• 24.04.2026

    Der südmährische Kreishauptmann Jan Grolich ist am Freitag zum Vorsitzenden der Christdemokraten (KDU-ČSL) gewählt worden. Auf dem Parteitag in Ostrava / Ostrau war Grolich der einzige Kandidat, der sich um den Posten des Parteichefs bewarb. In der Wahl unterstützten ihn 233 von 266 Delegierten, die an der Abstimmung teilnahmen. Grolich löst Marek Výborný im Posten des Parteivorsitzenden ab. Výborný stand an der Spitze der Christdemokraten zwei Jahre lang.

    Der neue Parteichef sieht die alternde Bevölkerung, die Modernisierung Tschechiens und die Rolle Tschechiens in Europa als die wichtigsten Herausforderungen. Unmittelbar nach der Wahl erklärte er, er halte den Posten des Parteichefs für keine Selbstverständlichkeit, sondern für eine große Verpflichtung. Grolich dankte seinen Parteikollegen für die Zusammenarbeit. Er merkte an, er schätze sie sehr.

    Zum ersten Vizevorsitzenden der Christdemokraten wurde der Abgeordnete Benjamin Činčila gewählt. Er wurde von 239 der 264 Delegierten unterstützt.

  • 24.04.2026

    Die Böhmisch-Mährische Konföderation der Gewerkschaftsverbände (ČMKOS) steht hinter den Angestellten des öffentlich-rechtlichen Tschechischen Fernsehens (ČT) und des Tschechischen Rundfunks (ČRo) und hinter ihren Gewerkschaften. Diese hatten diese Woche die Streikbereitschaft ausgerufen. Der Grund ist der geplante Gesetzesentwurf über die Finanzierung der öffentlich-rechtlichen Medien. Über die Haltung des Gewerkschaftsdachverbands informierte sein Vorsitzender Josef Středula am Freitag auf dem ČMKOS-Kongress.

    Středula sagte, die öffentlich-rechtlichen Medien dürften nicht gefährdet werden, sondern müssten unterstützt und verwöhnt werden.

  • 24.04.2026

    Eine tatverdächtige Person, die in Bulgarien im Zusammenhang mit einem Brandanschlag in Pardubice verhaftet wurde, befindet sich derzeit in Tschechien. Die Auslieferung erfolgte am Freitag auf Grundlage eines europäischen Haftbefehls. Dies teilte die Oberste Staatsanwaltschaft auf X mit.

    Der Brand brach auf dem Gelände des Rüstungsunternehmens LPP Holding am 20. März aus und verursachte Schäden in Höhe von mehreren Millionen Kronen. Die Polizei nahm inzwischen zehn Personen fest, die verdächtigt werden, einen Terrorangriff verübt zu haben und zu einer Terroristengruppe zu gehören. Fünf Verdächtige wurden in Tschechien verhaftet, eine Person in Bulgarien, drei in Polen und eine US-Amerikanerin in der Slowakei. Allen Verdächtigen drohen bis zu 20 Jahre Gefängnis oder sogar eine lebenslange Freiheitsstrafe.

  • 24.04.2026

    In Tschechien ist es am Samstag überwiegend heiter. Die Tageshöchsttemperaturen liegen zwischen 16 und 21 Grad.

  • 24.04.2026

    Der tschechische Staatspräsident Petr Pavel hat kritisiert, dass ihn die Regierungspartei Motoristé sobě als einen Spitzenpolitiker der Opposition bezeichnet. Pavel sagte am Freitag auf dem Kongress des tschechischen Gewerkschaftsdachverbands ČMKOS, das sei nur ein Spiel zu einem bestimmten Zweck, da er ein Präsident der Bürger sei. Der Präsident wies zudem die Meinung zurück, dass sich pragmatische und wertebasierte Politik zwangsläufig ausschließen, wie darüber Premier Andrej Babiš (Partei Ano) vor kurzem sprach.

    Pavel erwähnte auf dem Gewerkschaftskongress des Weiteren die gegenwärtige Sicherheitslage. Laut ihm ist sie am schlimmsten seit dem Zweiten Weltkrieg. Europa bleibt seinen Worten zufolge kein anderer Weg, als so stark zu sein, damit Russland begreift, dass es keine Chance auf Erfolg hat.

