• 13.03.2026

    Am Freitag hat es für Tschechien die erste Goldmedaille bei den Winter-Paralympics in Italien gegeben. Die sehbeeinträchtigte Carina Edlingerová hat sich in der Sprint-Verfolgung beim Biathlon durchsetzen können. Ihre Teamkollegin Simona Bubeníčková bekam zudem die Bronzemedaille. Sie war als Dritte ins Ziel gekommen, wurde nach einer Zeitkorrektur dann jedoch hinter die Deutsche Leonie Walter auf Platz vier versetzt. Die tschechische Abordnung legte Protest ein, woraufhin die Jury Bubeníčková den dritten Platz doch wieder zuerkannte und sowohl ihr als auch Walter die Bronzemedaille zusprach.

    Die österreichstämmige Edlingerová hatte bereits am Samstag mit Silber beim Sprint für das allererste Edelmetall für Tschechien bei den diesjährigen Wettkämpfen gesorgt. Eine Goldmedaille bei den Paralympics gab es für Tschechien zuletzt 2002.

    (Ein Update dieser Nachricht fand um 17:00 statt.)

  • 13.03.2026

    Die Gewerkschaften der Staatlichen Veterinärverwaltung Tschechiens (SVS) haben am Donnerstag die Streikbereitschaft ausgerufen. Dies wird begründet als Reaktion auf die seit Langem sich verschlechternde personelle, organisatorische und finanzielle Lage der Institution. Sollte dieser Trend anhalten, könne es zu einer Situation kommen, in der die SVS ihre Aufgaben nicht mehr so erfüllen könnte, wie es von tschechischer und europäischer Gesetzgebung gefordert wird. Dies steht in einer Presseerklärung der Gewerkschaften vom Freitag.

    Die Streikbereitschaft ist demnach ein Schritt, auf den Ernst der Lage aufmerksam zu machen. Gleichzeitig sollen dadurch Verhandlungen über mögliche Lösungen des Problems ermöglicht werden.

  • 13.03.2026

    Die tschechische Anwaltskammer (ČAK) hat eine Disziplinarklage gegen Kárim Titze eingereicht. Er ist der Anwalt des schon früher verurteilten Tomáš Jiřikovský, der dem tschechischen Justizministerium Bitcoin im Wert von rund einer Milliarde Kronen (41 Millionen Euro) gespendet hat. Wegen dieser Spende ist im Juni vergangenen Jahres der Minister Pavel Blažek (damals Bürgerdemokraten) zurückgetreten.

    Die Polizei ermittelt in dem Fall mit dem Verdacht, die Bitcoin stammten aus illegalen Geschäften im Darknet. Wie eine ČAK-Sprecherin am Freitag der Presseagentur ČTK mitteilte, wirft der Kontrollrat der ČAK dem Anwalt Titze nun vor, er habe die Herkunft des Kryptobetrags seines Klienten nicht genau überprüft und es versäumt, die Spende als mögliche Geldwäsche einzustufen.

  • 13.03.2026

    Am Samstag ist es in Tschechien eher bewölkt, Sonne gibt es in der ersten Tageshälfte nur im Osten des Landes. Zum Abend hin ziehen im Westen örtliche Schauer auf, die in Höhenlagen ab 1000 Metern später in Schnee übergehen. Die Tageshöchsttemperaturen liegen bei 12 bis 16 Grad, im Osten bei 18 Grad.

  • 13.03.2026

    Der neue geschäftsführende Direktor der EU-Bildungsagentur für Polizeikräfte wird Jan Pecháček aus Tschechien sein. Er wurde am Donnerstag an die Spitze der Agentur der Europäischen Union für die Aus- und Fortbildung auf dem Gebiet der Strafverfolgung (CEPOL) gewählt. Darüber informierte die Ständige Vertretung Tschechiens bei der EU.

    Die Einrichtung hat ihren Sitz in Budapest. Pecháček ist bereits seit 2021 Mitglied in ihrem Verwaltungsrat. Sein neues Amt wird er am 1. Mai antreten.

