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06.04.2026
Tennisspielerin Marie Bouzková hat das Turnier in Bogota gewonnen. Es ist der dritte Titel auf der WTA-Tour in der Karriere der 27-jährigen Tschechin.
Im Finale in der kolumbianischen Hauptstadt besiegte sie am Sonntagabend mit 6:7, 6:2 und 6:2 Panna Udvardy aus Ungarn. Bouzková war bereits im vergangenen Jahr in Bogota im Finale gestanden, verlor dieses jedoch. Ihre andere beiden Titel holte sie 2022 und 2025 bei den Prague Open.
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06.04.2026
Am teils sommerlich warmen Ostersonntag sind in Tschechien an einigen Messstellen neue Temperaturrekorde aufgestellt worden. Am wärmsten war es mit 24,9 Grad Celsius in Dyjákovice in Südmähren. Dort wurde der vorherige Höchstwert für den 5. Mai von 2016 um 0,2 Grad überboten.
Insgesamt fielen die Rekorde an neun der insgesamt 170 meteorologischen Stationen, an denen hierzulande seit mindestens 30 Jahren gemessen wird. Fünf Stationen lagen in Südmähren, drei auf der Böhmisch-Mährischen Höhe, und hinzu kam noch die Messstelle in Ústí nad Labem-Vaňov.
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06.04.2026
Laut der Oberstaatsanwaltschaft in Prag sind am Freitag und Samstag zwei weitere Personen festgenommen worden, die in Verdacht stehen, am Brandanschlag auf das Rüstungsunternehmen LPP Holding in Pardubice beteiligt gewesen zu sein. Eine der Festnahmen erfolgte in Bulgarien. Tschechien bemühe sich um die Herausgabe der verdächtigen Person, hieß es. Beide Personen sind laut den Aussagen der Oberstaatsanwaltschaft keine tschechischen Staatsbürger. Insgesamt sind damit bereits neun Verhaftungen im Zusammenhang mit dem Anschlag erfolgt.
Zur Attacke auf die Rüstungsfirma LPP Mitte März wird mit Verdacht auf eine terroristische Straftat ermittelt. Die propalästinensische Gruppe „Earthquake Faction“ bekannte sich dazu, die Brandsätze gelegt zu haben. Sie begründete den Angriff mit der angeblichen Kooperation des Waffenherstellers mit der israelischen Firma Elbit Systems. Laut der LPP Holding kam es aber letztlich nicht zu der Zusammenarbeit.
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06.04.2026
Für weite Teilen Tschechiens steht der Ostermontag im Zeichen alter Volksbräuche. Am bekanntesten ist das Osterrutenschlagen. Dabei ziehen Jungen und junge Männer von Haus zu Haus, um Mädchen und Frauen symbolisch mit den aus jungen Zweigen geflochtenen Ruten zu schlagen. Über die Berührung soll die Frische der Zweige übertragen werden. Für diesen Akt erhalten die Rutenschwinger dann Eier oder Schokolade.
Der Brauch ist allerdings mittlerweile auch in Tschechien zunehmend umstritten. Laut einer Umfrage des Meinungsforschungsinstituts NMS Market Research vom vergangenen Jahr mögen 80 Prozent der Menschen hierzulande den Brauch nicht. Allerdings hält ihn die Hälfte der Befragten trotzdem ein. Nur 20 Prozent bekundeten, dass sie den Brauch gut fänden.
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06.04.2026
Die Zahl der Ransomware-Angriffe auf Firmen in Tschechien hat sich im ersten Quartal dieses Jahres verdoppelt. Laut dem Sicherheitsunternehmen Eset wurden in der genannten Zeit zwölf Firmen hierzulande bekannt, die erpresserische Software erhalten haben. Die Zahl solcher Angriffe ist in den letzten Jahren deutlich angestiegen. Im ersten Quartal 2025 betraf dies nur sechs Firmen in Tschechien, und 2024 wurde diese Zahl erst im August erreicht.
Wie Eset weiter mitteilte, konnten drei Gangs von Cyberkriminellen identifiziert werden, die in Tschechien mit Ransomware besonders aktiv sind. Bei solchen Angriffen versuchen Cyberkriminelle, in die Computersysteme ihrer Opfer einzudringen und ihre Daten zu verschlüsseln. Im Fall eines Erfolgs verlangen die Täter meist Lösegeld für die Freigabe der Daten. Im schlimmsten Fall stehen Unternehmen dann still, bis bezahlt wird oder die Firmendaten aus Back-ups wiederhergestellt werden können.
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06.04.2026
Kulturminister Oto Klempíř (parteilos) hat seinen Vorgänger Martin Baxa (Bürgerdemokraten) von seinem Posten als Verwaltungsratsvorsitzender des Musikfestivals „Prager Frühling“ abberufen. Hintergrund ist ein Streit beider Politiker über Subventionen für Filmprojekte.
