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09.04.2026
Die bestehenden Reaktorblöcke im Kernkraftwerk Dukovany könnt eine Lebensdauer von bis zu 80 Jahren haben, also bis 2065 beziehungsweise 2067 in Betrieb sein. Dies geht aus einer Analyse des Energieunternehmens ČEZ hervor, deren Ergebnisse am Donnerstag von Industrieminister Karel Havlíček (Partei Ano) vorgestellt wurden. Alle Blöcke in Dukovany verfügen derzeit über eine Betriebsgenehmigung des Amtes für Reaktorsicherheit (SÚJB) bis Mitte der 2030er-Jahre.
In Dukovany sind aktuell vier Kernkraftwerksblöcke mit einer Leistung von je 510 Megawatt (MW) in Betrieb. Der erste Block wurde 1985 in Betrieb genommen, die anderen in den beiden darauffolgenden Jahren.
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09.04.2026
Die Tschechische Philharmonie (ČF) wird in der kommenden Saison 72 Konzerte in Tschechien, 22 im Ausland und über 300 weitere Bildungsveranstaltungen anbieten. Dazu kommen noch 37 Konzerte des Tschechischen Vereins für Kammermusik. Das Orchester stellte am Donnerstag sein Programm für die 131. Spielzeit vor.
Der US-amerikanische Dirigent Semjon Bytschkow eröffnet am 1. September seine neunte Saison an der Spitze der Tschechischen Philharmonie. Seine Programme legen den Schwerpunkt auf die Meisterwerke des russischen Repertoires, darunter Kompositionen von Schostakowitsch, Mussorgski, Strawinsky und Rachmaninow. Die Tschechische Philharmonie gedenkt zudem des 200. Todestages von Ludwig van Beethoven mit einer Aufführung seiner Neunten Symphonie.
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09.04.2026
Die fünf Oppositionsparteien haben die Einberufung einer Sondersitzung des Abgeordnetenhauses beantragt. Der Antrag mit Unterschriften von Abgeordneten der Demokratischen Bürgerpartei (ODS), der Bürgermeisterpartei Stan, der Piratenpartei, der Christdemokratischen Partei (KDU-ČSL) und der Partei Top 09 wurde am Donnerstag dem Vorsitzenden der unteren Parlamentskammer, Tomio Okamura („Freiheit und direkte Demokratie"), überreicht.
Die Oppositionsparlamentarier wollen über Sicherheit, Wirtschaft und öffentlich-rechtliche Medien sprechen. Der ODS-Fraktionsvorsitzende Marek Benda warf der Regierung bei diesem Anlass Chaos in allen Bereichen vor. Die Regierung regiere nicht, nehme den Bürgern aufgrund steigender Treibstoffpreise Geld ab, reagiere schlecht auf die Sicherheitslage und bedrohe die Gewährung von EU-Subventionen, sagte er.
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09.04.2026
Das Berufungsgericht in Prag hat die dreijährige Bewährungsstrafe gegen den Direktor des Verlags Naše vojsko, Emerich Drtina, aufgehoben. Drtina war im März vergangenen Jahres vom Bezirksgericht in Prag 5 wegen des Verkaufs von T-Shirts, Tassen und Bildern mit Nazi-Motiven verurteilt worden. Das Bezirksgericht befand ihn damals für schuldig, eine Bewegung unterstützt und gefördert zu haben, die darauf abzielte, Menschenrechte und Freiheiten zu unterdrücken.
Nach Aussage einer Gerichtssprecherin im fünften Prager Stadtbezirk hat das Stadtgericht in Prag jetzt befunden, dass es sich hierbei nicht um eine Straftat, sondern um eine Ordnungswidrigkeit handele. Der Fall sei nun zur Verhandlung eines Ordnungswidrigkeitsverfahrens an die Stadtverwaltung weitergeleitet worden, teilte sie am Donnerstag mit.
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09.04.2026
Der tschechische halbstaatliche Energiekonzern ČEZ wird bei der Entwicklung von Brennelementen der neuen Generation für Kernreaktoren hierzulande mit dem französischen Unternehmen Framatome und anderen europäischen Betreibern kooperieren. Dies gab ČEZ in einer Pressemitteilung am Donnerstag bekannt.
Das Unternehmen setzt damit seine Bemühungen um eine Diversifizierung der Brennstofflieferanten für Kernkraftwerke fort. Im AKW Dukovany wird derzeit der russische TVEL-Brennstoff genutzt; im vergangenen Jahr erhielt das Kraftwerk seinen ersten Brennstoff von Westinghouse aus den USA.
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09.04.2026
Laut dem tschechischen Staatspräsidenten Petr Pavel muss man abwarten, ob die Waffenruhe im Krieg zwischen den USA, Israel und dem Iran konkrete Ergebnisse bringt und ob die Kampfhandlungen nicht wiederaufgenommen werden. Er sagte dies am Mittwoch in einem Podcast auf dem Server SeznamZprávy.
Der angekündigte Regimewechsel im Iran habe nicht stattgefunden, merkte Pavel an. Zudem sei nicht klar, ob es gelinge, das iranische Atom- und Raketenprogramm einzustellen, so der Präsident.