  • 13.03.2026

    Zwei Jahre nach dem tragischen Unfall auf der Autobahn A9 hat am Freitag in Leipzig der Gerichtsprozess gegen den tschechischen Busfahrer begonnen. Bei dem Unglück am 27. März 2024 waren vier Menschen gestorben und fast 50 Reisende verletzt worden.

    Das Doppelstockfahrzeug des Unternehmens Flixbus war damals von der Fahrbahn abgekommen und in den Graben gefahren, wo es umkippte. Wie die Presseagentur DPA mitteilte, hat der heute 64-jährige Fahrer seine Unachtsamkeit vor Gericht eingestanden. Sein Alkohol- und Drogentest am Unfalltag war negativ ausgefallen.

  • 13.03.2026

    Die Kuriere der Lieferdienste Wolt, foodora und Bolt Food in Tschechien haben für Freitag einen Streik organisiert. Der Protest solle auf die schlechter werdenden Arbeitsbedingungen bei den digitalen Bestelldiensten aufmerksam machen, heißt es zur Begründung.

    Die Initiatoren kritisieren vor allem, dass die Löhne von Seiten der Arbeitgeber einseitig verändert würden, während die Kosten für die Kuriere beim Unterhalt der eigenen Fahrzeuge sowie der Pflichtabgaben steigen. Demnach verdienen die Mitarbeiter, die zumeist als Selbständige gemeldet sind, vor Abzug dieser Kosten durchschnittlich 250 bis 300 Kronen (10,20 bis 12,30 Euro) pro Stunde.

  • 13.03.2026

    In der ersten Achtelfinalrunde der Conference League konnten die tschechischen Teams am Donnerstag keinen Sieg erzielen. Sparta Prag unterlag auswärts gegen den AZ Alkmaar mit 1:2.

    Bei dem Heimspiel von Sigma Olomouc / Olmütz hingegen fiel gar kein Tor. Man trennte sich vom 1. FSV Mainz 05 mit 0:0. Die Rückspiele stehen kommenden Donnerstag an.

  • 13.03.2026

    Die Regierung in Prag stellt die Repatriierungsflüge ein, mit denen in den vergangenen zehn Tagen tschechische Staatsbürger aus dem Nahen Osten wieder nach Hause gebracht wurden. Nach den ersten Angriffen der USA und Israels auf den Iran waren dafür Armeemaschinen organisiert worden, und auch das Unternehmen Smartwings flog Menschen aus der Region aus. Zuletzt landete ein Flugzeug mit 102 Passagieren am späten Donnerstagabend in Prag.

    Dieser zwölfte Rückholflug sei der letzte, hatte Tschechiens Außenminister Petr Macinka (Motoristé sobě) schon zuvor auf X angekündigt. Seinen Angaben zufolge sind seit dem 3. März insgesamt über 1500 tschechische Staatsbürger aus dem Krisengebiet ausgeflogen worden. Laut Reiseregistriersystem Drozd hielten sich am Donnerstagmorgen noch knapp 1900 Tschechen in jenen Nahostländern auf, die vom Iran-Krieg betroffen sind.

  • 13.03.2026

    Der US-amerikanische Botschafter bei der Nato, Matthew Whitaker, hat sich am Donnerstag kritisch zu Tschechiens Verteidigungsetat geäußert. Auf X schrieb er von unzureichenden Ausgaben und verlinkte einen Artikel über die Verabschiedung des tschechischen Staatshaushaltes für 2026. Darin hieß es, dass dieser nicht den finanziellen Nato-Verpflichtungen entspreche. Whitaker kommentierte, dass jeder Verbündete seinen Teil der Verantwortung tragen müsse, ohne Ausreden und Ausnahmen.

    Auch der Nationale Haushaltsrat Tschechiens hat bereits beanstandet, dass der Verteidigungsetat in diesem Jahr nicht die vorgeschriebenen zwei Prozent des Bruttoinlandsproduktes erreiche. Der tschechische Premier Andrej Babiš (Partei Ano) sagte am Donnerstag im Abgeordnetenhaus jedoch, dass sein Land die Nato-Verpflichtung erfüllen werde.

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