-
22.04.2026
Wegen des Regierungsentwurfs für das Gesetz über die öffentlich-rechtlichen Medien, das die Finanzierung des Tschechischen Fernsehens (ČT) und des Tschechischen Rundfunks (ČRo) ändert, wird eine Arbeitsgruppe unter Beteiligung von Premier Andrej Babiš (Partei Ano) gebildet. Dies gab der Generaldirektor des Tschechischen Fernsehens, Hynek Chudárek, am Mittwoch nach dem Treffen mit Babiš vor Journalisten bekannt. Laut Chudárek erfordert der Entwurf zahlreiche Änderungen und Ergänzungen.
Chudárek einigte sich Mitte April auch mit Kulturminister Oto Klempíř (parteilos) auf die Gründung einer Arbeitsgruppe mit Experten aus Fernsehen, Radio und dem Kulturministerium. Wenige Tage später präsentierte jedoch der Minister den fertigen Gesetzesentwurf auf einer Pressekonferenz. Vorgesehen ist unter anderem die Abschaffung der Rundfunkgebühren und die Finanzierung durch den Staatshaushalt.
-
22.04.2026
In der westböhmischen Stadt Plzeň / Pilsen wird ein Platz im Stadtzentrum nach dem Sänger Karel Gott benannt. Die Stadträte haben am Mittwoch dem entsprechenden Vorschlag zugestimmt, der vom Oberbürgermeister Roman Zarzycký (Partei Ano) vorgelegt.
Der Karel-Gott-Platz befindet sich vor dem Kulturhaus Peklo. Die Stadt plant, das historische Kulturzentrum und den davorliegenden Platz für Hunderte von Millionen Kronen umzubauen und in einen modernen, pulsierenden Ort zu verwandeln.
Karel Gott wurde 1939 in Pilsen geboren und verbrachte dort die ersten sechs Jahre seines Lebens.
-
22.04.2026
Der tschechische Präsident Petr Pavel fordert dazu auf, die Schritte der Regierung, die ein neues Gesetz über öffentlich-rechtliche Medien vorbereitet, genau zu beobachten. Öffentlich-rechtliche Medien dürten nicht vom Willen der Regierung abhängig sein, sagte Pavel am Mittwoch bei einem Treffen mit Studierenden an der Universität Pardubice.
Die Tschechische Republik braucht laug dem Staatsoberhaupt ein Modell, das maximale Unabhängigkeit und eine mittelfristige, planbare Finanzierung gewährleistet. Kein öffentlich-rechtlicher Sender könne von Jahr zu Jahr funktionieren, so Pavel.
-
22.04.2026
Am Donnerstag ist es in Tschechien leicht bewölkt, im Nordosten können die Wolken örtlich dichter sein. Die Tageshöchsttemperaturen steigen auf 14 bis 19 Grad.
-
22.04.2026
Der tschechische Senat hat am Mittwoch erwartungsgemäß den Gesetzesentwurf der Regierung zur Regulierung der Kraftstoffpreise abgelehnt. In der oberen Parlamentskammer hat die Opposition die Stimmenmehrheit. Das Gesetz sieht vor, dass die Benzin- und Dieselpreise nicht mehr durch Preisfestsetzungen des Finanzministeriums, sondern durch Verordnungen der Regierung reguliert werden.
Mit dem Gesetzesvorhaben reagiert die Regierung von Premier Andrej Babiš (Partei Ano) auf die sprunghaften Preisanstiege im Zuge des Iran-Krieges. Ein ähnliches Regulierungsgesetz gibt es hierzulande bereits für die Strom- und Gaspreise.
Das Abgeordnetenhaus muss nun erneut über den Entwurf entscheiden. Die Mehrheit der Regierungsabgeordneten wird das Veto des Senats voraussichtlich am Freitag überstimmen.
-
22.04.2026
Die tschechischen Basketballerinnen kennen ihre Gegner für die Weltmeisterschaft im September in Berlin. In der Gruppe D trifft Tschechien auf die Titelverteidigerinnen der letzten vier Meisterschaften aus den USA, auf Italien und auf China, das bei der letzten WM Silber holte. Dies ergab die Auslosung am Dienstag in Berlin. Das Turnier findet dort vom 4. bis 13. September statt.
Das tschechische Nationalteam der Damen nimmt erstmals seit 2014 wieder an der Basketball-Weltmeisterschaft teil. Damals belegte es in Ankara und Istanbul den neunten Platz. Vier Jahre zuvor gewannen die Tschechinnen Silber bei der Heim-WM.
