• 01.04.2026

    Am Donnerstag ist es im Westen Tschechiens leicht, im Süden und Osten jedoch dichter bewölkt. Im Süden gibt es zu Beginn noch leichten Regen, die Schneefallgrenze steigt im Tagesverlauf von 800 auf 1100 Meter. Die Tageshöchsttemperaturen erreichen 8 bis 12 Grad, bei mehr Sonnenschein auch 14 Grad.

  • 01.04.2026

    Der polnische Inlandsgeheimdienst ABW hat in Zusammenhang mit dem Brandanschlag auf die LPP Holding in Pardubice zwei Menschen polnischer Staatsbürgerschaft festgenommen. Über die Verhaftungen, die bereits vor einigen Tagen stattgefunden haben sollen, berichtete am Mittwoch das öffentlich-rechtliche Polnische Fernsehen auf seinem Onlineportal TVP Info.

    Zum Brandanschlag auf die Rüstungsfirma LPP Mitte März wird mit Verdacht auf eine terroristische Straftat ermittelt. Die Festnahmen in Polen seien das Ergebnis der Zusammenarbeit von ABW und den tschechischen Sicherheitsbehörden, so TVP Info. Die beiden Personen werden demnach der Hilfeleistung verdächtigt.

  • 01.04.2026

    Das Defizit in den öffentlichen Finanzen Tschechiens ist im vergangenen Jahr leicht angestiegen und lag bei 2,1 Prozent des Bruttoinlandsproduktes (BIP). 2024 waren es noch zwei Prozent gewesen. Die Negativbilanz zwischen Einnahmen und Ausgaben betrug 2025 damit 183,7 Milliarden Kronen (7,5 Milliarden Euro). Diese Zahlen veröffentlichte das Statistikamt (ČSÚ) am Mittwoch.

    Demnach nahm die Verschuldung der Regierungsinstitutionen im Jahresvergleich von 43,3 Prozent auf 44,3 Prozent des BIP zu. Sie lag insgesamt bei knapp 3,8 Billionen Kronen (150 Milliarden Euro).

  • 01.04.2026

    Die tschechische Eisenbahnverwaltung (SŽ) hat am Dienstag die Verträge zur Modernisierung zweier Zugstrecken unterschrieben. Eine davon ist die Trasse von Plzeň / Pilsen über Nýřany nach Chotěšov, die zur Verbindung nach Bayern gehört. Für den Ausbau werden knapp 4,5 Milliarden Kronen (180 Millionen Euro) investiert. Die Summe beinhaltet noch keine Mehrwertsteuer. Dies geht aus den Dokumenten hervor, die im Vertragsregister veröffentlicht wurden und auf die das Nachrichtenportal Zdopravy.cz hinwies.

    Das zweite Vorhaben betrifft die Strecke vom Prager Stadtteil Ruzyně, in dem sich der Flughafen befindet, nach Kladno. Dafür werden knapp 8,3 Milliarden Kronen (340 Millionen Euro) ohne Mehrwertsteuer aufgebracht.

  • 01.04.2026

    Der Staatsvertrag, den Tschechien 2024 mit dem Vatikan abgeschlossen hat, widerspricht in Teilen der hiesigen Verfassungsordnung. Dies entschied das Verfassungsgericht in Brno / Brünn am Mittwoch. Damit wird eine Ratifizierung verhindert. Laut Gericht müssen die Widersprüche im Text beseitigt werden, etwa durch neue bilaterale Verhandlungen.

    Problematisch sind demnach Passagen über das Beichtgeheimnis, das für Katholiken laut Vertrag uneingeschränkt gelten soll, sowie über einen beschränkten Zugang zu den Kirchenarchiven. Diese Artikel würden im Widerspruch zur Neutralität des Staates und dem Verbot von Diskriminierung stehen, konstatiert das Gericht.

    Die tschechische Bischofskonferenz zeigte sich mit dem Urteil nicht einverstanden. Man werde es aber respektieren, sagte eine Sprecherin gegenüber der Presseagentur ČTK. Auch der emeritierte Prager Erzbischof Jan Graubner äußerte sich überrascht über den Gerichtsbeschluss.

  • 01.04.2026

    Das Schuljahr wird in Tschechien dieses Jahr nicht wie üblich am 30. Juni enden, sondern bereits am 26. Juni. Dies hat Bildungsminister Robert Plaga (parteilos) am Dienstag verkündet. Die Verlegung von Dienstag, den 30. Juni, auf den vorangehenden Freitag wird mit organisatorischen und betrieblichen Bedürfnissen der Schulen begründet. Zudem passe man sich damit an das Verhalten vieler Eltern an, die ihre Kinder bereits für die letzten Schultage aus dem Unterricht befreien würden, heißt es in der Mitteilung auf der Website des Ministeriums.

