• 27.03.2026

    Die tschechischen Fußballer haben das Playoff-Finale um die Weltmeisterschaft erreicht. Im Halbfinale am Donnerstagabend in Prag gewannen sie im Elfmeterschießen mit 4:3 gegen Irland. Den entscheidenden Elfmeter zum Sieg verwandelte der frühere Bundesliga-Spieler Jan Kliment. Nach der regulären Spielzeit hatte es 2:2 zwischen Tschechien und Irland gestanden. In der 30-minütigen Verlängerung fielen keine Tore.

    Im Finale um die Teilnahme an der WM im Sommer trifft das tschechische Nationalteam am Dienstag auf Dänemark, das mit 4:0 gegen Nordmazedonien gewann. Die Begegnung wird in Prag ausgespielt. Die Fußballer aus Tschechien haben zuletzt 2006 an einer Weltmeisterschaft teilgenommen.

    Autor: Till Janzer
  • 27.03.2026

    Auf das russische Kulturzentrum im Prager Stadtteil Dejvice ist am Donnerstagabend ein Brandanschlag verübt worden. Laut einem Sprecher der tschechischen Polizei warf ein unbekannter Täter mehrere Brandsätze auf das Haus, in dem das Kulturzentrum untergebracht ist. Nach dem Täter werde weiter gesucht, hieß es.

    Der tschechische Innenminister Lubomír Metnar (Partei Ano) verurteilte den Anschlag. Jeglicher Angriff auf ein Objekt sei nicht akzeptabel, unabhängig von dessen Charakter und Eigentümerschaft, schrieb Metnar auf X. Das russische Außenministerium lud am Freitag wegen des Anschlags den tschechischen Botschafter in Moskau, Daniel Koštoval, vor, wie die Presseagentur Tass berichtete.

    Das russische Zentrum für Wissenschaft und Kultur in Prag, das auch Russisches Haus genannt wird, besteht seit 1971. Es wird von der staatlichen Agentur Rossotrudnitschestwo betrieben.

    Autor: Till Janzer
  • 27.03.2026

    Der tschechische Premier Andrej Babiš (Partei Ano) hat die Mineralölkonzerne dazu aufgerufen, die Spritpreise zu senken und den Iran-Krieg nicht zu missbrauchen. Die Preisgestaltung sei inakzeptabel, schrieb Babiš am Donnerstag in einem Facebook-Post. Der Regierungschef drohte damit, das tschechische Kartellamt einzuschalten. Sein Aufruf ging an die Konzerne Orlen, Mol und OMV.

    In einer ersten Reaktion sagte ein Sprecher der Mineralölfirma Orlen, dass alle Marktteilnehmer im Rahmen der Gesetze unternehmerisch tätig seien und die Spritpreise am Markt gebildet würden. Das Kartellamt teilte mit, dass es die Entwicklung auf dem Kraftstoffmarkt genau verfolge und im Falle eines wettbewerbsschädigenden Verhaltens bereit sei, sofort einzugreifen.

    Autor: Till Janzer
  • 26.03.2026

    Im Fall des jüngsten Korruptionsskandals im tschechischen Fußball hat das Stadtgericht von Brno / Brünn am Donnerstag den ehemaligen Manager des Drittligavereins Start Brno, Jakub Prokeš, in Untersuchungshaft genommen. Darüber informierte sein Verteidiger, Stanislav Keršner. Dessen zweiter Mandant soll vorerst nicht hinter Gitter müssen. Das Bezirksgericht von Zlín schickte am Donnerstag drei Beschuldigte in Untersuchungshaft. Einer von ihnen war Pavel Býma, ehemaliger Schiedsrichter und Manager beim Verein FC Zlínsko.

    Die tschechische Polizei hatte am Dienstag eine großangelegte Razzia durchgeführt. Zuvor hatte man drei Jahre lang gegen die Wettmaffia im tschechischen Fußball ermittelt. In dem Fall werden Ermittlungsverfahren gegen 32 Personen geführt, die Anklage hatte für fünf von ihnen Untersuchungshaft gefordert.

  • 26.03.2026

    Die Veranstalter des Sudetendeutschen Tags, der in diesem Jahr erstmals auf tschechischem Boden stattfinden, haben am Donnerstag in Brno / Brünn das Programm der Feierlichkeiten vorgestellt. Das traditionelle Pfingsttreffen wird am 21. Mai auf dem fünften Bahnsteig des Brünner Hauptbahnhofs eröffnet. Dort ist ein Gedenkakt für die ermordeten und verfolgten Juden geplant.

