• 31.03.2026

    Im Nationalmuseum in Prag wird am Mittwoch die Ausstellung „František Palacký 1798 - 1876“ eröffnet. Sie findet anlässlich des 150. Todestages des Historikers und Politikers statt, der die tschechische Geschichtsschreibung maßgeblich geprägt hat. Man wolle kein Denkmal bauen, sondern ihn als eine Person zeigen, die über Europa, die Gesellschaft und die individuelle Verantwortung nachgedacht habe, sagte der Generaldirektor des Nationalmuseums, Michal Lukeš, am Dienstag vor Journalisten.

    Das dominierende Element der Ausstellung ist eine großformatige Karte, auf der man Palackýs Reisen und die Veränderungen der nationalen Beziehungen in Mitteleuropa nachvollziehen kann. In acht fiktiven Dialogen zwischen Palacký und einem Menschen von 2026 kann man sich mit dessen Gedankenwelt auseinandersetzen.

    Die Ausstellung läuft bis Ende August.

  • 31.03.2026

    Im Zusammenhang mit dem Brandanschlag auf eine Waffenfabrikhalle der LPP Holding in Pardubice hat die Staatsanwaltschaft am Dienstag einen Antrag auf Untersuchungshaft für den fünften Verdächtigten gestellt. Ihm wird die Beteiligung an einem Terroranschlag vorgeworfen, worauf eine Freiheitsstrafe von bis zu 20 Jahren oder lebenslange Haft steht.

    Drei der bisher fünf Festgenommenen befinden sich bereits in Untersuchungshaft in Tschechien. Eine vierte Verdächtige, die Staatsangehörige der USA ist, befindet sich in Untersuchungshaft in der Slowakei. Die tschechischen Behörden haben ein Auslieferungsersuchen gestellt.

    Zu dem Anschlag auf dem Gelände des Rüstungskonzerns LPP Holding in Pardubice bekannte sich die propalästinensische Gruppe „Earthquake Faction“. Sie begründete die Attacke mit der angeblichen Kooperation des Waffenherstellers mit der israelischen Firma Elbit Systems. Laut der LPP Holding kam es aber letztlich nicht zu der Zusammenarbeit.

  • 31.03.2026

    Am Mittwoch ist es im böhmischen Landesteil leicht bewölkt, in Mähren und Schlesien bedeckt. Vereinzelt gibt es Regenschauer, in Höhenlagen ab 900 Metern Schnee. Die Tageshöchsttemperaturen steigen auf 8 bis 12 Grad.

  • 31.03.2026

    Die Regierungen Tschechiens und der Slowakei treffen sich am Dienstag nach drei Jahren zu einer gemeinsamen Sitzung. Die letzten Regierungskonsultationen hatten im März 2023 stattgefunden, ein Jahr später wurden sie von der damaligen Regierung von Petr Fiala (Bürgerdemokraten) aufgrund unterschiedlicher Ansichten zu außenpolitischen Themen abgebrochen.

    Die Kabinettsmitglieder kamen nun auf Schloss Nová Horka im Mährisch-Schlesischen Kreis zusammen. Ihre Ankunft wurde von einer Protestkundgebung begleitet, die die Ostorientierung der Slowakei kritisierte.

    Die Ministerpräsidenten der beiden Länder, Andrej Babiš (Partei Ano) und Robert Fico (Smer-SD), haben eine Absichtserklärung zur verstärkten Zusammenarbeit zwischen ihren Regierungen unterzeichnet. Die Gesprächsthemen waren außerdem die Förderung der Wettbewerbsfähigkeit, die Verkehrsinfrastruktur und die Energiesicherheit.

  • 31.03.2026

    Zu dem Brandanschlag auf das russische Kulturzentrum in Prag, der in der vergangenen Woche verübt wurde, hat sich ein Ausländer bekannt. Dies teilte die tschechische Polizei am Dienstag mit. Der Täter sei festgenommen worden, hieß es. Laut Polizeiangaben sagte er, er habe den Anschlag seit dem Sommer 2025 geplant und vorbereitet.