Der Kulturminister hatte sich am Dienstag über die Vergabe von Subventionen durch den Staatsfonds für Audiovision an ein queeres Filmprojekt ausgelassen. Klempíř bezeichnete das Vorhaben als „Aktivismus“ und kündigte an, die Autonomie des Staatsfonds bei der Vergabe von Geldern aufheben zu wollen. Baxa wandte sich gegen die Ansichten des Ministers. Es sei inakzeptabel, dass ein Regierungsmitglied eines demokratischen Staates öffentlich die freie Kultur und die Minderheitenrechte angreife, so Baxa.
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02.04.2026
Die Räume des Schlosss in Buchlovice sind anlässlich der Saisoneröffnung am Donnerstag mit zahlreichen Tulpen geschmückt worden. Die Besucher können die Blumen bei der Führung durch die Schlosszimmer sowie in der Sala terrena bewundern. Insgesamt sei das Schloss mit rund 2500 Blumen verziert worden, teilte der Kastellan der Residenz, Jan Binder, der Presseagentur ČTK mit.
Die Besucher von Buchlovice können sich in diesem Jahr auch auf eine Rosenausstellung freuen. Diese wird im Juli stattfinden. Ab Mai soll eine Ausstellung von Fuchsien eröffnet werden.
Das Schloss ließ Jan Dětřich Petřvaldský am Anfang des 18. Jahrhunderts erbauen. Zur Residenz gehört auch ein großer englischer Park mit wertvollen Bäumen. Bis 1945 gehörte das Schloss der Adelsfamilie Berchtold. Im vergangenen Jahr haben fast 73.000 Menschen Buchlovice besucht.
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02.04.2026
Der tschechische Staatspräsident Petr Pavel rechnet auch weiterhin damit, dass er im Sommer am Nato-Gipfel in Ankara teilnehmen wird. Pavel will deswegen mit Premier Andrej Babiš (Partei Ano) zusammentreffen. Dies teilte der Präsidentensprecher Vít Kolář am Donnerstag der Tageszeitung Deník N mit.
Babiš sagte Mitte März, dass er und Außenminister Petr Macinka (Motoristé sobě) am Nato-Gipfel teilnehmen müssen. Macinka sprach im Januar als erster davon, dass der Präsident nach Ankara nicht reisen dürfe. Zuvor hatte Macinka einen scharfen Streit mit dem Staatspräsidenten wegen der Nichternennung des Ehrenvorsitzenden von Motoristé sobě, Filip Turek, zum Umweltminister. Am Donnerstag teilte Macinka der Presseagentur ČTK mit, seine Meinung über die Vertreter Tschechiens beim Nato-Gipfel sei lange bekannt.
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02.04.2026
Die Bürgermeisterpartei Stan bemüht sich um die Einberufung einer Sondersitzung des Abgeordnetenhauses zur Frage der öffentlich-rechtlichen Medien. Mit den Oppositionsfraktionen will sie besprechen, wann die Sitzung stattfinden könnte. Das sagte der Stan-Vorsitzende Vít Rakušan am Donnerstag den Medien. Die Partei hält Kulturminister Oto Klempíř, der für Motoristé sobě nominiert wurde, für inkompetent. Die Äußerungen der einzelnen Regierungsparteien über die künftige Finanzierung des Tschechischen Fernsehens und des Tschechischen Rundfunks werden von der Bürgermeisterpartei als verwirrt und bizarr bezeichnet.
Der Vorsitzende der oppositionellen Bürgerdemokraten, Martin Kupka, merkte an, seine Partei habe weitere Themen, die auf der Sondersitzung erörtert werden könnten. Die Oppositionspartei Top 09 kündigte vorige Woche an, sie werde Unterschriften für die Einberufung einer Sondersitzung sammeln.
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02.04.2026
Der tschechische Premier Andrej Babiš (Partei Ano) hat ausgeschlossen, dass es zu Änderungen in seinem Kabinett kommen würde. Das sagte er am Donnerstag auf einer Pressekonferenz in Prag. Außer den Ministern von der Partei Ano sind im Kabinett Politiker von Motoristé sobě und Minister, die für die Partei „Freiheit und direkte Demokratie“ (SPD) nominiert wurden. Vorige Woche war das Kabinett 100 Tage im Amt. In den Medien wird über die mangelnde Zufriedenheit des Premiers mit einigen Ministern spekuliert, am häufigsten erwähnt werden Verteidigungsminister Jaromír Zůna, der für die SPD nominiert wurde, und Kulturminister Oto Klempíř (Motoristé sobě).
Politologen bezeichnen das Verhalten des Kabinetts in den ersten 100 Tagen der Amtszeit als konzeptlos. Babišs Rückkehr ins Ministerpräsidentenamt bedeutet nach Meinung der Experten erneut nur die Betonung von Mikromanagement und bringt schwer voraussehbare Entscheidungen mit sich.
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