• 25.03.2026

    In Madrid wird ein Denkmal für den Tschechen František Suchý errichtet, der als Direktor des Krematoriums in Prag-Strašnice die Asche von Opfern des Nationalsozialismus und des Kommunismus versteckt hatte, damit sie eines Tages würdevoll bestattet werden konnten. Er versteckte unter anderem auch die Asche einiger Spanier, die während des Zweiten Weltkriegs im KZ Hradištko bei Prag starben. Das Denkmal von Bildhauer Jakub Vlček wird am 29. Mai in Madrid enthüllt. Dies teilte der tschechische Botschafter in Madrid, Libor Sečka, am Mittwoch der Presseagentur ČTK mit. Das Denkmal wird von privaten Spendern finanziert. Über die Forschungen spanischer Historiker, die die Rolle von Suchý und seinem Sohn bei der Rettung der Asche von NS-Opfern entdeckt hatten, wurde auch eine Doku gedreht.

    In Hradištko wurde im November 1943 ein Außenlager des KZ Flossenbürg errichtet. Die Körper derjenigen, die dort starben oder ermordet wurden, wurden ins Krematorium in Prag-Strašnice gebracht. Dessen damaliger Direktor Suchý sollte sie verbrennen und die Asche verschwinden lassen. Dies habe er jedoch nicht gemacht, so der Botschafter.

  • 25.03.2026

    Der Streit zwischen Präsident Petr Pavel und der Regierung von Andrej Babiš (Partei Ano) um die Ernennung von Filip Turek (Motoristé sobě) zum Minister hat dazu beigetragen, dass die Tschechen dem Staatsoberhaupt mehr vertrauen. Dies ergab eine Umfrage, die vom Meinungsforschungsinstitut Median im Februar durchgeführt wurde. Der Streit führte bei nur neun Prozent der Bevölkerung zum Anstieg des Vertrauens in die Regierung von Babiš, während er bei 36 Prozent der Befragten zum Rückgang des Vertrauens in das Kabinett Babiš führte. Bei 34 Prozent der Bevölkerung stieg das Vertrauen in Präsident Pavel.

    Die Regierungspartei Motoristé sobě hatte Turek zuerst für das Außenministeramt und anschließend für den Umweltministerposten nominiert. Präsident Pavel kritisierte die Nominierung wegen Tureks kontroverser Äußerungen. Im Februar wurde schließlich der Abgeordnete Igor Červený (Motoristé sobě) zum Umweltminister ernannt.

    An der Umfrage nahmen 1200 tschechische Bürger im Alter ab 18 Jahren teil.

  • 25.03.2026

    Mit dem Kurzprogramm der Frauen und der Paare beginnt am Mittwoch in der Prager O2 Arena die Eiskunstlauf-WM. In der tschechischen Hauptstadt findet die WM nach 33 Jahren wieder statt. Die tschechische Eiskunstläuferin Barbora Vránková eröffnete die Wettkämpfe symbolisch kurz vor Mittwochmittag.

    Im Paarlaufen starten am Mittwochabend auch die Tschechen Anna Valesi und Martin Bidař.

  • 25.03.2026

    Die tschechische Tennisspielerin Karolína Muchová hat in Miami das Halbfinale erreicht. Im Viertelfinale setzte sie sich gegen die Kanadierin Victoria Mboko mit 7:5 und 7:6 durch. Im Halbfinale trifft die 29-jährige Tschechin auf die US-Amerikanerin Coco Gauff.

    Der Tscheche Jiří Lehečka hat nach dem 6:4, 6:7 und 6:2-Sieg über den US-Amerikaner Taylor Fritz in Miami das Viertelfinale erreicht. Im Spiel um das Halbfinale trifft der 24-jährige Lehečka auf den Spanier Martin Landaluce.

    Im Damendoppel steht Kateřina Siniaková mit Taylor Townsend im Halbfinale. Das tschechisch-amerikanische Duo, das zuvor den Titel in Indian Wells geholt hatte, spielt im Halbfinale gegen Gabriela Dabrowski und Luisa Stefani.