    Am vergangenen Donnerstag warf der Täter mehrere Brandsätze auf das sogenannte Russische Haus, in dem das Kulturzentrum untergebracht ist. Der Anschlag wurde von Innenminister Lubomír Metnar (Partei Ano) sowie dem tschechischen Außenministerium verurteilt. Das Letztgenannte gab am Dienstag bekannt, eine offizielle Anfrage Russlands zur Verstärkung des Schutzes seiner Vertretungen hierzulande erhalten zu haben.

  • 31.03.2026

    Die tschechische Wirtschaft ist 2025 um 2,6 Prozent gewachsen. Dies gab das tschechische Statistikamt (ČSÚ) am Dienstag bekannt und bestätigte somit seine vorläufige Schätzung vom Anfang März.

    Das Wachstum der tschechischen Wirtschaft im vergangenen Jahr war das stärkste seit 2022. Im Vergleich zu 2024 hat sich die BIP-Wachstumsrate mehr als verdoppelt. Das BIP wächst seit fünf Jahren in Folge, zuletzt ging es 2020 zurück.

  • 31.03.2026

    Die Bürgermeistermeisterpartei Stan nominiert die Abgeordnete Barbora Urbanová für das Amt der stellvertretenden Abgeordnetenhausvorsitzenden. Dies gab die Partei am Montag bekannt. Parteichef Vít Rakušan verzichtete auf seine Kandidatur, nachdem er auch im vierten Wahlgang nicht zum stellvertretenden  Chef der unteren Parlamentskammer gewählt worden war.

    Laut Stan verfügt Urbanová über Erfahrung und kann über das gesamte politische Spektrum hinweg agieren. Man erwarte, dass sich die Mitglieder der Regierungsmehrheit an die politischen Vereinbarungen halten und die Nominierung bei den Wahlen zur Besetzung der Führung des Unterhauses bestätigen würden, hieß es in einer Erklärung.

  • 30.03.2026

    Die tschechische Armee hat ihre Flugzeuge wegen der Modernisierung des wichtigsten Militärflughafens im mittelböhmischen Čáslav auf zwei kleinere Luftwaffenstützpunkte verteilt. Die Kampfjets vom Typ JAS-39 Gripen wurden nach Pardubice in Ostböhmen geflogen und die leichten Jets vom Typ L-159 nach Náměšt nad Oslavou auf der Böhmisch-Mährischen Höhe.

    Der Militärflughafen in Čáslav soll bis in den Herbst 2028 geschlossen bleiben.

    Autor: Till Janzer
  • 30.03.2026

    Der tschechische Staat leiht den Raffinerien im Land insgesamt 100.000 Tonnen Erdöl aus seinen Notreserven. Der Grund ist die eingeschränkte Durchleitung durch die TAL- sowie durch die IKL-Pipeline aus Deutschland. Dies sagte Premier Andrej Babiš (Partei Ano) nach der Regierungssitzung am Montag. Vonseiten der staatlichen Materialverwaltung (SSHR) hieß es jedoch, dass die Versorgung des tschechischen Marktes mit Kraftstoffen allgemein funktioniere.

    Laut ihrem Vorsitzenden Pavel Švagr verfügt die Materialverwaltung derzeit über Erdölreserven für 88,5 Tage. Bei Bedarf sei man bereit, weitere Anteile davon freizugeben, so Švagr.

    Die tschechische Regierung beriet am Montag auch über eine mögliche Obergrenze für die Margen der Mineralölkonzerne beim Verkauf von Kraftstoffen. Eine mögliche Entscheidung verschob das Kabinett auf seine nächste Sitzung am Donnerstagvormittag.

    Autor: Till Janzer
  • 30.03.2026

    Die zehn stadteigenen Recyclinghöfe in Prag haben im vergangenen Jahr insgesamt 59.300 Tonnen Wertstoffe angenommen. Dies waren gut 260 Tonnen weniger als 2024, wie die städtische Dienstleistungsfirma Pražské služby (PSAS) am Montag mitteilte. Weitere zehn Recyclinghöfe in der tschechischen Hauptstadt werden von Privatunternehmen betrieben.

    Den Informationen nach nahm 2025 die Zahl der Besuche auf den stadteigenen Recyclinghöfen leicht zu und lag bei fast 283.000. Für Bewohner Prags ist die Abgabe von Wertstoffen auf diesen Höfen kostenlos.

    Autor: Till Janzer

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