• 01.05.2026

    Die ehemaligen tschechischen Sozialdemokraten um den Ex-Parteivorsitzenden und Ex-Premier Vladimír Špidla haben am Freitag eine neue sozialdemokratische Partei vorgestellt. Am Tag der Arbeit wurde eine öffentliche Unterschriftensammlung gestartet, um die Partei „Neue Sozialdemokratie“ gründen zu können. Die Registrierung ist für Juni vorgesehen. Die künftige Partei will sich für eine sozial gerechte Gesellschaft einsetzen und den Schwerpunkt auf Ökologie und Prosperität legen.

    Nach Aussage von Špidla ist der Grund für die Entstehung der „Neuen Sozialdemokratie“ die soziale Ungerechtigkeit in der Gesellschaft, die seiner Ansicht nach vielen Menschen die Hoffnung auf ein menschenwürdiges Leben raubt.

    Die Partei will Sympathisanten sozialdemokratischer Ideen und ehemalige Mitglieder der ČSSD/SOCDEM vereinen, die die Partei aufgrund ihres Bündnisses mit Stačilo! und der kommunistischen Partei vor den Parlamentswahlen im vergangenen Jahr verlassen haben.

  • 01.05.2026

    Die Lufthansa hat sich beim russischen Regisseur Pawel Talankin entschuldigt, weil dessen Oscar-Statue nach einem Flug von New York nach Frankfurt am Main zwischenzeitlich nicht mehr auffindbar war. Die Fluggesellschaft teilte mit, die Statue sei mittlerweile wieder aufgetaucht und solle schnellstmöglich persönlich übergeben werden.

    Der russische Regisseur und Oscar-Preisträger, Pawel Talankin, vermisste seine Oscar-Statue, nachdem ihm die Sicherheitskräfte am New Yorker Flughafen John F. Kennedy die Mitnahme in ein Flugzeug im Handgepäck verweigerten. Bei der Sicherheitskontrolle wurde er gezwungen, ihn im Gepäckraum einzuchecken, da die Statue als Waffe benutzt werden könne.

    Die tschechisch-dänische Koproduktion „Mr. Nobody Against Putin” hat den Oscar für den besten Dokumentarfilm gewonnen. Der Regisseur der Doku, Pawel Talankin, der ursprünglich in Russland Lehrer war, filmte zwei Jahre lang geheim, wie die russische Staatsmacht die Schüler manipuliert.

  • 01.05.2026

    Bahnreisende können ab sofort ohne Umstieg von Prag über Berlin nach Kopenhagen fahren. Die Züge halten auf ihrer Fahrt unter anderem auch in Dresden und Hamburg. Täglich verkehren zwei Zugpaare zwischen dem Prager Hauptbahnhof und Hamburg, eines davon fährt von Hamburg weiter nach Kopenhagen.

    Aufgrund von Bauarbeiten zwischen Berlin und Hamburg verkehren die Züge auf einer Umleitungsstrecke, wodurch sich die Reisezeit verlängert. Nach Abschluss der Generalsanierung soll ab Mitte Juni ein zweiter Zug pro Tag und Richtung hinzukommen

    Die neue Direktverbindung ist eine Kooperation Tschechischen Bahnen (ČD), der Deutschen Bahn und der Dänischen Staatsbahn DSB. Die neue Verbindung ist das erste von insgesamt zehn von der Europäischen Kommission unterstützten Pilotprojekten zur Förderung grenzüberschreitender Bahnverbindungen.

  • 01.05.2026

    In Tschechien wird an diesem Freitag ein Staatsfeiertag begangen. Vertreter politischer Parteien nutzen die Feierlichkeiten zum Tag der Arbeit, um mit Bürgern ins Gespräch zu kommen, Wahlkampagnen zu starten und neue politische Projekte vorzustellen. In Prag finden auch eine antifaschistische Demonstration und ein anarchistisches Picknick statt.

    An vielen Orten in Tschechien werden ebenfalls Maifeste „Majales“, historische Zug- und Fahrradfahrten sowie Feste mit Film- und Theateraufführungen und Kinderprogrammen veranstaltet. In Plzeň / Pilsen beginnt am 1. Mai außerdem das sechstägige „Freiheitsfest“, mit dem an die Befreiung der Stadt am Ende des Zweiten Weltkriegs erinnert wird.

