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21.04.2026
Im Zuge der Diskussion um das geplante Gesetz zu den öffentlich-rechtlichen Medien in Tschechien hat sich Vizepremier Karel Havlíček (Partei Ano) am Dienstag mit dem Generaldirektor des Tschechischen Rundfunks (ČRo), René Zavoral, getroffen. Havlíček habe dabei eine sachliche und fachliche Debatte versprochen, teilte Zavoral anschließend der Presse mit.
Der Gesetzesentwurf des Kulturministeriums sieht unter anderem die Abschaffung der Rundfunkgebühren vor. In Vorbereitung ist zudem eine sogenannte kleine Mediennovelle des Abgeordnetenhauses, die schon jetzt bestimmte Bevölkerungsgruppen von der Gebührenpflicht befreien will. Für den Tschechischen Rundfunk würde allein diese Reform Einschnitte von 250 bis 300 Millionen Kronen (10,3 bis 12,4 Millionen Euro) jährlich bedeuten, sagte Zavoral am Dienstag.
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21.04.2026
Eine zwei Wochen lange umfangreiche Kontrollaktion unter den Mitarbeitern des Prager Václav-Havel-Flughafens hat keine schwerwiegenden Probleme festgestellt. Es sind keine Strukturen von organisiertem Verbrechen festgestellt worden, sondern nur ein individuelles Fehlverhalten bei vier Personen. Dieses Ergebnis stellten die beteiligten Sicherheitsorgane am Dienstag der Öffentlichkeit vor. Die besagten vier Personen seien entlassen worden, hieß es weiter.
Der Einsatz fand im Rahmen der internationalen Operation Damocles statt, die 14 EU-Länder umfasst. Sie ist auf Drogenschmuggel im Luft- und Schiffsverkehr ausgerichtet. In Prag seien insgesamt 4078 Menschen, 3781 Fahrzeuge und acht Flugzeuge kontrolliert worden, so die Information am Dienstag. Zudem sei durch Strafzahlungen und Schuldeneintreibungen eine Summe von 518.527 Kronen (21.341 Euro) eingenommen worden.
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21.04.2026
Der tschechische Premier Andrej Babiš (Partei Ano) hat am Dienstag bestritten, dass er vorhabe, nach China zu reisen. Nichts Derartiges sei geplant, betonte Babiš gegenüber der Presseagentur ČTK am Rande seines Besuchs einer Fabrik für Medizintechnik im bayerischen Forchheim.
Damit dementierte der Premier Medienberichte in Bezug auf die Weigerung seiner Regierung, dem Senatschef Miloš Vystrčil (Bürgerdemokraten) ein offizielles Flugzeug für eine geplante Taiwan-Reise zur Verfügung zu stellen. Etwa das Magazin Respekt oder der Server Neovlivni.cz haben als Grund für diese Haltung angeführt, dass Babiš in diesem Jahr nach China reisen wolle. Das Land erkennt Taiwans Unabhängigkeit nicht an.
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21.04.2026
Der Schauspieler Ondřej Vetchy hat am Dienstag den Arnošt-Lustig-Preis für 2025 bekommen. Die Zeremonie fand in den Räumlichkeiten des Prager Oberbürgermeisters Bohuslav Svoboda (Bürgerdemokraten) statt, und die Auszeichnung überreichte Staatspräsident Petr Pavel.
Laut Selbstdarstellung wird der Preis an Tschechen vergeben, die sich für die gesamtgesellschaftlichen Werte Mut, Tapferkeit, Menschlichkeit und Gerechtigkeit einsetzen. Das zuständige Komitee begründete die Wahl Vetchys mit dessen langjährigem zivilgesellschaftlichem Engagement, seiner Verteidigung der demokratischen Werte und der Übernahme persönlicher Verantwortung für den Zustand der Gesellschaft.
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21.04.2026
Verteidigungsminister Jaromír Zůna (parteilos) hat eine Wiedereinführung der Grundwehrpflicht in Tschechien ausgeschlossen. Er wolle vielmehr den professionellen Kern der hiesigen Armee weiter aufbauen, sagte Zůna in einem Videointerview für das Nachrichtenportal Aktuálně.cz, das am Dienstag veröffentlicht wurde. Im Fokus stehen ihm zufolge auch unterschiedliche Formen der freiwilligen Reserve und Mobilisierungskräfte.