    Aus Kreisen der Pädagogen ertönte Kritik an der Entscheidung, die als sehr kurzfristig bezeichnet wird. Ungeachtet des vorgezogenen Beginns werden die Sommerferien in Tschechien auch in diesem Jahr am 31. August enden.

  • 01.04.2026

    Erstmals seit 20 Jahren werden die tschechischen Fußballer wieder an der Weltmeisterschaft teilnehmen. Die Mannschaft gewann am Dienstag vor eigenem Publikum das entscheidende Play-off-Finale gegen Dänemark.

    Das Spiel endete nach der Verlängerung mit 2:2 unentschieden. Das anschließende Elfmeterschießen konnten die Tschechen dann mit 3:1 für sich entscheiden.

  • 31.03.2026

    Die Tschechische Republik sollte laut Präsident Petr Pavel ihre Beziehungen zu Ungarn neu bewerten. Dabei gehe es insbesondere um die Frage, welche Informationen Prag mit Budapest teilen werde, sagte das Staatsoberhaupt am Dienstag im öffentlich-rechtlichen Tschechischen Fernsehen. Er reagierte somit auf die Veröffentlichung des Inhalts von Telefongesprächen zwischen den Außenministern Ungarns und Russlands.

    Die Außenpolitik werde von der Regierung und nicht vom Präsidenten bestimmt, kommentierte Außenminister Petr Macinka Pavels Äußerungen. Die Meinungen des Staatsoberhauptes seien irrelevant, sagte er gegenüber der Presseagentur  ČTK.

    Die Washington Post berichtete in der vergangenen Woche, dass ungarische Regierungsmitglieder Informationen von Ministertreffen in Brüssel an Russland weitergegeben haben sollen. Nach den jüngsten Medienberichten soll Außenminister Szijjártó seinem russischen Amtskollegen bei dessen Versuch entgegengekommen haben, Sanktionsaufhebungen zu erreichen.

  • 31.03.2026

    Der tschechische Premier Andrej Babiš (Partei Ano) hat seinen slowakischen Amtskollegen Robert Fico (Smer – SD) bei einem Treffen am Dienstag in Tschechien aufgefordert, den Erdöl-Notstand in der Slowakei aufzuheben. Laut Babiš muss das Problem mit den Kraftstoffen in der ganzen Region gelöst werden. Fico erwiderte, die Slowakei werde den Notstand aufheben, sobald die entsprechenden Bedingungen erfüllt seien.

    Bratislava rief den Notstand aus, nachdem die Erdöl-Lieferungen über die Druschba-Pipeline aus Russland über die Ukraine eingestellt worden seien. In der Slowakei wurden die Dieselpreise für Fahrzeuge mit ausländischen Kennzeichen erhöht, was von der Europäischen Kommission kritisiert wurde.

  • 31.03.2026

    Der tschechische Abgeordnete und Chef der rechtsliberalen Partei Svobodní, Libor Vondráček, hat sich mit einem Brief an die Präsidentin des Bundestags Julia Klöckner gewandt. In dem Schreiben fordert er dazu auf, die Finanzierung der Rosa-Luxemburg-Stiftung, die Der Linke nahesteht, zu überprüfen. Vondřáček wirft der Bundesregierung vor, dass deutsche Steuergelder „zur Fanatisierung junger Menschen“ in Tschechien beitrügen. Er behauptet, es gebe eine Verbindung zwischen „verdächtigen Personen“ im Zusammenhang mit dem Brandanschlag auf dem Gelände des Rüstungskonzerns LPP Holding in Tschechien und der Rosa-Luxemburg-Stiftung. Der Abgeordnete informierte am Montag in einer Pressemitteilung über den Brief.

    Die Rosa-Luxemburg-Stiftung wies den Inhalt am Dienstag entschieden zurück. Sie behalte sich das Recht vor, im Falle einer weiteren Verbreitung der „in der Pressemitteilung enthaltenen falschen Informationen“ rechtliche Schritte einzuleiten, so eine Sprecherin der Stiftung.

    Laut Aussage des Sprechers der Bundestagspräsidentin, Mathias Paul, ist der Brief noch nicht offiziell im Parlament eingegangen. Gegenüber der tschechischen Presseagentur ČTK verwies Paul darauf, dass parteinahe Stiftungen in Deutschland nicht aus dem Bundeshaushalt, sondern auf Antrag und über das Bundesinnenministerium finanziert würden.

Pages