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28.04.2026
In Tschechien wird es künftig einen „Tag der tschechischen Flagge“ geben. Er wird als sogenannter bedeutsamer Tag in die offizielle Liste aufgenommen und auf den 30. März fallen. Eine entsprechende Gesetzesnovelle unterschrieb Staatspräsident Petr Pavel am Dienstag.
Einer der Initiatoren der Änderung ist Premier Andrej Babiš (Partei Ano). Er hatte das Vorhaben damit begründet, die tschechische Flagge sei ein grundlegendes Symbol des Landes und drücke dessen Unabhängigkeit und Souveränität aus.
Bisher gab es hierzulande 19 bedeutsame Tage. Es handelt sich dabei allerdings nicht um staatliche Feiertage, sondern um übliche Werktage.
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28.04.2026
Die Brauereien in Tschechien haben vergangenes Jahr 19,96 Millionen Hektoliter Bier gebraut. Das waren 894.000 Hektoliter weniger als noch 2024. Darüber informierte am Dienstag der Tschechische Brauerei- und Mälzereiverband (ČSPS).
Als Gründe für den Rückgang wurden ein geringerer Absatz im Ausland und der sinkende Konsum von Alkohol genannt. Dieser zeige sich auch daran, dass die Verkaufszahlen bei alkoholfreiem Bier gleichbleibend seien. Negativ würde sich in der Gesamtbilanz widerspiegeln, dass immer mehr Bier außerhalb von Gaststätten konsumiert werde. Der Brauerei- und Mälzereiverband fordert die tschechische Regierung deswegen auf, die Mehrwertsteuer für gezapftes Bier zu senken.
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28.04.2026
In Červený Újezd in Mittelböhmen ist am Dienstagmorgen ein Wagen eines Personenzuges entgleist. Der Betrieb auf der Strecke kam vorübergehend zum Erliegen. Die tschechische Bahninspektion (DI) habe die Ermittlungen aufgenommen, teilte ein Sprecher der Eisenbahnverwaltung (Správa železnic) mit.
Einer Polizeisprecherin zufolge befanden sich zum Unfallzeitpunkt 73 Personen in dem Zug. Niemand von ihnen wurde verletzt. Der Triebfahrzeugführer habe vermutlich ein Haltesignal missachtet, woraufhin die Lokomotive und ein weiterer Wagen entgleist seien, teilte die Sprecherin bin. Ein Alkoholtest beim Lokführer fiel negativ aus.
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28.04.2026
Tschechien will künftig pro Jahr zwei Milliarden Kubikmeter Gas aus Aserbaidschan beziehen. Die Lieferungen sollen 2028 oder 2029 beginnen. Darüber informierte Tschechiens Industrie- und Handelsminister Karel Havlíček (Partei Ano).
Havlíček begleitet derzeit Premier Andrej Babiš (Partei Ano) auf einer Reise durch Aserbaidschan und in weitere Staaten der Region. Der Kabinettschef hatte am Montag bekanntgegeben, dass der tschechische halbstaatliche Energiekonzern ČEZ über die Erdgaslieferungen verhandeln werde.
Derzeit ist Aserbaidschan für Tschechien vor allem ein wichtiger Lieferant von Erdöl. So stammten vergangenes Jahr 42 Prozent des ins Land importierten Öls aus Aserbaidschan.
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27.04.2026
Tschechien erfüllt weder die Höhe Verteidigungsausgaben, zu der es sich in der Nato verpflichte hat, noch die Militärkapazitäten, die demnach bereitgestellt werden sollen. Dies kritisierte Staatspräsidenten Petr Pavel am Montag auf der Konferenz „Money, Money, Money“, die in Prag vom Privatfernsehsender CNN Prima News ausgerichtet wurde. Pavel sagte weiter, wenn alle Nato-Mitglieder so handeln würden wie Tschechien, wäre die gemeinsame Verteidigung nicht funktionstüchtig.
