• 19.03.2026

    Der tschechische Premier Andrej Babiš (Partei Ano) hat Israels Angriff auf ein Gasfeld im Persischen Golf vom Mittwoch kritisiert. Die Attacke sei „unverständlich“, sagte der Regierungschef am Donnerstagmorgen in Prag vor seinem Abflug zum EU-Gipfel in Brüssel. Babiš befürchtet, dass in der Folge die Gaspreise explodieren.

    Israel hatte das Gasfeld South Pars/North Dome angegriffen, das als größtes der Welt gilt und vom Iran zusammen mit Katar betrieben wird. Laut dem iranischen Staatsfernsehen wurden Gastanks und Teile einer Raffinerie beschädigt. Die israelische Führung bezeichnete den Angriff als eine Warnung an Teheran.

    Autor: Till Janzer
  • 18.03.2026

    Die Polizei in Irland hat zwei vergoldete Holzreliquien sichergestellt, die nach Expertenmeinung vor knapp 30 Jahren aus einer Kirche in Tschechien gestohlen worden waren. Darüber berichtete am Mittwoch die öffentlich-rechtliche Medienanstalt RTÉ. In dem Bericht wird darauf verwiesen, dass zahlreiche Kirchen in Tschechien in den 1990er Jahren Ziel von Dieben gewesen seien und viele der entwendeten Gegenstände erst jetzt an ihren Ursprungsort zurückkehren würden.

    Die irischen Behörden ermitteln nun wegen einer Straftat. Wie Experten des dortigen Nationalmuseums mitteilten, stammten die beiden Gegenstände aus dem 18. Jahrhundert. Interpol hat sie vergangenes Jahr auf Ersuchen der tschechischen Polizei ausgeschrieben. Damals hatte ein Mitarbeiter des Kulturministeriums in Prag die Reliquien bei einer Auktion entdeckt.

  • 18.03.2026

    Die tschechischen Ministerien für Finanzen, für Arbeit und Soziales sowie für Inneres wollen ihre Zusammenarbeit bei der Bekämpfung von illegaler Beschäftigung im Land verstärken. Dies kündigte Finanzministerin Alena Schillerová (Partei Ano) am Mittwoch bei einer Pressekonferenz an. Die Leiter der drei Ministerien hätten dazu ein Memorandum unterschrieben, das die Bildung einer sogenannten Kobra 26 vorsehe, so die Ressortchefin.

    Die Ziele der engeren Kooperation sind demnach, den Missbrauch des Systems zu stoppen, Angestellte besser zu schützen und Steuerverluste für den Staatshaushalt aufzuhalten. Schillerová verwies auf einen Bericht des Obersten Rechnungshofes in Tschechien, der den Verlust der Jahre 2019 bis 2022 mit 92 Milliarden Kronen (3,8 Milliarden Euro) beziffert.

  • 18.03.2026

    Führende Politiker jener Parteien, die im EU-Parlament zur Fraktion der Patrioten für Europa gehören, kommen am Montag in Budapest zusammen. Zu den Rednern wird auch Tschechiens Premier Andrej Babiš (Partei Ano) gehören. Der Hauptredner wird Ungarns Regierungschef Viktor Orbán sein. Darüber informierte am Mittwoch die Agentur APA mit Verweis auf die veranstaltende Stiftung für ein Bürgerliches Ungarn.

    Die Auftaktkonferenz hat das Thema „Recht auf Selbstbestimmung: Migration und Souveränität“. Angekündigt sind auch Auftritte von Marine Le Pen aus Frankreich, Geert Wilders aus den Niederlanden oder Herbert Kickl aus Österreich.

  • 18.03.2026

    Tschechien ist bereit zu Investitionen, die Erdöllieferungen in die Slowakei garantieren sollen. Dies sagte der Minister für Industrie und Handel, Karel Havlíček (Partei Ano), am Mittwoch nach einem Treffen mit seiner slowakischen Amtskollegin Denisa Saková (Hlas–SD) in Prag. In Anwesenheit von Branchenvertretern, zum Beispiel der Unternehmen Čepro oder Transpetrol, berieten sich beide Politiker zu Bedingungen, Zeitplan und weiteren Schritten.