  • 24.03.2026

    Die Polizei in Tschechien wird aufgrund der angespannten Lage im Nahen Osten und angesichts des Brandanschlags in Pardubice Ende vergangener Woche Sicherheitsmaßnahmen während der Osterfeiertage und anderer Feiertage ergreifen. Diese betreffen unter anderem den Schutz von Kultur-, Sport- und Gesellschaftsveranstaltungen, Verkehrsknotenpunkten und dem internationalen Flughafen und umfassen auch Straßenkontrollen und Durchsuchungen. Dies gab Innenminister Lubomír Metnar (Partei Ano) am Dienstag im Abgeordnetenhaus bekannt.

    Laut Angaben des Ministers werden an Orten mit vielen Menschen auch Patrouillen mit ballistischer Schutzausrüstung und Maschinengewehren eingesetzt.

  • 24.03.2026

    Die tschechische Polizei hat gegen drei Personen, die im Verdacht stehen, die Rüstungsfabrik der LPP Holding in Pardubice vorsätzlich in Brand gesetzt zu haben, Ermittlungsverfahren wegen Terroranschlags und Beteiligung an einer terroristischen Vereinigung eingeleitet. Dies gab die Obere Staatsanwaltschaft in Prag am Dienstag in einer Pressemitteilung bekannt.

    Zwei der Verdächtigten wurden in Tschechien festgenommen, für diese wurde eine Untersuchungshaft beantragt. Der dritte Verdächtige wurde in der Slowakei verhaftet.

  • 24.03.2026

    Am Mittwoch ist es in Tschechien stark bewölkt oder bedeckt. Am Nachmittag und Abend regnet es landesweit. Im böhmischen Landesteil ist ab 500 Metern Schnee möglich. Die Tageshöchsttemperaturen steigen auf 14 bis 19 Grad, am Nachmittag sinken sie von Westen her wieder ab.

  • 24.03.2026

    Die Gruppierung „Earthquake Faction“, die sich zu dem Brand am Freitag in der Rüstungsfabrik von LPP Holding in Pardubice bekannt hat, droht dem Unternehmen mit der Veröffentlichung seiner geheimen Dokumente. Man würde sie offenlegen, sollte das Unternehmen die Verbindungen zum israelischen Unternehmen Elbit Systems nicht öffentlich abbrechen und die Besetzung Palästinas verurteilen, heißt es in einer Erklärung, die am Dienstag an die Presseagentur ČTK übermittelt und auf der Homepage der Gruppierung veröffentlicht wurde.

    LPP Holding führte an, man habe den Fall der Polizei übergeben und werde sich aufgrund der laufenden Ermittlungen nicht äußern. Das Unternehmen mit Sitz in Pardubice hatte zuvor jegliche Verbindungen zu Elbit Systems dementiert und erklärt, die vor zwei Jahren geplante Zusammenarbeit bei der Drohnenproduktion sei nie zustande gekommen.

  • 24.03.2026

    Das tschechische Finanzministerium wird nicht auf lokale Preisausschläge bei Kraftstoffen reagieren, sondern sich am nationalen Durchschnitt orientieren. Man beobachte die Lage, aber der Zeitpunkt für weitere Maßnahmen über die täglichen Tankstellenkontrollen hinaus sei noch nicht gekommen, teilte das Ministerium am Dienstag auf Anfrage der Presseagentur ČTK mit. Laut einem Sprecher des Ressorts müssen weitere Maßnahmen systematisch und umfassend sein, um den Verbrauchern tatsächlich etwas zu bringen.

    Die Kraftstoffpreise in Tschechien sind nach dem Ausbruch des Konflikts im Iran gestiegen. An einigen Tankstellen in Prag hat der Dieselpreis bereits 50 Kronen (2 Euro) pro Liter überschritten.

  • 24.03.2026

    Laut Premier Andrej Babiš (Partei Ano) hält die schechische Regierung an ihrem Vorhaben fest, ein Transparenzgesetz über NGOs auszuarbeiten. Dieses soll einen umfassenden Überblick über die aus dem Ausland fließenden Gelder an Organisationen bieten, die sich für Gesetzesänderungen einsetzen. In einem Beitrag auf X erklärte der Regierungschef, die Regeln müssten so formuliert sein, dass gemeinnützige Organisationen, die beispielsweise wohltätige Zwecke oder Freizeitaktivitäten für Jugendliche anbieten, möglichst wenig belastet würden.

    Nach der Ansicht von Babiš entsteht hierzulande eine zunehmende Grauzone zwischen bürgerschaftlichem Engagement, Lobbyarbeit und ausländisch finanziertem Einfluss auf den Staat.

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