Premier Andrej Babiš (Partei Ano) hatte am Sonntag eingestanden, dass der tschechische Verteidigungshaushalt dieses Jahr unter der Nato-Vorgabe von zwei Prozent des Bruttoinlandsproduktes liegen werde. Zum Thema sagte Verteidigungsminister Jaromír Zůna (parteilos) bei der Pressekonferenz nach der Kabinettssitzung am Montag, dass er sich nun Babišs Idee eines neuen Militärkrankenhauses in Prag widmen werde.
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27.04.2026
Der tschechische Innenminister Lubomír Metnar (Partei Ano) hat am Montag einen neuen Generaldirektor für das Staatsunternehmen Tschechische Post (ČP) ernannt. Den Posten übernimmt Richard Hodul, der bisher die Mittel-und-Osteuropa-Sektion des Kaffeeunternehmens Tchibo geleitet hat.
Hodul folgt auf Miroslav Štěpán, der Anfang des Jahres wegen schlechter Wirtschaftsergebnisse abberufen worden war. Die Tschechische Post steckt seit Jahren tief in den roten Zahlen. Hodul kündigte komplexe Transformationen an, um das Unternehmen konkurrenzfähiger zu machen.
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27.04.2026
Das tschechische Denkmalschutzamt (NPÚ) hat Einspruch eingelegt gegen ein Gerichtsurteil vom Februar, nach dem das Inventar des Schlosses Hrubý Rohozec der Erbin der Adelsfamilie Walderode übergeben werden muss. Man erkenne den Anspruch von Johanna Kamerlander zwar an, sagte eine NPÚ-Sprecherin gegenüber der Presseagentur ČTK. Aber die Entscheidung des Bezirksgerichts im nordböhmischen Semily enthalte einige strittige Punkte.
Zunächst hatte das Amt, das das Schloss Hrubý Rohozec als staatliches Eigentum verwaltet, keinen Einspruch einlegen wollen. Nun gehe es aber darum, so die Sprecherin, dass das Amt keine Gegenstände abgeben könne, bei denen Zweifel bestünden, dass sie sich je im Besitz der Familie Des Four Walderode befanden.
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27.04.2026
Die Regulierung der Gewinnmargen sowie der Verbrauchssteuer auf Kraftstoffe wird in Tschechien auch im Mai fortgeführt. Darüber informierte Finanzministerin Alena Schillerová (Partei Ano) am Montag auf X. Ihr zufolge hat das Regierungskabinett die Verlängerung einstimmig beschlossen.
Die zulässige Verkaufsmarge pro Liter werde von derzeit 2,50 Kronen (10 Eurocent) auf 3 Kronen (12 Eurocent) im Mai erhöht, so die Ministerin weiter. Zudem werde die Berechnung des täglich ausgegebenen Preisdeckels angepasst.
Die Regulierungsmaßnahmen der tschechischen Regierung sind eine Reaktion auf die Preisanstiege im Zuge des Iran-Krieges. Schillerová wiederholte am Montag, dass der Staatshaushalt dadurch mit rund einer Milliarde Kronen (41 Millionen Euro) pro Monat belastet werde.
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27.04.2026
Am Dienstag ist es in Tschechien zunächst bewölkt, ab dem Nachmittag heitert es aber auf. Die Tageshöchsttemperaturen liegen bei 15 bis 19 Grad, im Nordosten nur bei 14 Grad.
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27.04.2026
Der tschechische Verband für Industrie und Verkehr (SP) hat am Montag seine Prognose zur Konjunkturentwicklung in diesem Jahr herausgegeben. Demnach wird ein Wirtschaftswachstum von 2,6 Prozent des Bruttoinlandsproduktes (BIP) erwartet. Sollte jedoch der Konflikt im Iran noch länger als drei Monate andauern, könnte sich dies auch negativ auf die Wirtschaft in Tschechien auswirken. Dann könnte das Wachstum bis Jahresende nur 2,2 Prozent des BIP betragen, heißt es in dem Papier.
Auch zur Inflation machte der Verband eine Vorhersage. Sie wird demnach in diesem Jahr bei insgesamt 2,4 Prozent liegen.
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