• 23.04.2026

    Die Führung des halbstaatlichen tschechischen Energiekonzerns ČEZ hat die Gründung eines neuen Tochterunternehmens vorgeschlagen. Dieses soll künftig einige der Konzernsparten übernehmen. Darüber informierte das Unternehmen auf seiner Website.

    Das Vorhaben stellt einen ersten Schritt zur geplanten Verstaatlichung von ČEZ dar, welche sich die Regierung von Premier Andrej Babiš (Partei Ano) zum Ziel gesetzt hat. Laut dem Energiekonzern wolle man in dem neuen Tochterunternehmen 51 Prozent der Anteile selbst halten. Der Rest solle Investoren angeboten werden. Zunächst müsse im Juni noch die Hauptversammlung des Konzerns grünes Licht geben, hieß es.

  • 23.04.2026

    Die staatliche Veterinärverwaltung (SVS) hat den Verkauf von 44 Säuglingsnahrungen zwölf unterschiedlicher Hersteller aus der EU in Tschechien verboten. Grund ist der giftige Stoff Cereulid, der in den Produkten nachgewiesen werden konnte. Händler müssen die betroffenen Produkte nun vernichten oder an den Hersteller zurückschicken, andernfalls droht ihnen ein Bußgeld von bis zu zwei Millionen Kronen (82.000 Euro). Von der Regelung betroffen sind auch Produkte der Hersteller Nestlé, Danone oder Lactalis.

    Der Verkauf von Säuglingsnahrung steht derzeit unter besonderer Beobachtung, nachdem am Sonntag bekannt wurde, dass sich in mehreren Gläschen der Marke Hipp Rattengift befand. Der Vorfall betraf Tschechien, Österreich und die Slowakei. Hipp teilte mit, man sei Opfer einer Erpressung geworden.

  • 23.04.2026

    Der kontroverse US-amerikanische Rapper Ye, früher bekannt als Kanye West, soll am 25. Juli in Prag auftreten. Darüber informierte am Donnerstag die Presseagentur ČTK und verwies auf Informationen der Leiterin der Pferderennbahn im Stadtteil Chuchle. Dort soll das Konzert stattfinden. Die Kapazität vor Ort betrage 50.000 Besucher, hieß es.

    Über einen Auftritt Yes in Tschechien war bereits vergangenes Jahr spekuliert worden. 2026 sollte der Rapper unter anderem in Frankreich und Polen spielen, alle Konzerte wurden aber abgesagt. Grund dafür sind Äußerungen des Musikers, in denen er den Nationalsozialismus und Adolf Hitler verherrlicht hat.

  • 23.04.2026

    Am Freitag ist es in Tschechien überwiegend heiter bis leicht bewölkt. Die Tageshöchsttemperaturen erreichen 15 bis 20 Grad.

  • 23.04.2026

    Der Vatikan ist bereit, über zwei problematische Punkte im bilateralen Staatsvertrag mit Tschechien zu sprechen, wegen derer das Dokument bisher nicht ratifiziert worden ist. Darüber informierte Tschechiens Präsident Petr Pavel am Mittwoch am Rande seines Besuches im Kreis Pardubice. Optimistisch hinsichtlich erneuter Verhandlungen ist laut Pavel auch Jude Thaddeus Okolo, der ehemalige Apostolische Nuntius in Tschechien.

    Tschechien ist eines der letzten EU-Länder, das noch keinen Staatsvertrag mit dem Heiligen Stuhl hat. Ändern sollte dies der Vertrag, der von der Regierung unter Petr Fiala (Bürgerdemokraten) und dem Vatikan unterschrieben wurde. Das Verfassungsgericht schob der Ratifizierung Anfang April aber vorerst den Riegel vor. Die Richter kritisierten zum einen die Ausführungen zum Beichtgeheimnis, das laut dem Vertrag für die katholische Kirche uneingeschränkt gelten würde. Außerdem wurden Passagen bemängelt, durch welche künftig der Zugang zu kirchlichen Archiven eingeschränkt werden würde.