  • 30.04.2026

    Die tschechische Eishockeynationalmannschaft hat im ersten Spiel des Turniers Czech Games am Donnerstag in České Budějovice / Budweis über das Team Finnlands mit 3:2 gesiegt. Die Tschechen gewannen damit auch das fünfte Spiel bei den Vorbereitungen auf die WM, die im Mai in der Schweiz stattfindet.

    Am Samstag treffen die tschechischen Eishockeyspieler in Budweis auf das Team Schwedens.

  • 30.04.2026

    Der tschechische Dirigent und Musikdirektor des Royal Opera House, Jakub Hrůša, studiert derzeit im Londoner Opernhaus Brittens Oper „Peter Grimes“ ein. Es handelt sich um die Wiederaufnahme einer Produktion von 2022. Die Premiere findet am 5. Mai statt, es folgen sechs Reprisen.

    Hrůša bezeichnete die Gelegenheit, „Peter Grimes“ in London zu dirigieren, als ein besonderes Privileg. Laut dem Musikdirektor handelt es sich um die stärkste englische Oper überhaupt.

  • 30.04.2026

    Die tschechische Ministerin für Regionalentwicklung Zuzana Mrázová (Partei Ano) hat die Aufforderungen der Opposition zum Rücktritt zurückgewiesen. Nach einer Sitzung des Wirtschaftsausschusses des Abgeordnetenhauses sagte sie den Medien, sie habe das Gesetz nicht verletzt und ihr politisches Amt nicht missbraucht.

    Der Nachrichtenserver Seznam Zprávy machte darauf aufmerksam, dass Mrázová seit 2009 eine Wohnung in Bílina nutzte, die der Stadt gehörte. Laut dem Server zahlte Mrázová für die Wohnung auf dem Marktplatz von Bílina, die eine Fläche von 130 Quadratmeter hat, monatlich rund 4500 Kronen (186 Euro). Der Nachrichtenserver wies zudem darauf hin, dass die Ministerin auf dem Grundstück Gebäude besitzt, die dem Bebauungsplan der Stadt widersprechen.

    Die Opposition machte darauf aufmerksam, dass die Änderung des Baugesetzes darauf abzielt, die Legalisierung illegaler Bauten zu erleichtern.

  • 30.04.2026

    Kunstfahnder des Bayerischen Landeskriminalamtes haben mehrere Heiligen- und Engelfiguren an Tschechien zurückgegeben. Die Kunstwerke sind unter anderem aus tschechischen Kirchen gestohlen worden. In Deutschland wurden die Kunstgegenstände zum Online-Verkauf angeboten.

    Laut der bayerischen Polizei wurden sechs Sakralgegenstände an Tschechien zurückgegeben. Am ältesten davon sind zwei Engelfiguren aus dem 15. Jahrhundert. Die Diebe stahlen sie 1993 in der Kirche in Radošovice. Vor zwei Jahren gelang es, sie zu finden. Sie wurden damals von den tschechischen Behörden identifiziert.

  • 30.04.2026

    Am Freitag ist es in Tschechien heiter. Die Tageshöchsttemperaturen liegen zwischen 18 und 22 Grad. In Lagen um 1000 Meter werden 13 Grad erreicht.

  • 30.04.2026

    Sollte die Regierung von Andrej Babiš (Partei Ano) Staatspräsident Petr Pavel daran hindern wird, im Juli zum Nato-Gipfel in die Türkei zu reisen, empfiehlt der Berater des Präsidenten, Tomáš Lebeda, dem Staatsoberhaupt, eine Kompetenzklage einzureichen. Dies teilte Lebeda am Donnerstag dem Nachrichtenportal Novinky.cz mit. Seiner Ansicht nach kann die Regierung mit ihren Entscheidungen den Staatspräsidenten nicht daran hindern, Befugnisse auszuüben, die auf der Verfassung, den Gepflogenheiten und der traditionellen Aufgabenteilung beruhen.

    Pavels Sprecher Vojtěch Šeliga hält die Frage einer Kompetenzklage derzeit für hypothetisch. Über die Teilnahme am Nato-Gipfel wird der Staatspräsident am 8. Mai mit Babiš verhandeln. Petr Pavel will die tschechische Delegation beim Nato-Gipfel leiten. Babiš hatte zuvor gesagt, er halte es für unlogisch, dass der Präsident gemeinsam mit der Regierungsdelegation zum Nato-Gipfel reise.

    In der Vergangenheit hatten sowohl tschechische Premierminister als auch Staatspräsidenten die Nato-Gipfel besucht. Pavel hat bisher an allen Nato-Gipfeltreffen teilgenommen, die seit seinem Amtsantritt stattfanden.

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