). Der Sudetendeutsche Tag werde wie geplant an Pfingsten in Brünn stattfinden, so Posselt.
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14.05.2026
Der Beschluss des Abgeordnetenhauses, der sich gegen den Sudetendeutschen Tag in Brünn richtet, ist nach Meinung der Veranstalter des Festivals Meeting Brno ein Ausdruck der Schwäche und Angst vor der eigenen Vergangenheit und kein Ausdruck des nationalen Selbstbewusstseins. Das Festival Meeting Brno hatte die Sudetendeutsche Landsmannschaft nach Brno / Brünn eingeladen. Die Veranstaltung werde nächste Woche, wie geplant, stattfinden, teilte die Exekutivdirektorin des Festivals, Veronika Smyslová, am Donnerstag der ČTK mit.
Laut der Oberbürgermeisterin von Brno Markéta Vaňková (Bürgerdemokraten) war die Debatte im Abgeordnetenhaus eine Verschwendung von Zeit und Mitteln, die zur Weiterentwicklung der Beziehungen zu den deutschen Nachbarn hätten genutzt werden können. Der Vorsitzende der Piratenpartei in Brünn, Adam Zemek, bezeichnete den Beschluss der Regierungsabgeordneten als eine Schande. Im Gespräch für die Presseagentur ČTK erklärte Zemek, seine Partei unterstütze den Weg der Versöhnung und sei davon überzeugt, dass 81 Jahre nach dem Zweiten Weltkrieg historische Ereignisse nicht zum politischen Kampf missbraucht werden dürfen.
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14.05.2026
Auf Initiative der Rechtsaußenpartei Freiheit und direkte Demokratie (SPD) hat sich das Prager Abgeordnetenhaus am Donnerstaggegen die Abhaltung des Sudetendeutschen Tags in Tschechien ausgesprochen. Die Koalition der Regierungsparteien Ano, Freiheit und direkte Demokratie und Motoristé sobě forderte die Veranstalter in Brno / Brünn auf, den Tag abzusagen. Der Entwurf wurde von 73 der 77 anwesenden Abgeordneten der Regierungskoalition unterstützt. Niemand war dagegen. Vier Parlamentarier der Koalition – David Kasal, David Pražák und Roman Kubíček (alle Partei Ano) sowie Umweltminister Igor Červený (Motoristé sobě) – enthielten sich der Stimme.
Die Abgeordneten der oppositionellen Bürgerdemokraten, der Bürgermeisterpartei Stan, der Piraten, der Christdemokraten und der Partei Top 09 nahmen aus Protest an der Sitzung des Abgeordnetenhauses nicht teil. Die Oppositionsparteien sind davon überzeugt, dass die Debatte über den Sudetendeutschen Tag im Abgeordnetenhaus gar nicht stattfinden sollte.
Der Sudetendeutsche Tag wird vom 22. bis 25. Mai in Brünn veranstaltet.
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14.05.2026
Der Rat Iustitia et Pax, der bei der Tschechischen Bischofskonferenz tätig ist, hat am Donnerstag eine Erklärung veröffentlicht. Darin wird darauf hingewiesen, dass eine gute Nachbarschaft keine Selbstverständlichkeit sei. Diese entstehe aus der Bereitwilligkeit zuzuhören, sich zu begegnen und nach Verständigung auch dort zu suchen, wo die Vergangenheit schmerzvolle Spuren hinterlassen habe, hieß es. Die tschechisch-deutschen Beziehungen dürfen laut der Erklärung nicht auf altem Unrecht beruhen, sondern auf Versöhnung, gegenseitigem Respekt und einer gemeinsamen Verantwortung für die Zukunft Europas.
Iustitia et Pax betont, dass zu denjenigen, die die Bedeutung guter Nachbarschaftsbeziehungen verstehen, die Veranstalter des Festivals Meeting Brno gehören. In der Vergangenheit luden sie, wie in der Erklärung erinnert wird, Vertreter der bedeutenden jüdischen Familien Löw-Beer, Tugendhat und Stiassni ein, die vor den Nationalsozialisten aus Brno / Brünn flüchteten und nie mehr zurückkehren durften. Der Verein habe, hieß es, ein Treffen der „Winton-Kinder“ und Programme für die Unterstützung für belarussische Exilanten organisiert. Nach zehn Jahren Zusammenarbeit luden die Festivalveranstalter die sudetendeutschen Landsleute ein, damit sie ihr Pfingsttreffen in Tschechien organiseren. Iustitita et Pax fordert dazu auf, eine Chance auch den Begegnungen zu geben, die mit dem bevorstehenden Sudetendeutschen Tag in Brünn verbunden sind.
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14.05.2026
Die Basilika in Jablonné v Podještědí nahe Liberec ist seit Donnerstag wieder für die Öffentlichkeit geöffnet. Die Kirche war wegen Polizeiermittlungen geschlossen, nachdem ein unbekannter Täter am Dienstagabend eine wertvolle Reliquie – den Schädel der heiligen Zdislava – gestohlen hatte. Dekan Pavel Mayer sagte am Donnerstag der Presseagentur ČTK, der leere Reliquienschrein befinde sich weiterhin an seinem Platz, an einem der Seitenaltäre des Hauptschiffes der Basilika. Die Kirche ist täglich von 9 bis 17 Uhr geöffnet.
Zdislava von Lämberg lebte im 13. Jahrhundert. Sie kümmerte sich um Kranke und Bedürftige. Die Adelige wurde 1995 heiliggesprochen.
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