-
22.04.2026
Der Konzern Agrofert kann laut dem Staatlichen Interventionsfonds für Landwirtschaft (SZIF) wieder Subventionen vom Staat beziehen. Die Holding befand sich früher im Besitz von Andrej Babiš. Nachdem der Ano-Parteichef zum Premier ernannt wurde, überführte er im Februar dieses Jahres die Agrofert-Aktien in den Treuhandfonds RSVP Trust.
Diese Lösung stehe im Einklang mit nationaler und europäischer Gesetzgebung, und es gebe keinen Grund, der den Agrofert daran hindern würde, Subventionen zu beziehen und an öffentlichen Ausschreibungen des SZIF teilzunehmen, teilte der Fonds am Mittwoch mit. Diese Schlussfolgerung basiere auf der Auswertung unabhängiger Rechtsanalysen, hieß es. Der Fonds gab zudem bekannt, er werde die an Agrofert zwischen 2017 und 2021 gezahlten europäischen Subventionen nicht rückwirkend zurückfordern.
-
22.04.2026
Die Gewerkschaften des Tschechischen Rundfunks (ČRo) und des Tschechischen Fernsehens (ČT) sowie die Initiative Veřejnoprávně (Öffentlich-Rechtlich) haben am Mittwoch eine unbefristete Streikbereitschaft ausgerufen. Grund ist das geplante Gesetz über die öffentlich-rechtlichen Medien und ein Vorschlag der Regierungsabgeordneten, der letztlich noch im laufenden Jahr die Einnahmen beider Medienhäuser aus den RUndfunkgebühren deutlich reduzieren würde. Vertreter der Medien riefen die Öffentlichkeit dazu auf, sich für sie einzusetzen.
Den Gewerkschaften zufolge ist der Gesetzesentwurf unvollständig und die vorgeschlagene Finanzierungssumme viel zu gering, sodass es zu Massenentlassungen kommen würde. Weder Rundfunk noch Fernsehen wären in der Lage, ihre Mission zu erfüllen, hieß es. Der Entwurf des Kulturministeriums sieht unter anderem die Abschaffung der Rundfunkgebühren vor.
Am Mittwochnachmittag versammelten sich Studierende auf dem Jan-Palach-Platz in Prag sowie in weiteren Städten des Landes, um ihre Unterstützung für die öffentlich-rechtlichen Medien zum Ausdruck zu bringen. Die Protestkundgebung wurde von der Initiative „Média nedáme!“ („Wir geben die Medien nicht her!“) organisiert.
-
22.04.2026
Das tschechische Kulturministerium hat die Ausschreibung für den Direktorposten der Nationalgalerie Prag (NGP) am Mittwoch veröffentlicht. Dies gab eine Sprecherin des Ministeriums bekannt.
Die vorherige Leiterin der Galerie, Alicja Knast, wurde im März von Kulturminister Oto Klempíř (parteilos) abberufen. Er begründete den Schritt damit, dass die Galerie eine deutlichere professionelle Weiterentwicklung benötige und die Ambition haben müsse, zu den führenden europäischen Institutionen in ihrem Bereich zu gehören.
Die Nationalgalerie wurde vor 230 Jahren gegründet wurde und besitzt die größte Kunstsammlung Tschechiens.
-
22.04.2026
Die Aussetzung des Assoziierungsabkommens der Europäischen Union mit Israel ist laut dem tschechischen Außenminister Petr Macinka (Motoristé sobě) derzeit unrealistisch. Er sagte dies nach dem Treffen der EU-Außenminister am Dienstag in Luxemburg. Bei dem Treffen forderten unter anderem Spanien, Irland und Slowenien diesen Schritt.
Bezüglich der Sanktionen gegen gewalttätige jüdische Siedler im Westjordanland fügte Macinka hinzu, der Vorschlag dürfe nicht einseitig sein. Seiner Ansicht nach sollten auch Sanktionen gegen Vertreter der palästinensischen Terrororganisation Hamas erörtert werden. Der Sanktionsvorschlag werde nun auf Arbeitsebene diskutiert, so Macinka.
Pages
- « první
- ‹ předchozí
- …
- 181
- 182
- 183
- 184
- 185
- 186
- 187
- 188
- 189
- …
- následující ›
- poslední »