• 26.03.2026

    Der tschechische Schriftsteller Petr Borkovec hat den Preis der Literaturkritik für das Jahr 2025 in der Kategorie Prosa erhalten. Er wurde für sein Buch „Nějaká Cécile a jiné“ geehrt. In der Kategorie Lyrik wurde der Dichter Aleš Kauer ausgezeichnet. Die beiden Preise wurden am Mittwoch im Prager Zentrum für zeitgenössische Kunst Dox übergeben. Sie sind mit 50.000 Kronen (2000 Euro) und einem Kunstdruck dotiert, zudem können Borkovec und Kauer nun eine einmonatige Residenz in Mikulov absolvieren.

    Der Preis der Literaturkritik wird von den Magazinen A2, Host, Souvislosti, Prostor und Tvar vergeben. Er wurde 2024 als Gegenentwurf zum Buchpreis Magnesia Litera ins Leben gerufen.

  • 26.03.2026

    Der tschechische Rüstungskonzern Czechoslovak Group (CSG) des Milliardärs Michal Strnad hat vergangenes Jahr einen Nettogewinn von 872 Millionen Euro erzielt. Das waren 35,5 Prozent mehr als noch 2024. Der Umsatz stieg um 71,7 Prozent auf 6,7 Milliarden Euro. Wie der Konzern in einer Pressemitteilung informiert, sei die positive Bilanz durch die große Nachfrage nach Verteidigungssystemen und die Übernahme des Unternehmens The Kinetic Group zu erklären.

    Die Czechoslovak Group handelt seit Januar dieses Jahres mit Wertpapieren an der Amsterdamer Börse. Der Börsengang brachte dem Konzern 3,8 Milliarden Euro ein.

  • 26.03.2026

    Der Vorsitzende der Bürgermeisterpartei Stan, Vít Rakušan, wurde am Mittwoch auch im vierten Wahlgang nicht zum stellvertretenden Abgeordnetenhauspräsidenten gewählt. Der ehemalige Minister, der der einzige Kandidat war, hätte 87 Stimmen zur Wahl gebraucht, er erhielt jedoch nur 73. Der letzte der vier Posten der stellvertretenden Parlamentschefs ist dadurch weiterhin unbesetzt.

    Die Koalition hatte ursprünglich beschlossen, dass der verbleibende Posten einem Vertreter der Oppositionspartei Stan zukommen soll. Rakušan lehnen die drei Regierungsparteien jedoch ab und begründen dies mit dessen angeblicher Verwicklung in die Korruptionsaffäre „Dozimetr“. Früheren Äußerungen der Regierung zufolge könnte die Stan-Abgeordnete Věra Kovářová mehr Unterstützung erhalten. Rakušan kündigte am Mittwoch an, man werde sich in der Fraktion in der kommenden Woche über die weitere Strategie beraten.

  • 25.03.2026

    Die Senatoren haben am Mittwoch die Entscheidung der Regierung scharf kritisiert, keine Garantie für das Darlehen beizusteuern, das die Mehrheit der EU-Länder der Ukraine zur Verfügung stellt. Die Senatoren halten es für einen Ausdruck politischer Kurzsichtigkeit, Feigheit und Schizophrenie. Eine Folge dessen kann laut dem Senat künftig eine mangelnde Konkurrenz- und Verteidigungsfähigkeit Tschechiens nicht nur im EU-Rahmen sein. Senatspräsident Miloš Vystrčil (Bürgerdemokraten) forderte das Kabinett auf, seine Haltung zu überdenken.

    Der Vorsitzende der Senatsfraktion der Piraten und der Bewegung Sen2, Václav Láska, bezeichnete die Haltung der Regierung als unethisch und dumm.  Senator David Smoljak (Bürgermeisterpartei Stan) merkte an, die Populisten würden Politik für ihre Wähler, die Staatsmänner für das ganze Land machen.

  • 25.03.2026

    Tschechische Zentren werden im Sommer ihre Zweigstellen in Mailand, Stockholm und Tiflis schließen. Die Information des Nachrichtenservers Seznam Zprávy wurde am Mittwoch vom Sprecher der Tschechischen Zentren, Jan Dlouhý, bestätigt. Seiner Ansicht nach liegt der Grund in der Kürzung des Beitrags des Gründers – des Außenministeriums – und in den Prioritäten der jetzigen tschechischen Außenpolitik. Die Generaldirektorin der Tschechischen Zentren, Jitka Pánek Jurková, sagte, sie führe derzeit intensive Gespräche mit der Führung des Ressorts über die Reichweite des Netzes und strategische Aufgaben der Tschechischen Zentren.

