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29.04.2026
Der Medienausschuss des tschechischen Abgeordnetenhauses hat das Fortbestehen von Radio Prag International empfohlen. Dies geht aus einem Beschluss hervor, der am Dienstag bei der Ausschussitzung gefasst wurde. In diesem wird das tschechische Außenministerium dazu aufgerufen, für eine stabile und kontinuierliche Finanzierung des Auslandssenders des Tschechischen Rundfunks zu sorgen.
Außenminister Petr Macinka (Motoristé sobě) hat für dieses Jahr das Budget von Radio Prag International um ein Viertel reduziert. Deswegen müssen acht Stellen gestrichen und Teile des Programms reduziert werden. Bei einer der Lesungen des Staatshaushaltes 2026 hatte Macinka angekündigt, dass der Auslandssender im kommenden Jahr kein Geld mehr aus seinem Ministerium erhalten werde.
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29.04.2026
Tschechien erfüllt zwar einige Empfehlungen zur Bekämpfung von Korruption bei Parlamentariern, Richtern und Staatsanwälten, doch weitere Vorschläge wurden immer noch nicht umgesetzt. Dies schreibt die Staatengruppe gegen Korruption des Europarats (Greco) in ihrem neuesten Bericht.
Greco hat bisher 14 Empfehlungen für Tschechien herausgegeben, von diesen werden sechs ganz erfüllt, die restlichen acht aber nur zum Teil. So trat im vergangenen Jahr hierzulande ein Gesetz über die Treffen von Parlamentariern mit Lobbyisten in Kraft. Weiter sei aber nicht geregelt, in welcher Form beide Seiten miteinander verhandeln dürften, bemängelt der Europarat. Eine ähnlich widersprüchliche Bilanz zieht Greco auch bei der Offenlegung der Vermögen von tschechischen Parlamentariern.
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29.04.2026
Das Kohlekraftwerk in Počerady war im vergangenen Jahr der größte umweltverschmutzende Betrieb in Tschechien. Dies geht aus den Statistiken der Europäischen Kommission hervor, die Vertreter der Umweltorganisationen Hnutí Duha (Bewegung Regenbogen) und Greenpeace ČR am Dienstag präsentiert haben. Demnach hat Počerady mit 4,2 Millionen Tonnen CO2 sowohl die meisten klimaschädlichen Gase emittiert als auch die meisten toxischen Stoffe.
Unter den zehn größten umweltverschmutzenden Betrieben in Tschechien befanden sich den Statistiken nach acht Kohlekraftwerke. Des Weiteren waren es die Erdölraffinerie in Litvínov und das Stahlwerk in Třinec.
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29.04.2026
Die Eishockeyspieler von Dynamo Pardubice sind neue tschechische Meister. In der sechsten Begegnung des Play-off-Finales gegen Třinec holten sie am Dienstag mit einem 5:4-Auswärtserfolg den entscheidenden vierten Sieg. Pardubice gewann damit den siebten Meistertitel in der Vereinsgeschichte, aber erst den zweiten in der tschechischen Extraliga.
Dynamo Pardubice hatte bereits die Punkterunde der Liga dominiert. Zum letzten Mal im Jahr 2016 wurde der Führende der Abschlusstabelle am Ende auch zum Meister gekrönt.
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28.04.2026
Die Direktorin der Galerie der Hauptstadt Prag (GHMP), Magdalena Juříková, wird im November dieses Jahres von ihrem Amt zurücktreten. Dies teilte sie am Dienstag am Rande einer Pressekonferenz zu einer neuen Ausstellung mit. Sie nannte ihr hohes Alter als Grund für ihre Entscheidung.
Juříková leitet die Galerie seit 2012. Sie ist 70 Jahre alt.
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28.04.2026
Das Tschechische Zentrum in der bulgarischen Hauptstadt Sofia wird im Sommer schließen. Darüber informierte die Direktorin der Einrichtung, Radka Rubilina, in den Inlandssendungen des Tschechischen Rundfunks. Zuvor war bereits bekannt geworden, dass die Zentren in Mailand, Stockholm und Tiflis geschlossen werden sollen.
Die Tschechischen Zentren werden als Sprach- und Kulturinstitute der Tschechischen Republik vom Außenministerium in Prag finanziert. Derzeit gibt es weltweit 26 Zweigstellen. Während der Etat der Zentren vergangenes Jahr bei insgesamt über 180 Millionen Kronen (7,4 Millionen Euro) lag, beträgt die Summe in diesem Jahr nur noch 157 Millionen Kronen (6,4 Millionen Euro).
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28.04.2026
Das Kreisgericht von Brno / Brünn hat am Dienstag einen Mann zu einer Haftstrafe verurteilt, der im Januar 2024 versucht hatte, einen Brand in der Synagoge von Brünn herbeizuführen. Der Mann wurde wegen eines versuchten Terroranschlags schuldig gesprochen. Verurteilt wurde er auch in einem weiteren Fall wegen versuchten Mordes.
Der heute 20-Jährige muss nun für sieben Jahre hinter Gitter. Zudem wurde er zu weiteren zwei Jahren wegen Propagierung des Terrorismus verurteilt. Das maximal mögliche Strafmaß im Hauptanklagepunkt hatte bei zehn Jahren Gefängnis gelegen und war damit vergleichsweise niedrig, da der Verurteilte zum Zeitpunkt einiger Taten noch minderjährig war.
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28.04.2026
Am Mittwoch ist es in Tschechien zunächst überwiegend heiter, dann bilden sich vielerorts Wolken. Die Tageshöchsttemperaturen erreichen 12 bis 16 Grad.
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28.04.2026
Im Kreisamt von Mittelböhmen und im Krankenhaus von Příbram hat es am Dienstag eine Polizeirazzia gegeben. Die Einsatzkräfte verlangten dabei die Ausgabe von Dokumenten.
Wie ein Sprecher der Polizeizentrale für die Bekämpfung des organisierten Verbrechens (NCOZ) mitteilte, wird der Fall von der Europäischen Staatsanwaltschaft geleitet. Zuerst hatte das Nachrichtenportal Seznam Zprávy über die Ermittlungen informiert. Die Gründe für den Einsatz sind bisher nicht bekannt.
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28.04.2026
Auf dem Ehrenhain II des Friedhofs am Perlacher Forst in München wurden am Dienstag zwei neue Gedenkstelen eingeweiht. Sie erinnern auch an Menschen aus der Tschechoslowakei, welche einst von den Nationalsozialisten umgebracht wurden. An dem Gedenktakt nahmen rund 50 Nachfahren von Opfern aus Tschechien teil. Darüber hinaus zählte die Generalkonsulin der Tschechischen Republik in München, Ivana Červenková, zu den Gästen. Darüber informierte die Stiftung Bayerische Gedenkstätten in einer Pressemitteilung. Die Stelen verweisen laut der Presseagentur ČTK auf die Schicksale von 95 Männern, 68 von ihnen stammten aus der Tschechoslowakei.
Der Ehrenhain II ist in München einer der zentralen Erinnerungsorte für die Opfer nationalsozialistischer Gewalt. Er befindet sich in unmittelbarer Nähe des Gefängnisses München-Stadelheim. Dort wurden von 1933 bis 1945 mindestens 1188 Menschen hingerichtet, von denen viele zuvor als Widerstandskämpfer aktiv gewesen waren. Ein Großteil der Opfer stammte aus der damaligen Tschechoslowakei.
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