  • 24.04.2026

    Der deutsche Bundesinnenminister Alexander Dobrindt (CSU), der für Vertriebenenfragen zuständig ist, wird zum Sudetendeutschen Tag nach Brno / Brünn kommen. Dies bestätigte ein Sprecher des Bundesinnenministeriums am Freitag gegenüber der Presseagentur ČTK. Bereits zuvor kündigte Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU) seinen Besuch in Brünn an.

    Der Sudetendeutsche Tag findet vom 22. bis 25. Mai statt. In Tschechien wird er zum ersten Mal veranstaltet. Die Sudetendeutschen wurden von den Vertretern des Kulturfestivals Meeting Brno in die südmährische Metropole eingeladen.

  • 24.04.2026

    Die tschechische Eishockeynationalmannschaft hat am Donnerstag in Wien das Team Österreichs mit 5:1 geschlagen. Die Tschechen gewannen damit das dritte Testspiel vor der Eishockeyweltmeisterschaft. Diese findet im Mai in der Schweiz statt.

    Am Freitag trifft das Team Tschechiens wieder auf Österreich. Das Spiel wird in Jihlava ausgetragen.

  • 24.04.2026

    Die oppositionellen Christdemokraten werden am Freitag auf ihrem Parteitag in Ostrava / Ostrau eine neue Parteiführung wählen. Zwei Jahre lang stand der Ex-Landwirtschaftsminister Marek Výborný an der Spitze der Christdemokraten. Der einzige Kandidat für den Posten des Parteivorsitzenden ist der südmährische Kreishauptmann Jan Grolich. Die Delegierten werden auch die übrigen Mitglieder des Parteivorstands wählen. Die Mehrheit der Bewerber sind Neulinge in der hohen Politik.

    Die Partei KDU-ČSL hat laut aktuellen Daten 17.328 Mitglieder. Obwohl die Mitgliederzahlen sinken, bleiben die Christdemokraten die größte politische Partei in Tschechien. Sie sind mit 16 Abgeordneten im Abgeordnetenhaus vertreten. Die Umfragen deuten darauf hin, dass die Partei die Unterstützung von rund drei Prozent der Wähler genießt, was für den Einzug ins Unterhaus nicht ausreichen würde, wenn die Christdemokraten selbständig kandidieren würden.

  • 24.04.2026

    Die Gewerkschaften protestieren stark gegen die Äußerungen des Abgeordneten und Regierungsbevollmächtigten für Klimapolitik und Green Deal, Filip Turek (parteiloser Ehrenvorsitzender der Motoristé sobě). Dieser bezeichnete während einer Feier des privaten TV-Senders XTV Beamte als Parasiten. Seine Partei habe entschieden, diese in ihren Ressorts zu bekämpfen wie Ratten, so Turek, der auch Ausdrücke wie Pöbel und Schädlinge verwendete.

    Die Gewerkschaften erwarten von Premier Andrej Babiš (Partei Ano) eine klare Ablehnung der Äußerungen und von Turek eine Entschuldigung, sonst sind sie bereit, rechtliche Schritte zu unternehmen. Darüber informierte der Gewerkschaftsverband der staatlichen Behörden und Organisationen am Freitag in einem Bericht, den er der Presseagentur ČTK schickte.

  • 24.04.2026

    Sollten die von der Regierungskoalition geplanten Gesetzesänderungen verabschiedet werden, könnten die öffentlich-rechtlichen Medien im schlimmsten Fall zahlungsunfähig werden und die Qualität ihrer Programme wäre gefährdet. Das sagte der Vorsitzende der Bürgermeisterpartei Stan, Vít Rakušan, am Donnerstag nach dem Treffen mit den Intendanten des Tschechischen Fernsehens und des Tschechischen Rundfunks, Hynek Chudárek und René Zavoral. Die Bürgermeisterpartei hatte zum Treffen die Vertreter aller Parlamentsparteien eingeladen. Die Vertreter der Regierungsparteien bekamen laut Rakušan die Möglichkeit, die geplanten Änderungen vorzustellen und zu verteidigen. Eingeladen wurde auch der für die Motoristé sobě nominierte Kulturminister Oto Klempíř. Er hatte den neuen Gesetzentwurf über die Finanzierung der öffentlich-rechtlichen Medien vorgelegt.

    Rakušan sagte, es sei schade, dass der Kulturminister nicht gekommen sei. Von den Vertretern der Regierungskoalition nahm nur ein Abgeordneter der Partei Freiheit und direkte Demokratie (SPD) am Treffen teil.

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