• 20.03.2026

    Wegen des mutmaßlichen Brandanschlags auf eine Rüstungsfabrik in Pardubice ist am Freitagabend der staatliche Sicherheitsrat (BRS) in Prag zusammengekommen. Tschechiens Premier Andrej Babiš (Partei Ano) sagte nach dem Treffen bei einer Pressekonferenz, Firmen, die militärisches Material, Komponenten und Technologien für Armeen herstellen, sollten ihre Grundstücke hinreichend absichern. Dies sei bei dem betroffenen Unternehmen in Pardubice nicht der Fall gewesen. Eine Erhöhung der Terrorwarnstufe wurde nicht beschlossen. Nach wie vor gilt in Tschechien damit die zweite von vier Stufen.

    Auf dem Gelände des Rüstungskonzerns LPP Holding in Pardubice war es am frühen Freitagmorgen zu einem Brand gekommen. Niemand wurde dabei verletzt. Der Waffenhersteller hatte Ende 2023 angekündigt, innerhalb von zwei Jahren eine gemeinsame Fertigungsstätte mit der israelischen Firma Elbit Systems in Tschechien zu bauen. Dort sollten Drohnen entwickelt und produziert werden, hieß es damals. Laut Recherchen des Nachrichtenportals Aktuálně.cz soll sich eine Gruppierung namens „The Earthquake Faction“ zu dem Brandanschlag bekannt haben. In dem Bekennerschreiben heißt es, man wolle den „israelischen Genozid in Gaza“ verhindern. Wie die LPP Holding jedoch am Freitagnachmittag informierte, sei es nie zu der avisierten Zusammenarbeit mit dem israelischen Partner gekommen. Der Spendeninitiative Dárek pro Putina zufolge wurden in dem Werk allerdings Drohnen für die ukrainische Armee gefertigt.

    Wegen des Brandes, den die Oberstaatsanwaltschaft mittlerweile als mutmaßlichen Terroranschlag einstuft, wurde am Freitagnachmittag auch der Krisenstab des Innenministeriums einberufen. Innenminister Lubomír Metnar (Partei Ano) führte anschließend aus, dass derzeit keine akute Gefahr für Tschechien drohe. Polizeipräsident Martin Vondrášek sagte, man verfolge vier mögliche Tathergänge. Die mutmaßlichen Täter sind auf der Flucht. An den Ermittlungen sind auch der Inlandsnachrichtendienst BIS, der Militärnachrichtendienst VZ und das Nationale Zentrum zur Bekämpfung von Terrorismus, Extremismus und Cyberkriminalität (NCTEKK) beteiligt.

  • 20.03.2026

    Die Dietrichstein-Gruft in Mikulov wird nach anderthalb Jahren wieder für die Öffentlichkeit geöffnet. Wie die mährische Stadt informierte habe man mit der Familie Dietrichstein einen Vertrag über die kostenlose Nutzung des Denkmals geschlossen. Die Gruft war seit dem Herbst 2024 nicht mehr zugänglich, da ein Gericht entschied, dass die Nachkommen des Adelsgeschlecht die rechtmäßigen Eigentümer sind.

    Die Gruft soll bis November geöffnet sein. In der Hochsaison kann sie täglich zwischen 10 und 17 Uhr besucht werden. Erstmalig öffnet die Gruft an Karfreitag ihre Türen.

  • 20.03.2026

    Auf dem Gelände des Rüstungskonzerns LPP Holding in Pardubice ist es am frühen Freitagmorgen zu einem Brand gekommen. Die tschechische Polizei gab bekannt, man gehe Informationen nach, denen zufolge eine konkrete Gruppe Verdächtiger einen Anschlag verübt haben soll. An den Ermittlungen sind auch der Inlandsnachrichtendienst BIS, der Militärnachrichtendienst VZ und das Nationale Zentrum zur Bekämpfung von Terrorismus, Extremismus und Cyberkriminalität (NCTEKK) beteiligt. Die Oberstaatsanwaltschaft Prag hat den Fall übernommen. Tschechiens Innenminister Lubomír Metnar (Partei Ano) gab auf X bekannt, er habe den Krisenstab seines Ressorts einberufen. Der Vorfall hänge womöglich mit einem Terroranschlag zusammen, so der Minister.

    Laut Recherchen des Nachrichtenportals Aktuálně.cz soll sich die Gruppierung The Earthquake Faction zu dem Brandanschlag bekannt haben. Die LPP Holding informierte, niemand sei bei dem Feuer verletzt worden. Der Waffenhersteller hatte Ende 2023 angekündigt, innerhalb von zwei Jahren eine gemeinsame Fertigungsstätte mit der israelischen Firma Elbit Systems in Tschechien zu bauen. Dort sollten Drohnen für das Militär entwickelt und produziert werden, hieß es damals. Angriffe auf Elbit-Werke hatte es zuletzt auch in anderen europäischen Ländern gegeben. Tschechiens Premier Andrej Babiš (Partei Ano) bezeichnete die Informationen, denen zufolge der Brand im Zusammenhang mit dem Gaza-Krieg stehen könne, am Freitag als ernst.