    Havlíčeks Angaben zufolge können bis zu einer Milliarde Kronen (41 Millionen Euro) in die Reparatur der beschädigten Ölpipeline Druschba aufgebracht werden. In zwei bis drei Jahren könnte die Slowakei so mit zwei bis drei Millionen Tonnen Erdöl versorgt werden.

    Wegen Kriegsbeschädigungen bekommen weder die Slowakei noch Ungarn seit dem 27. Januar Öl über die Druschba-Leitung. Die ukrainische Seite verweist als Ursache auf Angriffe der russischen Armee. Auch Kiew hat am Dienstag Hilfe und Finanzmittel der EU zugesprochen bekommen, um die Pipeline zu reparieren.

  • 18.03.2026

    Am Donnerstag ist es am Morgen im Nordwesten Tschechiens noch bewölkt, ansonsten aber meist freundlich. Die Tageshöchsttemperaturen liegen bei 9 bis 13 Grad, im Flachland sogar bei 15 Grad.

  • 18.03.2026

    Die tschechische Handelsinspektion (ČOI) hat im vergangenen Jahr 686 Fälle registriert, in denen hierzulande Alkohol an Minderjährige verkauft wurde. Dies sind 257 Fälle mehr als noch 2024. Dazu veröffentlichte die ČOI am Mittwoch eine Pressmitteilung.

    Demnach gab es insgesamt 7439 Kontrollen, bei denen es speziell um die Einhaltung des Gesetzes ging, das das Angebot und den Verkauf von Alkohol- und Tabakprodukten in Tschechien regelt. In 3391 Fällen, also fast 46 Prozent, wurden Mängel festgestellt.

  • 18.03.2026

    Die Flussufer an Elbe und Chrudimka im Stadtgebiet von Pardubice stehen seit Dienstag unter der genauen Beobachtung von künftigen Architekten aus verschiedenen Ländern. In der Stadt findet nämlich ein internationaler Workshop für Architekturstudenten statt. Die etwa einhundert Teilnehmer arbeiten nun eine Woche lang an Entwürfen, wie die Flussufer zu einladenden Orten für die Menschen werden könnten.

    Es handelt sich um Studenten der Architektur-Hochschule ARCHIP in Prag. Laut der Rektorin Regina Loukotová sollen sie der Stadtverwaltung von Pardubice am Ende zwölf Projekte vorlegen. Diese würden dann in die weitere Stadtplanung mit einfließen, heißt es aus dem Rathaus.

  • 18.03.2026

    Das tschechische Gesundheitsministerium hat Anzeige gegen das Fakultätskrankenhaus in Olomouc / Olmütz (FNO) eingereicht. Sie bezieht sich auf Implantationen von Kardioverter-Defibrillatoren, also Geräten zur Kontrolle des Herzrhythmus. Es gebe Hinweise auf eine ungewöhnlich hohe Zahl solcher Eingriffe, begründet das Ressort in einer Pressemitteilung vom Dienstag. Demnach besteht der Verdacht, dass die Kriterien für die Durchführung dieser Operationen umgangen wurden.

    Die Anzeige wurde bei der Oberstaatsanwaltschaft in Olmütz erstattet. Ein FNO-Sprecher reagierte gegenüber der Presseagentur ČTK mit den Worten, dieser Schritt sei erwartet worden. Die Angelegenheit werde bereits seit mehreren Monaten untersucht, und die Klinik würde in vollem Umfang mit der Polizei zusammenarbeiten.

  • 18.03.2026

    Die Flugverbindungen zwischen Prag und dem Nahen Osten bleiben weiter unregelmäßig. Seit Beginn des kriegerischen Konfliktes rund um den Iran Ende Februar sind bis zum Dienstag bereits 319 Flüge gestrichen worden. Die meisten von ihnen hatten die Vereinigten Arabischen Emirate, Israel oder den Oman als Ziel. Dies teilte eine Sprecherin des Václav-Havel-Flughafens der Presseagentur ČTK mit.

    Obwohl einige Anbieter, wie etwa Emirates oder Qatar Airways, ihre Linienflüge in eingeschränktem Maße wieder aufnehmen, würden zahlreiche andere Unternehmen diese Strecken weiterhin nicht bedienen, so die Auskunft. Nach ČTK-Recherchen in mehreren tschechischen Reisebüros werde Dubai nun häufig als Transitstopp genutzt.

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