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11.04.2026
In Prag hat am Samstag wieder ein "Marsch für das Leben" von Abtreibungsgegnern stattgefunden. Laut Organisatoren nahmen mehr als 4000 Menschen teil. Sie gingen in mehreren Gruppen auf verschiedenen Trassen vom Burgviertel zum Wenzelsplatz. An mehreren Stellen trafen sie auf Gegendemonstranten, mit denen sie sich lautstarke verbale Auseinandersetzungen lieferten.
Die Polizei war auch mit Sondereinheiten sowie mit Antikonfliktteams im Einsatz. Sie lösten mehrere spontane Blockaden auf. Fünf Gegendemonstranten wurden festgenommen.
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11.04.2026
Seit Samstag gibt es einen neuen grenzüberschreitenden Wanderweg in der Böhmischen und Sächsischen Schweiz. Er führt von Hřensko nach Schmilka. Zudem gibt es eine Anbindung an die Aussichtsplattform Fénix auf der tschechischen Seite sowie auf den Lehrpfad „Wege zur Wildnis“ in Sachsen, der über die Neuaufzucht nach dem großen Waldbrand 2022 informiert. Dies teilte ein Sprecher der Nationalparkverwaltung der Presseagentur ČTK mit.
Ein Vorteil des neuen ausgeschilderten Weges ist demnach, dass die Wanderer auf der Trasse nicht mehr entlang der stark frequentierten Landstraße entlanggehen müssen.
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11.04.2026
Im Alter von 100 Jahren ist Helena Vovsová gestorben: Zu Zeiten des Nationalsozialismus half sie schikanierten Juden, als sie im Haushalt von NS-Reichsprotektor Reinhard Heydrich arbeitete. Die Organisation Paměť národa (Memory of Nations) informierte am Freitag auf Facebook, dass Vovsová schon am 6. April gestorben sei.
Die Familie lebte in Panenské Břežaný. Helena begann als 15-Jährige, als Hilfsgärtnerin im dortigen Schloss zu arbeiten, das als Sitz des NS-Reichsprotektors diente. Laut Paměť národa kümmerte sich Vovsová heimlich um die jüdischen Zwangsarbeiter, die im Stall untergebracht waren. Sie schmuggelte Post, Lebensmittel oder Medikamente und habe dadurch oftmals ihr Leben riskiert, so die Organisation.
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11.04.2026
Das Kreisgericht in Plzeň / Pilsen hat die deutsche Rechtsextremistin Marla Svenja Liebich am Freitag ins Gefängnis überführen lassen. Die in Deutschland verurteilte Aktivistin war diese Woche in Aš aufgespürt und auf Grundlage eines internationalen Haftbefehls festgenommen worden. Liebich lehne eine Auslieferung an Deutschland ab, berichtete der Nachrichtenserver Novinky.cz und beruft sich dabei auf den Pilsner Richter Tomáš Mahr.
Die Staatsanwaltschaft in Halle, wo Liebich 2023 zu einer anderthalbjährigen Haftstrafe verurteilt worden ist, hatte am Freitag einen Auslieferungsantrag angekündigt. Darüber muss nun ein Gericht in Tschechien entscheiden. Würde Liebich dem zustimmen, könnte sie innerhalb einer Woche nach Deutschland gebracht werden. Durch ihre Weigerung kann das Verfahren aber mehrere Wochen dauern.
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Kulturminister Klempíř: Rundfunkgebühren werden abgeschafft, TV und Radio aber nicht zusammengefasst
11.04.2026Mit der Novelle des Rundfunkgesetzes in Tschechien plant das Kulturministerium die Abschaffung der monatlichen Gebühren ein, die die Bevölkerung für Fernsehen und Radio zahlt. Das derzeitige Finanzierungssystem wird durch Zahlungen aus dem Staatshaushalt ersetzt. Dies bestätige Minister Oto Klempíř (parteilos) am Freitag, nachdem er Verhandlungen mit den Generaldirektoren der beiden öffentlich-rechtlichen Medienanstalten geführt hatte.