  • 20.03.2026

    Der Politiker Robert Králíček (Partei Ano) hat nach rund zwei Monaten im Amt seinen Posten als tschechischer Regierungsbevollmächtigter für Digitalisierung und strategische Sicherheit niedergelegt. Darüber informierte am Freitag die Presseagentur ČTK. Die Agenda des Bevollmächtigten sei nicht mit den Aufgaben als Abgeordneter und stellvertretender Ano-Fraktionsvorsitzender vereinbar, hieß es in einer Begründung.

    Die Regierung von Andrej Babiš (Partei Ano) hatte das entsprechende Amt erst Anfang Januar eingeführt. Ziel war, dass strategische Projekte in den Bereichen Digitalisierung, Cybersicherheit, hybride Verteidigung und kritische Infrastruktur langfristig und koordiniert von einer Person begleitet werden. Králíček nahm sein Amt am 12. Januar auf. Laut Informationen des Onlineportals Ekonomický deník soll er seinen Posten nicht freiwillig, sondern auf Anweisung von Premier Babiš geräumt haben.

  • 20.03.2026

    Am Samstag ist es in Tschechien bewölkt, im Tagesverlauf fällt fast überall Regen. Die Tageshöchsttemperaturen erreichen 6 bis 11 Grad.

  • 20.03.2026

    Die tschechische Polizei hat im vergangenen Jahr 17 Todesfälle registriert, die in Zusammenhang mit dem Konsum des Rauschmittels Kratom stehen. Darüber informierte am Freitag eine Sprecherin der Polizei von Olomouc / Olmütz die Presseagentur ČTK. Laut dem Leiter der tschechischen Antidrogenzentrale (NPC), Jakub Frydrych, war der Grund für die Todesfälle entweder eine Überdosis der Substanz oder der Mischkonsum mit Alkohol, Medikamenten oder Cannabis.

    Der Verkauf von Kratom ist in Tschechien streng reguliert. Premier Andrej Babiš (Partei Ano) hatte zuletzt auch ein komplettes Verbot ins Spiel gebracht, schließlich legte die Regierung ihre Pläne vorerst aber auf Eis. Wie der tschechische Zoll am Freitag informierte, gelangten 2025 rund 490 Tonnen des Stoffes ins Land. Das waren 134 Tonnen mehr als im Vorjahr und so viel wie noch nie zuvor.

  • 20.03.2026

    Die Prager Metrostation Českomoravská auf der Linie B kann seit Freitagvormittag wieder von Reisenden genutzt werden. Zuvor war die Haltestelle 14 Monate wegen Umbauarbeiten geschlossen gewesen. Die Stadt drängte auf eine Wiedereröffnung vor Dienstag kommender Woche, wenn in der nahegelegenen O2-Arena die Eiskunstlauf-WM beginnt.

    Die Bauarbeiten sollten eigentlich nur ein Jahr in Anspruch nehmen, sie verzögerten sich jedoch wegen des schlechten Zustands der tragenden Konstruktionen. In der Station wurden unter anderem die Rolltreppen ausgetauscht, zudem gibt es eine neue Verkleidung der Wände, die vom Designer Maxim Velčovský gestaltet wurde.

  • 20.03.2026

    Tschechiens Präsident Petr Pavel hat am Freitagmorgen den Staatshaushalt für 2026 unterschrieben. Da der Etat kurz darauf auch in der Gesetzessammlung veröffentlicht wurde, erlangt er am Samstag Wirkung. Damit endet das Haushaltsprovisorium, in welchem sich Tschechien seit Jahresbeginn befindet.

    Der Staatshaushalt sieht ein Defizit von 310 Milliarden Kronen (12,7 Milliarden Euro) vor. Präsident Pavel kritisierte am Freitag in einer Pressemitteilung abermals die niedrigen Verteidigungsausgaben. Er räumte aber ein, dass die Haushaltspolitik vor allen Dingen eine Angelegenheit der Regierung sei.

  • 20.03.2026

    Die Vorschriften für den Schutz von Böden und die Grundbesitzrechte in Tschechien müssen laut Präsident Petr Pavel verschärft werden. Wie das Staatsoberhaupt am Donnerstag sagte, gebe es in Deutschland und Österreich strengere Regeln, die auch die Böden in Tschechien verdient hätten.

    Pavel traf seine Aussage am Rande des Besuchs einer Gartenbauschule in Mělník. In dieser machte er bei seiner offiziellen Visite im Mittelböhmischen Kreis Station. Zu seinem Programm in der Region zählten auch Treffen mit Landwirten und Lebensmittelproduzenten.

  • 20.03.2026

    Tschechiens Kulturminister Oto Klempíř (parteilos) hat am Donnerstag die Generaldirektorin der Prager Nationalgalerie, Alicja Knast, abberufen. Als Grund nannte er, dass die Galerie eine andere Führung brauche. Die Einrichtung müsse die Ambition haben, zu den besten europäischen Institutionen in ihrem Feld zu gehören, so Klempíř auf Facebook.

    Knast zeigte sich im öffentlich-rechtlichen Tschechischen Fernsehen überrascht von ihrer Abberufung. Ihre Galerie habe zuletzt sehr gute Ergebnisse erzielt, sagte sie.

    Die Nationalgalerie, die vor 230 Jahren gegründet wurde und die größte Kunstsammlung Tschechiens besitzt, wird nun vorübergehend von Olga Kotková geleitet. Diese ist bisher Chefin der Sammlung Alte Meister. Vom Kulturministerium hieß es, man wolle demnächst eine Ausschreibung für den Direktorposten veröffentlichen.

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