  • 23.04.2026

    Der tschechische Übersetzerverband (Obec překladatelů) und der Verein Překladatelé Severu (Übersetzer des Nordens) haben in einer öffentlichen Stellungnahme dazu aufgefordert, die Arbeit von Literaturübersetzern hinreichend sichtbar zu machen und ihre Urheberrechte zu gewährleisten. Konkret hieß es etwa, die Namen der Übersetzer sollten auf den Einbänden der Bücher sowie in Rezensionen und Verlagsplänen erwähnt werden – ebenso wie bei der Berichterstattung über neu erschienene Titel. In dem veröffentlichten Schreiben wurde zudem vor der Verwendung künstlicher Intelligenz zur Anfertigung literarischer Übersetzungen gewarnt.

    Der Appell der beiden Verbände richtet sich an Verleger, Medien und die Organisatoren von Veranstaltungen. Er wurde anlässlich des Welttags des Buches und des Urheberrechts veröffentlicht, der jährlich am 23. April begangen wird.

  • 23.04.2026

    In Plzeň / Pilsen wird am Donnerstagabend das Treffpunkt-Festival eröffnet. Noch bis Samstag bietet es ein bayerisch-tschechisches Kulturprogramm, bei dem unter anderem Bands von beiderseits der Grenze auftreten. Zudem können bayerische Spezialitäten verköstigt werden.

    Das Festival findet in diesem Jahr bereits zum zwölften Mal statt. Austragungsort ist wie in der Vergangenheit das Depo2015, ein ehemaliges Straßenbahndepot, das heute als Veranstaltungslocation dient.

  • 23.04.2026

    Die Regierungen in Prag und Bratislava führen derzeit Gespräche hinsichtlich möglicher Treibstofflieferungen aus der slowakischen Raffinerie Slovnaft nach Tschechien. Wie Tschechiens Industrie- und Handelsminister Karel Havlíček (Partei Ano) am Donnerstag auf einer Konferenz zu Energiefragen in Prag sagte, wolle man durch die Kooperation Engpässen vorbeugen. Zu diesen könne es laut dem Minister kommen, da Russland ab dem 1. Mai die Weiterleitung kasachischen Öls durch die Druschba-Pipeline nach Deutschland beenden wolle. Aus Deutschland beziehe Tschechien derzeit rund 30 Prozent seiner Treibstoffe, so Havlíček.

    Laut dem Minister sei von den möglichen Engpässen lediglich der Bezug von Erdölprodukten wie Diesel und Benzin betroffen. Rohöl erhalte Tschechien hingegen in ausreichender Menge über die TAL-Pipeline.

  • 23.04.2026

    Das Rüstungsunternehmen Czechoslovak Group (CSG) des tschechischen Milliardärs Michal Strnad hat einen weiteren Vertrag über die Lieferung von Munition an ein europäisches Land abgeschlossen. Darüber informierte der Konzern am Donnerstag in einer Pressemitteilung. Geliefert würde Artilleriemunition mit großer Reichweite im Wert von 250 Millionen Euro, hieß es. Zum Abnehmer wurden keine näheren Angaben gemacht.

    CSG ist einer der führenden Militärausstatter in Europa. Über einen Auftrag für einen europäischen Kunden informierte das Unternehmen zuletzt Mitte April, die Rede war dabei von Munition im Wert von 300 Millionen Euro. Anfang des Jahres war CSG in Amsterdam an die Börse gegangen, was dem Konzern mehrere Milliarden Kapital einbrachte.

  • 23.04.2026

    Im Dreiländereck von Deutschland, Tschechien und Polen fand am Mittwoch eine internationale Polizeiübung statt. Einsatzkräfte aus den drei Staaten übten die grenzüberschreitende Verfolgung von flüchtigen Straftätern oder das Vorgehen gegen Schleuser. Darüber informierte die Presseagentur ČTK und verwies auf Informationen des Nachrichtenportals web.de.

    Die Übung spielte sich in Zittau, im tschechischen Hrádek nad Nisou sowie in den polnischen Gemeinden Porajów und Sieniawka ab. Medienberichten zufolge ertönten in den Orten Sirenen, zudem waren Straßen gesperrt und Ampeln ausgeschaltet. Im Einsatz war auch eine Polizeidrohne.

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