Das tschechische Staatsoberhaupt und die ehemalige slowakische Präsidentin Zuzana Čaputová waren am Mittwoch zu Gast in der Sondersendung des Podcasts, die an der Karlsuniversität in Prag aufgenommen wurde.
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09.04.2026
Tschechien hat nach drei Jahren Unterbrechung wieder einen Botschafter in Syrien. Vítězslav Pivoňka, der bisher die zuständige Vertretung in Damaskus als chargé d'affaires geleitet hatte, hat am Dienstag dem syrischen Außenminister Asaad al-Schaibani sein Beglaubigungsschreiben überreicht.
Laut der syrischen Presseagentur SANA spiegelte das Treffen zur Übergabe des Beglaubigungsschreibens die Fortsetzung der diplomatischen Beziehungen zwischen Syrien und der Tschechischen Republik im Rahmen der Stärkung der bilateralen Beziehungen wider. Tschechien finanzierte in der Vergangenheit mehrere humanitäre und archäologische Programme in Syrien.
Die bisher letzte tschechische Botschafterin in Damaskus war Eva Filipi, die 13 Jahre lang bis 2023 vor Ort war.
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08.04.2026
Die Opposition wird den Vorsitzenden des Abgeordnetenhauses, Tomio Okamura (Partei „Freiheit und direkte Demokratie“), am Donnerstag um die Einberufung einer Sondersitzung der Unteren Parlamentskammer ersuchen. Zudem wird die Opposition erläutern, mit welchen problematischen Fällen im Verhalten der Regierung sie sich befassen will. Der Vorsitzende der Top 09-Fraktion, Jan Jakob, informierte darüber die Presseagentur ČTK. Den Antrag um die Einberufung der Sondersitzung wurde von allen Abgeordneten der Opposition unterzeichnet. Die Chefs der Oppositionsfraktionen einigten sich am Mittwoch auf ein gemeinsames Vorgehen.
Die Oppositionspolitiker sprachen zuvor insbesondere über chaotische Pläne des Kabinetts mit den öffentlich-rechtlichen Medien, die Koordinierung der Außenpolitik zwischen der Regierung und Staatspräsident Petr Pavel sowie die Schritte des Kabinetts in der Sicherheitspolitik.
Die von der Presseagentur ČTK angesprochenen Politologen bezeichnen das Verhalten des Kabinetts als konzeptlos.
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08.04.2026
Der tschechische Staatspräsident Petr Pavel beabsichtigt, gemäß seiner in der Verfassung verankerten Stellung die tschechische Delegation Anfang Juli beim Nato-Gipfel in Ankara zu leiten. Dies schrieb Pavel am Mittwoch in einem Brief an Premier Andrej Babiš (Partei Ano). Der Brief wurde von der Präsidialkanzlei auf ihrer Website veröffentlicht. Pavel bezog sich auf die in der Verfassung verankerte Kompetenz des Staatsoberhauptes, den Staat nach außen zu vertreten, sowie auf langjährige Gepflogenheiten.
Babiš hatte Mitte März erklärt, dass nur er und Außenminister Petr Macinka (Motoristé sobě) zum Nato-Gipfel reisen sollten. Pavel erklärte, er wolle mit seiner Teilnahme dazu beitragen, Kontinuität in den Bereichen Außen- und Sicherheitspolitik zu gewährleisten, die sich mit der Arbeit des Staatspräsidenten bedeutend überschneiden. Im Hinblick auf Themen, die beim Gipfel erörtert werden sollen, vor allem die Verteidigungsausgaben und die Erfüllung der beim Gipfel in Den Haag eingegangenen Verpflichtungen würde Pavel seinen Worten zufolge Babišs Teilnahme begrüßen. Der Premier könnte laut dem Staatspräsidenten die Position der tschechischen Regierung ausführlich erläutern.
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08.04.2026
Die katholische Kirche hat im vergangenen Jahr in Tschechien 13.622 Taufen verzeichnet, um rund 550 weniger als im Vorjahr. Der Anteil getaufter Kinder im Alter von unter einem Jahr blieb im Vergleich zum Vorjahr gleich – trotz des Rückgangs der Neugeborenenzahlen im vergangenen Jahr. Kinder im Alter von unter einem Jahr stellten die größte Gruppe der Neugetauften dar. Der Anteil der Erwachsenentaufen stieg auf neun Prozent, was etwa um ein Drittel über dem langjährigen Durchschnitt liegt. Dies folgt aus Informationen, die die Sprecherin der Tschechischen Bischofskonferenz (ČBK), Monika Klimentová, in einem Pressebericht veröffentlichte.
Der Anteil von neun Prozent der Erwachsenen an den Neugetauften stellt laut Klimentová in Tschechien die bisher höchste Prozentzahl dar. Langfristig bewegte sich der Anteil im Durchschnitt zwischen fünf und sechs Prozent. In den böhmischen Diözesen war im Vergleich mit Mähren und Schlesien der Anteil der Erwachsenen höher, er betrug 13,2 Prozent. Das Interesse für die Taufe unter den Erwachsenen wird laut der Tschechischen Bischofskonferenz nicht nur in Tschechien verzeichnet. Dieser Trend sei schon eine Zeit lang in Westeuropa bemerkbar, teilte der Generalsekretär der Bischofskonferenz, Roman Czudek, mit.
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