    In Georgien entstand 2021 ein Tschechisches Zentrum. Seit September letzten Jahres wird es von Architekt Osamu Okamura geleitet. In Mailand gibt es seit 2010 ein Tschechisches Zentrum, in Stockholm seit 1997.

  • 25.03.2026

    Der tschechische Staatspräsident Petr Pavel hat sich am Mittwoch gegenüber der Presseagentur ČTK zu 100 Tagen Regierung von Andrej Babiš (Partei Ano) geäußert. Es obliege vor allem den Wählern, die Aktivitäten und Schritte des Kabinetts zu beurteilen, sagte Pavel. Er hält die 100 Tage für einen natürlichen Meilenstein, bei dem sich anbietet, auf die Arbeit der Regierung zurückzublicken.

    Der Präsident sagte, er würde sich wünschen, dass die Regierungspolitiker zugunsten der tschechischen Bürger arbeiten, nach Lösungen schwieriger Probleme suchen, eine Zusammenarbeit staatlicher Institutionen befürworten und das Interesse der Gesellschaft vor der Verteidigung eigener politischer Positionen bevorzugen.

  • 25.03.2026

    Der tschechische Premier Andrej Babiš (Partei Ano) hat am Mittwoch mehr als drei Stunden lang mit Verteidigungsminister Jaromír Zůna (parteilos) gesprochen. Nach dem Treffen, das unter anderem den Haushaltsentwurf für das nächste Jahr betreffen sollte, sprach Babiš mit den Journalisten nicht. Von Zůna wollte der Premier einen bilanzierenden Bericht über Aufträge und Pläne des Ressorts haben.

    Zůna wurde für den Verteidigungsministerposten von der Partei Freiheit und direkte Demokratie (SPD) nominiert. Der Vizevorsitzende der Partei Radim Fiala erklärte am Montag, der Premier verlange schnellere und rasantere Änderungen im Verteidigungsressort.

  • 25.03.2026

    Einer der Verhafteten, der am Dienstag vom Gericht in Pardubice wegen Terrorismusverdacht in Haft genommen wurde, hat Beschwerde gegen die Entscheidung eingelegt. Dies teilte ein Richter des Bezirksgerichts Pardubice am Mittwoch der Presseagentur ČTK mit. Die Polizei wirft den beiden Inhaftierten sowie einer in der Slowakei verhafteten Frau vor, am Freitag in einer Halle der Rüstungsfabrik LPP Holding in Pardubice vorsätzlich einen Brand gestiftet zu haben. Über die Beschwerde wird vom Kreisgericht in Hradec Králové, Zweigstelle Pardubice, ohne Anordnung einer mündlichen Verhandlung entschieden.

    Das Gericht in Pardubice nahm am Dienstagabend einen Mann und eine Frau in die Haft. Der Richter, der darüber entschied, sagte den Medien, der Verdächtige sei ein fremder Staatsbürger, die junge Frau sei Tschechin. Keiner der beiden bekannte sich schuldig. Sie sagten nicht aus. Für Terrortaten drohen ihnen bis zu 20 Jahre Gefängnis oder mehr.

  • 25.03.2026

    Am Donnerstag ist es in Tschechien bedeckt, in Lagen ab 600 Metern gibt es Schneeschauer. Die Tageshöchsttemperaturen liegen zwischen 4 und 9 Grad. Im Südosten des Landes werden nur zwei Grad erreicht.

  • 25.03.2026

    Das tschechische Verkehrsunternehmen Leo Express hat den Wettbewerb um den Betrieb der Züge auf dem tschechischen Abschnitt der Strecke Prag – München gewonnen. Darüber informierte der Nachrichtenserver Zdopravy.cz am Dienstag unter Hinweis auf den Sprecher des Verkehrsministeriums.

    Der Vertrag soll ab Dezember dieses Jahres fünf Jahre gelten. An der Ausschreibung nahmen auch die Tschechischen Bahnen (ČD) teil. Laut dem Server teilten die Tschechischen Bahnen bisher nicht mit, ob sie eine Berufung einlegen werden. Leo Express kündigte an, ab Dezember acht tägliche Verbindungen auf der Strecke Prag – München anzubieten. Der Sprecher des tschechischen Verkehrsministeriums Filip Medelský erklärte, Leo Express habe das günstigste Angebot unterbreitet. Derzeit laufe eine 15-Tage-Frist, um eventuelle Einwände gegen das Ergebnis des Wettbewerbs einzureichen, so der Sprecher. Den früheren Informationen von Zdopravy.cz zufolge verlangte Leo Express eine Kompensation in Höhe von 427 Millionen Kronen (17,6 Millionen Euro) für den Fünfjahresvertrag, die Tschechischen Bahnen forderten 757 Millionen Kronen (31,2 Millionen Euro).

Pages