Er könne außerdem verraten, dass die Vorbereitungen laufen für die Wiedereinführung von Reserveoffizieren, so der Minister weiter. Er selbst erinnere sich noch an frühere Militärfächer an den Hochschulen. Im Unterschied zur Volksarmee der Tschechoslowakei sollen auch diese geplanten Ausbildungsprogramme in Tschechien nun aber freiwillig sein, betonte Zůna.
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21.04.2026
Am Mittwoch ist es in Tschechien insgesamt eher freundlich. Im Norden und Nordosten gibt es im Tagesverlauf jedoch vorübergehend dichtere Bewölkung. Die Tageshöchsttemperaturen liegen bei 12 bis 16 Grad.
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21.04.2026
Die Organisatoren des Internationalen Filmfestivals in Karlovy Vary / Karlsbad (KVIFF) haben eine erste Laureatin für dieses Jahr bekanntgegeben. Den Preis des Festivalpräsidenten bekommt demnach die slowakische Schauspielerin Magda Vášáryová. Darüber informierte am Dienstag der KVIFF-Geschäftsführer Kryštof Mucha die Presse.
Zur Begründung hieß es, mit der Auszeichnung werde nicht nur der schauspielerischen Arbeit Vášáryovás Respekt gezollt. Zudem solle auch an die einzigartige künstlerische Verbindung tschechischer und slowakischer Filmleute erinnert werden, die gemeinsam Filmgeschichte geschrieben hätten, so Mucha. Das Karlsbader Filmfestival findet in diesem Jahr vom 3. bis 11. Juli statt.
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21.04.2026
Die tschechische Umweltschutzorganisation Hnutí Duha (Bewegung Regenboden) hat Außenminister Petr Macinka (Motoristé sobě) zu einer öffentlichen Entschuldigung aufgefordert. Diese betrifft eine schriftliche Stellungnahme, in der Macinka Anfang des Monats gegenüber der Presseagentur ČTK von Hnutí Duha als terroristischer Organisation sprach. Er wäre enttäuscht, wenn die NGO weiter durch Steuergelder finanziert werde, schrieb Macinka damals. Sollte sich der Minister nun dafür nicht entschuldigen, werde Hnutí Duha Klage einreichen, so die Ankündigung in einer Pressemitteilung vom Dienstag.
Macinka unterstützte mit seiner Äußerung die Haltung von Filip Turek (parteilos), des Regierungsbeauftragten für Klimapolitik und Vizeratsvorsitzenden des Staatlichen Umweltfonds. Turek hatte unlängst gesagt, Hnutí Duha und ähnliche Organisationen würden bei ihrer nächsten Antragstellung auf Gelder „Pech haben“.
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21.04.2026
Der designierte Prager Erzbischof Stanislav Přibyl glaubt nicht an eine Umarbeitung des Vertrags zwischen Tschechien und dem Vatikan. Laut einem Gerichtsurteil von Anfang April widersprechen Teile des Dokuments der tschechischen Verfassung, weswegen der Vertrag nicht ratifiziert werden kann.
Es hatte 22 Jahre gedauert, bis die bilaterale Übereinkunft unterschrieben wurde. Dieser Prozess sei seiner Meinung nach zu Ende, urteilt Přibyl in einem Interview für die Presseagentur ČTK. Da der Vertrag das Siegel eines Papstes trage, der bereits verstorben ist, sollte das Dokument nicht noch einmal umgearbeitet werden, so der Geistliche. Príbyl wird am Samstag in sein neues Amt in Prag eingeführt.
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21.04.2026
In Tschechien gibt es weiterhin xenophobe Ausfälle gegenüber ukrainischen Kriegsflüchtlingen und eine Segregation von Roma-Kindern in Schulen. Ebenso liefert das Land immer noch Waffen an Israel. Dies sind einige der Punkte, die die Organisation Amnesty International in ihrem Jahresbericht zum Zustand der Menschenrechte in der Welt für 2025 aufführt. Das Dokument wurde am Dienstag veröffentlicht.
In Bezug auf Tschechien wird weiter beanstandet, dass die Regierung bestimmte Klimaschutzvorschläge nicht unterstütze, die Finanzierung von NGOs eingeschränkt werde und dass es noch keine Ehe und Elternrechte für alle gebe. Positiv werden hingegen die breitere Definition der Straftat einer Vergewaltigung oder die Abschaffung von Körperstrafen für Kinder bewertet sowie auch der Entschädigungsprozess für Zwangssterilisierungen.
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