• 23.03.2026

    Die tschechische Regierung will am Dienstag einen Gesetzentwurf zur Finanzierung der öffentlich-rechtlichen Medien im Abgeordnetenhaus einbringen. Demzufolge soll die Gebührenpflicht für Senioren, Unternehmen, unterhaltsberechtigte Personen unter 26 Jahren und Menschen mit körperlichen Behinderungen abgeschafft werden. Die Gebühreneinnahmen sollen damit wieder das Niveau von 2024 erreichen, bevor die Gebühren erhöht wurden. Dies gab der Vorsitzende des Abgeordnetenhauses, Tomio Okamura (Freiheit und direkte Demokratie, SPD), nach einer Sitzung des Koalitionsrates am Montag bekannt.

    Okamuras Angaben zufolge beinhaltet der Vorschlag auch die Abschaffung der Regelung für regelmäßige, inflationsbedingte Gebührenerhöhungen. Dies sei ein Zwischenschritt vor der vollständigen Abschaffung der Gebühren, die im Regierungsprogramm vorgesehen sei, so der SPD-Parteichef.

  • 23.03.2026

    Die neue Moldau-Brücke in Prag wird „Dvorce-Brücke“ (Dvorecký most) heißen. Die Namensgebung wurde am Montag von den Prager Stadtverordneten genehmigt. Der Name ging aus einer öffentlichen Umfrage hervor. Er leitet sich vom Ortsteil Dvorce am rechten Ufer der Moldau ab, wo die Brücke beginnt. Alternativ stand der Name „Brücke der Agnes von Böhmen“ (most Anežky České) zur Wahl.

    Die Brücke verbindet den vierten und den fünften Prager Stadtbezirk und ist für den öffentlichen Nahverkehr, Fußgänger und Radfahrer gedacht. Sie soll am Samstag, dem 18. April, eröffnet werden. Mit den Bauarbeiten wurde 2022 begonnen.

  • 23.03.2026

    Das tschechische Ministerium für regionale Entwicklung (MMR) hat den Gemeinden von 2019 bis Februar 2025 insgesamt 4,7 Milliarden Kronen (192 Millionen Euro) aus dem Staatshaushalt für die Sanierung von Gemeindestraßen zur Verfügung gestellt. Damit wurden 2150 Projekte gefördert. Eine Stichprobenprüfung des Obersten Rechnungshofs (NKÚ) ergab jedoch, dass diese Förderung in mehr als der Hälfte der Fälle nur minimal zur Verbesserung der Verkehrssituation beitrug. Die Kontrollbehörde gab dies am Montag bekannt.

    Der Oberste Rechnungshof weist darauf hin, dass die Gemeindestraßen Eigentum der Kommunen sind, die für deren Instandhaltung verantwortlich sind. Dennoch betrafen dem Bericht zufolge einige Projekte die Abschaffung von Folgen vernachlässigter Instandhaltung. Das Ministerium habe Gelder bereitgestellt, obwohl die Kommunen diese nicht unbedingt benötigten, hieß es weiter.

  • 23.03.2026

    Die Tschechin Amálie Švábíková hat am Sonntag bei der Leichtathletik-Hallen-WM im polnischen Torun Bronze im Stabhochsprung geholt. Sie überwand 4,70 Meter und teilte sich den dritten Platz mit der Schweizerin Angelica Moser und der Neuseeländerin Imogen Ayris.

    Švábíková holte somit ihre zweite Medaille bei internationalen Meisterschaften nach ihrem dritten Platz bei der Leichtathletik-Hallen-EM 2023 in Istanbul.

    Für das tschechische Team bedeutet dies die zweite Medaille bei der WM in Torun nach Gold von Lurdes Gloria Manuel im 400-Meter-Lauf.

  • 22.03.2026

    Fäst die Häfte aller Sozialarbeiter in Tschechien hat innerhalb des letzten Jahres wegen niedriger Löhne darüber nachgedacht, einen anderen Beruf auszuüben. Dies geht aus einer Umfrage des tschechischen Streetwork-Verbandes (ČAS) unter 428 Menschen hervor, die mit Obdachlosen, Suchtkranken oder Kindern und Familien in Not arbeiten.

