• 27.04.2026

    Tschechien ist derzeit nicht ausreichend vorbereitet für den effektiven Ausbau des Gleisnetzes für Hochgeschwindigkeitszüge. Zu diesem Ergebnis ist der Oberste Rechnungshof (NKÚ) nach Kontrollen zur Finanzierung des Vorhabens gekommen. Der Staat hat demnach bisher weder Bedingungen für den Ausbau geschaffen, noch die Geldquellen bestimmt. Zudem seien die Absprachen mit den Nachbarstaaten, zu denen auch Deutschland gehört, zur internationalen Anbindung noch nicht abgeschlossen, bemängelt das Amt.

    Die derzeitigen Ausbaupläne sollen bis etwa 2050 abgeschlossen sein. Laut NKÚ könnten nach aktuellem Stand der Vorbereitungen die erwarteten Vorteile der Hochgeschwindigkeitsstrecken nicht alle erreicht werden. Das Verkehrsministerium reagierte mit dem Hinweis, der NKÚ-Bericht sei veraltet, da die Projektunterlagen inzwischen aktualisiert worden seien.

  • 27.04.2026

    Die gerade zu Ende gehende Heizsaison war in Tschechien etwas intensiver als im Vorjahr. Die Temperaturen gestalteten sich von Herbst 2025 bis Frühjahr 2026 hierzulande um fast fünf Prozent kühler als in der Saison davor. Um einen ähnlichen Wert sei deshalb auch der Verbrauch an Heizenergie gestiegen, teilten die Vertreter der Energieverbände am Montag auf einer Pressekonferenz mit.

    Die Lieferung von Wärmeenergie und Heizgas seien stabil gewesen, hieß es weiter. Die Hauptressource zur Produktion von Wärmeenergie ist in Tschechien demnach immer noch Kohle, 2025 lag ihr Anteil bei 47 Prozent. Durch den schrittweisen Kohleausstieg und die Transformation der Kraftwerke nimmt dieser Wert aber kontinuierlich ab.

  • 27.04.2026

    Das Abgeordnetenhaus hat am Freitag erwartungsgemäß eine ablehnende Entscheidung des Senats überstimmt und damit das Gesetz zur Benzinpreisregelung in Tschechien durchgebracht. Sobald dies nun vom Staatspräsidenten unterschrieben wird, können die Spritpreise in Krisenzeiten hierzulande durch Regierungsanordnungen reguliert werden. Bisher bestimmt das Finanzministerium durch eventuelle Sondermaßnahmen über eine Deckelung.

    Der Senat hatte das Gesetz vergangenen Mittwoch abgelehnt, unter anderem wegen der langen Geltungsdauer der möglichen Regulierungen. Am Freitag setzte sich jedoch das Regierungslager im Abgeordnetenhaus mit 103 gegen 46 abgegebene Stimmen durch.

  • 27.04.2026

    Der Abgeordnete und Regierungsbeauftragte für Klimapolitik und Green Deal, Filip Turek (parteilos), hat sich bei den Ministeriumsbeamten in Tschechien für seine abwertenden Äußerungen entschuldigt. In einer Diskussionsrunde im Privatfernsehsender Nova sagte Turek am Samstag, es tue ihm leid, wenn sich jemand von der Bezeichnung als Parasiten getroffen fühle. Er habe damit vielmehr Aktivisten gemeint und nicht Beamte, so der Politiker, der Ehrenvorsitzender der Regierungspartei Motoristé sobě ist.

    Bei einer Feier des Privatfernsehsenders XTV hatte Turek unlängst davon gesprochen, dass es in den Ministerien, die von der Autofahrerpartei geführt werden, viele Parasiten gebe, die wie Ungeziefer entfernt werden müssten. So wurde der Politiker von der Tageszeitung Blesk zitiert. Die Äußerungen riefen eine scharfe Kritik von den Gewerkschaften, aber auch von Premier Andrej Babiš (Partei Ano) hervor.