    Das Hauptprogramm findet dann am Wochenende statt und wird auf dem Messegelände ausgetragen. Am Samstag werden die Besucher am Marsch der Versöhnung teilnehmen, der von der Organisation Meeting Brno veranstaltet wird und von Pohořelice nach Brünn führt. Für Sonntag ist ein Gottesdienst geplant, den der emeritierte Erzbischof von Prag Jan Graubner halten soll. Bereits am Freitag soll es auf dem Platz Moravské náměstí in der Innenstadt von Brünn ein Veranstaltungsprogramm geben, bei dem mährische Zymbal-Musik und bayerische Blasmusik erklingt.

  • 26.03.2026

    Die Nationale Sicherheitsbehörde (NBÚ) beschäftigt sich derzeit mit einer Aussage des tschechischen Regierungsbevollmächtigten für den Green Deal, Filip Turek. Der Ehrenvorsitzende der Autofahrerpartei Motoristé sobě hatte am Sonntag im öffentlich-rechtlichen Tschechischen Fernsehen (ČT) anklingen lassen, die Inhalte des 20. Sanktionspakets der EU gegen Russland zu kennen. Über dieses wurde aber hinter verschlossenen Türen verhandelt. Um im Bilde zu sein, hätte Turek eigentlich eine Sicherheitsüberprüfung der Nationalen Sicherheitsbehörde durchlaufen müssen. Dies soll laut Recherchen des Tschechischen Rundfunks aber nicht der Fall gewesen sein.

    Laut den Reportern gilt es nun als wahrscheinlich, dass die Nationale Sicherheitsbehörde Turek vorlädt und um eine Erklärung bittet.

  • 26.03.2026

    Am Freitag ist es in Tschechien meist stark bewölkt. Vielerorts fällt Regen, in Höhenlagen ab 800 Metern Schnee. Im tschechischen Teil der Beskiden kann es zu Schneeverwehungen kommen. Die Tageshöchsttemperaturen erreichen 4 bis 8 Grad.

  • 26.03.2026

    Der tschechische Online-Buchhändler Knihobot und der Lebensmittellieferdienst Rohlík weiten ihre Zusammenarbeit in Deutschland und Österreich aus. Künftig wird es auch in den beiden deutschsprachigen Ländern möglich sein, gelesene Bücher über den Lieferdienst Rohlík abzugeben und dann über Knihobot weiterzuverkaufen. Einer Knihobot-Sprecherin zufolge wurde das entsprechende Modell in Tschechien in den vergangenen drei Jahren rege genutzt. Fast 400.000 Bücher seien über die Rohlík-Kuriere zu Knihobot gelangt, hieß es.

    Das tschechische Start-up Knihobot ging 2019 als Alternative zum klassischen An- und Verkauf und zu Konkurrenzplattformen an den Start. In den deutschsprachigen Ländern firmiert das Unternehmen unter dem Namen „Bookbot“. Rohlík ist in Deutschland als „Knuspr“ und in Österreich als „Gurkerl“ aktiv.

  • 26.03.2026

    Mehrere Gasversorger in Tschechien heben wegen des Iran-Krieges ihre Preise an. Darüber informierte am Donnerstag die Presseagentur ČTK. Der größte Gasversorger im Land, Innogy, beschloss Anfang der Woche eine Preiserhöhung. Auch bei der Pražská plynárenská und dem Unternehmen MND sollen die Gebühren steigen. Einige Gasversorger halten aber auch an ihren bisherigen Tarifen fest.

    Die höheren Kosten beziehen sich lediglich auf Neukunden und Menschen, die keinen Fixpreis vereinbart haben. Die meisten Abnehmer seien deshalb nicht unmittelbar von den Preisanhebungen betroffen, hieß es von den Unternehmen.

  • 26.03.2026

    Der Brauereikonzern Heineken lässt in Velké Březno bei Ústí nad Labem künftig weniger Bier herstellen. In dem Werk, in dem das Bier der Marke Březňák gebraut wird, soll es einer Firmensprecherin zufolge vorübergehend auch keine Führungen mehr geben. Eine Entlassung von Mitarbeitern sei vorerst aber nicht geplant, hieß es am Donnerstag. Ebenso wenig werde eine komplette Schließung des Werkes erwogen.

    Der niederländische Getränkeriese hatte im Februar angekündigt, wegen der geringeren Nachfrage nach alkoholischen Getränken in den kommenden zwei Jahren 5000 bis 6000 Stellen zu streichen. Der tschechische Tochterkonzern ist hierzulande der drittgrößte Brauereibeitrieb nach Pilsener Urquell und Staropramen. Neben Březňák gehören zu Heineken noch die Marken Starobrno und Krušovice.

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