• 14.04.2026

    Die Opposition spricht in ihren ersten Reaktionen auf den Gesetzentwurf über das Tschechische Fernsehen und den Tschechischen Rundfunk von einer Liquidierung der öffentlich-rechtlichen Medien. Der christdemokratische Abgeordnete František Talíř teilte am Dienstag der Presseagentur ČTK mit, dass sich die Opposition vor dem frontalen Angriff wehren wird.

    Die Abgeordnete der Piratenpartei, Andrea Hoffmanová, erinnerte daran, dass die Direktoren der beiden Medien zuvor mitteilten, dass sie mit diesen Geldern nicht einmal die laufenden Verpflichtungen decken können.

  • 14.04.2026

    Das öffentlich-rechtliche Tschechische Fernsehen und der Tschechische Rundfunk werden laut Kulturminister Oto Klempíř (Motoristé sobě) nächstes Jahr aus dem Staatshaushalt insgesamt 7,8 Milliarden Kronen (322,3 Millionen Euro) anstelle von Gebühreneinnahmen erhalten. Das Fernsehen soll 5,74 Milliarden Kronen (237,2 Millionen Euro) bekommen, wobei es in diesem Jahr mit Gebühreneinnahmen in Höhe von 6,73 Milliarden Kronen (278,1 Millionen Euro) rechnet. Der Rundfunk bekommt vom Staat 2,07 Milliarden Kronen (85,5 Millionen Euro), in diesem Jahr rechnet er mit Gebühreneinnahmen in Höhe von 2,48 Milliarden Kronen (102,5 Millionen Euro). Klempíř stellte am Dienstag den Regierungsentwurf des Gesetzes über öffentlich-rechtliche Medien vor.

    Die Generaldirektoren der beiden öffentlich-rechtlichen Medien hatten bereits zuvor erklärt, dass sie mit der Abschaffung von Fernseh- und Rundfunkgebühren und der Überführung der Finanzierung der beiden Medien auf den Staat nicht einverstanden sind.

  • 14.04.2026

    Das Verfassungsgericht hat am Dienstag einer Beschwerde des Künstlers Milan Knížák stattgegeben. Die Justiz muss den Vorschlag zu seiner gerichtlichen Rehabilitation erneut überprüfen. Es geht dabei um seine Inhaftierung wegen des angeblichen Versuchs, die Interessen der Tschechoslowakei im Ausland zu schädigen. Knížák saß vom 23. Oktober 1974 bis 7. Februar 1975 in Haft. Nach damaligen Ermittlern wollte der Künstler eine Sendung mit Dokumenten nach Frankreich schicken, die verzerrte Informationen über die Verhältnisse in der Tschechoslowakei enthalten haben soll. Der Staatsanwalt hatte die Strafverfolgung schließlich eingestellt.

    Als Knížák sich nach fünfzig Jahren um eine gerichtliche Rehabilitation bemühte, wies das Bezirksgericht für Prag 10 seinen Vorschlag wegen einer Verspätung zurück.

    Der heute 85-jährige Knížák gehörte vor 1989 zu den bedeutenden Persönlichkeiten der nonkonformen Kunstszene. Nach der Wende war er Rektor der Akademie der bildenden Künste in Prag und später Direktor der Prager Nationalgalerie.

  • 14.04.2026

    Die Oberbürgermeisterin von Brno / Brünn, Markéta Vaňková (Bürgerdemokraten), hat erklärt, sie unterstütze den Sudetendeutschen Tag sowie das Festival Meeting Brno. Das sagte die Kommunalpolitikerin am Dienstag nach einer Sitzung des Stadtparlaments, auf der sich mehrere Bürger zum Sudetendeutschen Tag äußerten. Vaňková forderte zur Suche nach einer gemeinsamen Verständigung auf. Ihren Worten zufolge ist nicht wichtig, ob die Menschen tschechisch oder deutsch sprechen, sondern es kommt auf die konkrete Person an, wie sie sich in einem historischen Augenblick verhält. Die Oberbürgermeisterin betonte, ihr habe die Belletristik wie beispielsweise das Buch „Gerta. Das deutsche Mädchen“ von Kateřina Tučková geholfen, die Problematik zu verstehen.

    Die Vertreter des Festivals Meeting Brno hatten die Sudetendeutschen nach Brünn eingeladen. Der Sudetendeutsche Tag wird vom 22. bis 25. Mai stattfinden.

  • 14.04.2026

    In Tschechien ist es am Mittwoch überwiegend bedeckt. Die Tageshöchsttemperaturen liegen zwischen 13 und 17 Grad.

  • 14.04.2026

    Dirigent Robert Kružík wird ab 2028 Musikdirektor des Prager Nationaltheaters. Er wird in dem Posten den jetzigen Musikdirektor Robert Jindra ablösen. Die Information wurde vom künftigen Generaldirektor des Prager Nationaltheaters, Martin Glaser, am Montag veröffentlicht. Glaser wird das Amt des Generaldirektors ab August 2028 bekleiden. Zuvor stellte er bereits Jiří Heřman als zukünftigen künstlerischen Leiter des Opernensembles des Prager Nationaltheaters vor.