  • 27.04.2026

    Tschechiens Premier Andrej Babiš (Partei Ano) ist seit Sonntag zu Besuch in Aserbaidschan und trifft am Montag den dortigen Präsidenten Ilham Alijew. Am Nachmittag findet dann ein aserbaidschanisch-tschechisches Handelsforum statt. Auf seiner Reise wird Babiš sowohl von Industrie- und Handelsminister Karel Havlíček (Partei Ano) begleitet als auch von einer Unternehmerdelegation aus der Rüstungs- und der Maschinenbaubranche.

    Am Mittwoch reist die Abordnung weiter nach Kasachstan und am Donnerstag nach Usbekistan. Auch dort stehen Beratungen mit den Staats- und Regierungschefs auf dem Programm.

  • 26.04.2026

    In Tschechien ist es am Montag heiter. Die Tageshöchsttemperaturen liegen zwischen 15 und 19 Grad.

  • 26.04.2026

    Die tschechische Eishockey-Nationalmannschaft hat auf der U18-WM am Sonntag in Bratislava das Team Dänemarks mit 9:1 besiegt.

    Die tschechischen Junioren liegen in der Gruppe B auf dem ersten Platz.

  • 26.04.2026

    Die geplanten Änderungen im Gesetz über öffentlich-rechtliche Medien könnten laut Kulturminister Oto Klempíř (parteilos) auch Summen betreffen, mit denen das Gesetz für die Budgets des Tschechischen Rundfunks (ČRo) und des Tschechischen Fernsehens (ČT) rechnet. Das sagte der Kulturminister am Sonntag im Tschechischen Fernsehen.

    Der Entwurf enthält die Abschaffung der Fernseh- und Rundfunkgebühren. Er wird von der Opposition sowie mehreren Experten kritisiert.

  • 26.04.2026

    Der tschechische Ex-Premier Petr Fiala (Bürgerdemokraten) hat am Sonntag auf X erklärt, die Tschechische Republik habe laut dem aktuellen Bericht des Nato-Generalsekretärs im vergangenen Jahr seine Verpflichtungen erfüllt. Fiala weiß nicht, auf welche Daten sich Premier Andrej Babiš (Partei Ano) stützt, wenn er behauptet, dass die Nato anstelle von Ausgaben in Höhe von 2,01 Prozent des Bruttoinlandsprodukts (BIP) nur 1,85 Prozent anerkannte. Die Ex-Verteidigungsministerin Jana Černochová (Bürgerdemokraten) sagte ebenfalls gegenüber der Presseagentur ČTK, Tschechien habe seine Zwei-Prozent-Zusage erfüllt. Die Politikerin betonte, Babiš lüge wieder.

    Der Vorsitzende der Bürgermeisterpartei Stan, Vít Rakušan, wies in einer Presseerklärung darauf hin, dass es laut Babiš in diesem Jahr nicht gelingen wird, zwei Prozent des Bruttoinlandsprodukts zu erreichen. Das sei eine Schande, eine Verletzung des Gesetzes und ein totales Versagen der Regierung Babiš, unterstrich Rakušan.

  • 26.04.2026

    Tschechien wird in diesem Jahr laut der Nato die Verpflichtung nicht erfüllen, zwei Prozent des Bruttoinlandsprodukts für die Verteidigung auszugeben. Der Nato zufolge werden die Verteidigungsausgaben 1,78 Prozent des BIP betragen. Das sagte der tschechische Premier Andrej Babiš (Partei Ano) am Sonntag in den Sozialmedien. Der Premier erklärte, er habe am Samstag mit Verteidigungsminister Jaromír Zůna (parteilos) über die Daten der Nato verhandelt.

    Der Vorsitzende der oppositionellen Piratenpartei, Zdeněk Hřib, kritisierte am Sonntag in einer vom privaten TV-Sender CNN Prima News gesendeten Debatte die Regierung. Diese will laut Hřib die Verpflichtung, zwei Prozent des BIP für die Verteidigung auszugeben, nicht erfüllen. Der Verteidigungsminister habe im Begründungsbericht zum Haushaltsentwurf klar erklärt, dass es mit einem derartigen Entwurf gar nicht möglich sei, sagte der Parteichef der Piraten.

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