    Die Ergebnisse der Erhebung wurden am Samstag von der Presseagentur ČTK veröffentlicht. Rund ein Viertel der Befragten gab an, weniger als 30.000 Kronen (1225 Euro) brutto monatlich zu verdienen. Auf den sogenannten „würdigen Mindestlohn“ von 45.900 Kronen (1875 Euro) kamen nur rund acht Prozent der Sozialarbeiter. Rund drei Fünftel der Befragten gaben an, neben ihrer Anstellung einer weiteren Erwerbstätigkeit nachzugehen.

  • 22.03.2026

    Die Tschechin Lurdes Gloria Manuel hat am Sonntag Gold bei der Leichtathletik-Hallen-WM geholt. Im 400-Meter-Lauf brach sie ihre persönliche Bestzeit und lief mit 50,76 Sekunden als erste ins Ziel ein. Sie beendete damit das achtjährige Warten auf Edelmetall für Tschechien bei den Hallenweltmeisterschaften.

    Auch Teamkollege Tomáš Horák konnte beim 400-Meter-Lauf glänzen und wurde Fünfter. Vilém Stráský wurde Vierter im Siebenkampf.

  • 22.03.2026

    Hätten im März in Tschechien Parlamentswahlen stattgefunden, hätte die derzeit regierende Partei Ano mit 34,2 Prozent die meisten Stimmen auf sich vereinigen können. Dies geht aus einer Umfrage des Meinungsforschungsinstituts Stem hervor.

    Zweitstärkste Kraft wäre mit 13,3 Prozent die Bürgermeisterpartei Stan. Auf dem dritten Platz würden die Bürgerdemokraten mit 12,2 Prozent folgen. Ins Abgeordnetenhaus würden auch die Piraten und die Rechtsaußenpartei „Freiheit und direkte Demokratie“ (SPD) einziehen. Die Regierungspartei Motoristé sobě würde an der Fünfprozenthürde scheitern – ebenso wie Top 09, Christdemokraten und die kommunistische Partei KSČM.

  • 22.03.2026

    Nach dem Brandanschlag auf dem Gelände des Rüstungskonzerns LPP Holding in Pardubice hat die Polizei am Sonntag die Ermittlungen am Tatort beendet. Die Gebäude seien wieder freigegeben worden, teilte ein Polizeisprecher mit. Ursprünglich gingen die Ermittler davon aus, dass die Anlage für mehrere Tage gesperrt sein könnte.

    Zu dem Brand bei der LPP Holding, die auch Drohnen für die Ukraine herstellt, war es am Freitag in den frühen Morgenstunden gekommen. Die Oberstaatsanwaltschaft stuft den Fall als mutmaßlichen Terroranschlag ein. Wie eine Konzernsprecherin am Samstag mitteilte, sei das Feuer in einem Bürobau und einem Gebäude mit Komponenten für optoelektronische Geräte ausgebrochen. Die Produktionskapazitäten seien durch den Vorfall allerdings nicht sonderlich eingeschränkt, die Fertigung laufe planmäßig weiter, hieß es.

  • 22.03.2026

    Am Montag ist es in Tschechien nach der Auflösung von Frühnebelfeldern überwiegend heiter. Am Nachmittag gibt es vereinzelt Schauer. Die Tageshöchsttemperaturen erreichen 11 bis 16 Grad.

  • 22.03.2026

    Der Rüstungskonzern Czechoslovak Group (CSG) will das polnische Unternehmen Domar MS erwerben, das Kabel und weitere Komponenten für Verteidigungssysteme herstellt. Darüber informierte CSG am Freitag in einer Pressemitteilung. Der Kaufpreis wurde nicht bekanntgegeben. CSG zufolge handelt es sich um die erste Firmenübernahme in Polen.

    Die Czechoslovak Group des tschechischen Milliardärs Michal Strnad ist einer der führenden europäischen Rüstungsbetriebe. Der Konzern beschäftigt über 14.000 Menschen. Anfang des Jahres war CSG in Amsterdam an die Börse gegangen.

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