Sowohl Hynek Chudárek, Chef des Tschechischen Fernsehens (ČT), als auch René Zavoral, Generaldirektor des Tschechischen Rundfunks (ČRo), setzen sich für die Beibehaltung der Rundfunkgebühren ein. Beide trafen sich deswegen am Freitag zu Einzelgesprächen mit Klempíř. Der Minister teilte danach außerdem mit, dass eine Zusammenlegung der beiden Anstalten nicht erwogen werde.
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11.04.2026
Kurz vor der Parlamentswahl in Ungarn hat der tschechische Premier Andrej Babiš (Partei Ano) seine Unterstützung für seinen dortigen Amtskollegen Viktor Orbán und dessen Partei Fidesz ausgedrückt. Orbán habe immer für ein stärkeres Europa und die ungarischen Interessen gekämpft, schrieb Babiš am Samstag auf X. In diesen stürmischen Zeiten sei die Wahl von Stabilität und einer erprobten Führung wichtiger denn je, so der tschechische Regierungschef.
Babišs Amtsvorgänger Petr Fiala (Bürgerdemokraten) hingegen glaubt, dass Orbán die Wahl am Sonntag verliert. Dies würde den Anfang vom Ende des Populismus in Zentraleuropa bedeuten, äußerte Fiala ebenfalls auf X.
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10.04.2026
Der Rat der Europäischen Union hat am Freitag den Plan Tschechiens genehmigt, wie das Land die Mittel aus dem SAFE-Programm einsetzen will. Dieses Kreditprogramm wurde 2025 von der EU für die militärische Ausstattung der Mitgliedsländer eingeführt. Für Tschechien würden nun 2,06 Milliarden Euro aus diesem Topf bereit stehen, so die Mitteilung des Rates.
Ein Positivbescheid wurde am Freitag auch für Frankreich getroffen. Für 16 weitere EU-Länder hatte es die Genehmigung zur Nutzung von SAFE bereits im Februar gegeben. Tschechien hatte an seinem Konzept noch im Januar Änderungen vorgenommen, weswegen es erst jetzt bewertet wurde.
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10.04.2026
Die Staatsanwaltschaft von Halle wird die Auslieferung der in Tschechien festgenommenen Rechtsextremistin Marla Svenja Liebich beantragen. Dies teilte Staatsanwalt Dennis Cernota am Freitag der Presseagentur DPA mit. Falls dem Ersuchen stattgegeben werde, solle Liebich ins Gefängnis in Chemnitz kommen, so die Ankündigung.
Liebich war am Donnerstag von der tschechischen Polizei im westböhmischen Aš aufgegriffen worden. Gegen sie gibt es einen europäischen Haftbefehl aufgrund einer Verurteilung zu anderthalb Jahren Freiheitsentzug. Das Urteil wurde 2023 in Halle wegen Volksverhetzung, übler Nachrede und Beleidigung gefällt. Die Rechtsextremistin hatte die Haftstrafe aber nicht angetreten.
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10.04.2026
In Tschechien und der Slowakei sind am Freitagmorgen auf Anweisung der Europäischen Staatsanwaltschaft (EPPO) mehrere Hausdurchsuchungen durchgeführt worden. Es geht um den Verdacht auf einen umfangreichen Betrug bei Zoll und Mehrwertsteuer durch die Einfuhr von Kleidung, Schuhen und anderen Waren aus China. In Tschechien war die Polizeizentrale zur Bekämpfung des organisierten Verbrechens beteiligt. Darüber informierte die EPPO in einer Pressemitteilung.
Die Eingriffe fanden in Bratislava und Liberec statt. Die Vorwürfe beziehen sich auf den Missbrauch einer Zollregelung zur vereinfachten Einfuhr von Waren aus Drittländern. Der Importeur ist dabei von der Mehrwertsteuer befreit, wenn die Ware nach Ankunft in der EU in ein weiteres Mitgliedsland verschickt wird.
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10.04.2026
Die genehmigten Spritpreise in Tschechien können am Wochenende wieder etwas höher liegen als am Freitag. Das Finanzministerium gab am frühen Nachmittag die Grenze von 45,90 Kronen (1,88 Euro) für den Liter Diesel und 41,95 Kronen (1,72 Euro) für den Liter Benzin aus.
Das Ministerium legt an jedem Wochentag um 14 Uhr die möglichen Höchstpreise für den kommenden Tag fest. Die nächste Bestimmung wird es am Montag geben.
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