    Kružík sagte, der Musikdirektor der Oper des Nationaltheaters und der Staatsoper in Prag zu werden, sei für ihn eine große Ehre und Verpflichtung. Der 36-jährige Künstler gehört zur jungen Generation tschechischer Dirigenten. Seit der Saison 2021/2022 ist er Chefdirigent der Bohuslav-Martinů-Philharmonie in Zlín und seit der Spielzeit 2025/2026 Chefdirigent der Janáček-Oper des Nationaltheaters Brno / Brünn.

  • 14.04.2026

    Die Verbraucherpreise sind im März im Jahresvergleich um 1,9 Prozent gestiegen. Die jährliche Inflation beschleunigte sich gegenüber Februar, als sie noch bei 1,4 Prozent lag. Vor allem die Kraftstoffpreise stiegen. Dies geht aus den Daten des Tschechischen Statistikamtes (ČSÚ) hervor, das am Dienstag seine vorläufige Schätzung bestätigte.

    Die Analytiker hatten bereits mit einer Beschleunigung der jährlichen Inflation gerechnet. Sie begründeten dies mit dem plötzlichen Anstieg der Diesel- und Benzinpreise, die aufgrund der Erhöhung der Ölpreise auf den Weltmärkten im Zusammenhang mit dem Konflikt im Nahen Osten teurer geworden sind.

  • 14.04.2026

    Das Verteidigungsministerium hat dem Generalstab der tschechischen Armee verboten, eine Folge des Podcast „Kamufláž“ zu senden, in der die Sprecherin der Armee ein Gespräch mit Staatspräsident Petr Pavel führte. Darüber informierte der Nachrichtenserver Aktuálně.cz am Montag. Das Interview sollte laut einer Ankündigung am 7. April veröffentlicht werden, auf den Plattformen erschien es jedoch nach einer Intervention des Ministeriums nicht. Der Sprecher des Verteidigungsressorts, Petr Pešek, erklärte gegenüber Aktuálně.cz, das Ministerium habe die Veröffentlichung des Gesprächs mit Pavel wegen Diskussionen innerhalb des Ressorts gestoppt.

    Die Oppositionsparteien Top 09 und die Bürgerdemokraten fordern wegen des nicht veröffentlichten Interviews mit Pavel den Rücktritt von Verteidigungsminister Jaromír Zůna (parteilos). Es sei nicht möglich, dass der oberste Befehlshaber der Armee zensiert werde, betonte der Top 09-Vorsitzende Matěj Ondřej Havel am Dienstag.

  • 14.04.2026

    Der tschechische Außenminister Petr Macinka (Motoristé sobě) hat am Dienstag die Gedenkstätte Yad Vashem in Jerusalem besucht. Gemeinsam mit seinem israelischen Amtskollegen Gideon Sa'ar ehrte er das Andenken von sechs Millionen Juden, die von den Nationalsozialisten ermordet wurden. In Israel ist am Dienstag der Staatsfeiertag Yom Hashoah – der Tag des Gedenkens an die Shoah und das Heldentum.

    Macinka würde die Diskussion über die Verlegung der tschechischen Botschaft aus Tel Aviv nach Jerusalem wieder eröffnen. Das sagte der tschechische Außenminister am Dienstag nach den Gesprächen mit Sa'ar. Der israelische Premier Benjamin Netanjahu dankte Macinka für die große Unterstützung, die Tschechien Israel entgegengebracht hat.

  • 14.04.2026

    Der tschechische Staatspräsident Petr Pavel weilt seit Montag zu Besuch in Argentinien. In Buenos Aires nahm er an einem Unternehmerforum teil. Pavel betonte in seiner Rede, dass die präzedenzlose russische Invasion in die Ukraine sowie die Lage im Nahen Osten zeigen, wie wichtig der Aufbau neuer Partnerschaften und eine Stärkung der bestehenden Beziehungen sind.

    Der tschechische Staatspräsident besuchte zudem das Holocaust-Museum und die dortige Ausstellung, die dem tschechoslowakischen Diplomaten Vladimír Vochoč gewidmet ist. Als Konsul in Marseille hatte Vochoč während des Zweiten Weltkriegs Juden tschechische Reisepässe ausgestellt, mit denen sie vor den Nationalsozialisten flüchten konnten.

    Am Montag trafen Pavel und seine Frau Eva im Tschechischen Haus in Buenos Aires mit in Argentinien lebenden Tschechen zusammen. Das Tschechische Haus ist einer von zehn tschechischen und tschechoslowakischen Vereinen, die derzeit in Argentinien aktiv sind und aus dem Programm der tschechischen Regierung für die Unterstützung der im Ausland lebenden Tschechen gefördert werden.

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