• 12.03.2026

    Ein Flug mit tschechischen Staatsbürgern, deren Rückkehr in die Heimat durch den Krieg im Iran erschwert wurde, ist am Donnerstag von Riad in Saudi-Arabien gestartet. An Bord befinden sich laut Angaben des tschechischen Außenministeriums 102 Personen.

    Es handelt sich um den zwölften Rückholflug, der von der der tschechischen Regierung organisiert wurde.

  • 12.03.2026

    Die geplante obligatorische Registrierung von NGOs mit Bindungen im Ausland würde laut Premier Andrej Babiš (Partei Ano) für solche gelten, die versuchen, Einfluss auf die Politik zu nehmen. Organisationen wie beispielsweise Imkervereine seien davon ausgenommen, erklärte Babiš im Rahmen einer Anhörung am Donnerstag im Abgeordnetenhaus.

    Der Regierungschef wies erneut die Behauptung von Kritikern zurück, die geplante Änderung sei vom russischen Gesetz über ausländische Agenten inspiriert. Seinen Angaben zufolge besteht das Ziel der Gesetzesänderung darin, dass gemeinnützige Organisationen mit einer politischen Agenda regelmäßig über ihre Finanzierung berichten müssen, das heißt wer sie bezahlt und für welche Zwecke dieses Geld ausgegeben wurde.

  • 12.03.2026

    Am Freitag ist es in Tschechien nach Auflösung örtlicher Frühnebelfelder meist heiter. Gegen Abend nimmt die Bewölkung von Westen her zu. Die Tageshöchsttemperaturen steigen auf 12 bis 17 Grad.

  • 12.03.2026

    Die Schmalspurbahn im südböhmischen Jindřichův Hradec (JHMD) nimmt am 3. April den regulären touristischen Betrieb wieder auf. Neben Fahrten auf zwei Strecken von Jindřichův Hradec nach Nová Bystřice und Obrataň werden auch Übernachtungsmöglichkeiten in mehreren Bahnhofsgebäuden angeboten.

    Der Betreiber Gepard Express hat im Januar die Genehmigung der Eisenbahnbehörde für den Betrieb auf der gesamten 79 Kilometer langen Strecke erhalten. Derzeit wird die Sanierung der Strecken abgeschlossen.

    Der reguläre Betrieb war im Herbst 2022 aufgrund der Insolvenz des vorherigen Betreibers eingestellt worden.

  • 12.03.2026

    Der tschechische Staatspräsident Petr Pavel hat am Donnerstag seinen offiziellen Besuch in Litauen eröffnet. Am Vormittag wurde das Präsidentenpaar vom litauischen Staatsoberhaupt Gitanas Nausėda und dessen Gattin empfangen. Im Anschluss daran sprachen die Präsidenten unter anderem über die Zusammenarbeit in der Wirtschaft sowie über Verteidigungsfragen.

    Nausėda rief auf einer gemeinsamen Pressekonferenz in Vilnius die Nato-Länder zur Verantwortung auf. Sollten die Mitgliedstaaten ihren Verpflichtungen gegenüber der Nato nicht nachkommen, werde nicht nur ihre eigene, sondern auch die kollektive Sicherheit untergraben, sagte er. Pavel kritisierte in Litauen die geplante Höhe der tschechischen Verteidigungsausgaben. Er werde seine Argumente am Dienstag gegenüber Babiš wiederholen, sagte er. Die Verteidigungsausgaben seien für ihn ein Zeichen von Glaubwürdigkeit, so der tschechische Präsident.

    Litauen wird in diesem Jahr 5,4 Prozent seines Bruttoinlandsprodukts (BIP) für Verteidigung ausgeben. Im tschechischen Staatshaushalt, der am Mittwoch vom Abgeordnetenhaus verabschiedet wurde, wird mit knapp 1,8 Prozent gerechnet.

    Der letzte bilaterale Besuch eines tschechischen Staatsoberhaupts in Litauen fand vor 20 Jahren statt, als Václav Klaus das Land besuchte.

  • 12.03.2026

    Der Nationale Haushaltsrat (NRR) hegt Zweifel, ob die gesetzlich vorgeschriebenen Verteidigungsausgaben von mindestens zwei Prozent des Bruttoinlandsprodukts (BIP) in diesem Jahr erreicht werden können. In dem Haushaltsentwurf werden auch die Ausgaben für den Verkehrsinfrastrukturausbau miteingerechnet, doch laut dem Rat ist es ungewiss, ob diese als Verteidigungsausgaben anerkannt werden können. Der Haushaltsrat führt dies in seinem regelmäßigen Quartalsbericht zur Entwicklung der öffentlichen Finanzen an.

    Die Nationale Haushaltsrat weist darauf hin, dass der Verteidigungshaushalt Ausgaben in Höhe von 154,8 Milliarden Kronen (6,34 Milliarden Euro) umfasst, was 1,73 Prozent des BIP entspricht. Die Ausgaben des Verkehrsministeriums in Höhe von 19,6 Milliarden Kronen (803 Millionen Euro) sollen zusätzlich dazu beitragen, die Zwei-Prozent-Schwelle zu erreichen.

  • 12.03.2026

    Der tschechische staatliche Energiekonzern ČEZ rechnet derzeit damit, seine Kohlekraftwerke bis 2030 zu betreiben. Dies erklärte der stellvertretende Vorstandsvorsitzende Pavel Cyrani am Donnerstag vor Journalisten. Demzufolge soll die Stromerzeugung jedoch schrittweise zurückgehen.

    Das Unternehmen arbeite außerdem daran, Kraftwerke und Steinbrüche so auszurichten, dass sie hauptsächlich in den Wintermonaten, wenn der Bedarf am größten sei, in Betrieb seien, so Cyrani. Im Sommer hingegen sollen sie stillgelegt werden. Der ČEZ-Vertreter wies zudem darauf hin, dass sich die Situation rund um die Kohleförderung jederzeit ändern könne.

    Der Energiekonzern Sev.en des Milliardärs Pavel Tykač plant, zum Jahreswechsel dieses und nächsten Jahres Kohlekraftwerke stillzulegen. ČEZ wird sich der Schließung der Kohlekraftwerke vorerst nicht anschließen.

  • 12.03.2026

    Die Oppositionspartei Top 09 will die Mitgliedschaft Tschechiens in der Europäischen Union und der Nato in der tschechischen Verfassung verankern. Die Sicherheit und die Verankerung der Zivilisation im Westen dürften nicht Gegenstand politischer Experimente sein, erklärte der Top-09-Parteichef Matěj Ondřej Havel vor Journalisten am Donnerstag.

    Der Vorschlag wurde anlässlich des Jahrestages des Nato-Beitritts Tschechiens am 12. März 1999 unterbreitet. Die Top 09 will damit alle Parlamentsfraktionen ansprechen. Mit einer Zustimmung der regierenden Partei „Freiheit und direkte Demokratie“ wird nicht gerechnet.

    Für eine Verfassungsänderung sind 120 von 200 Stimmen im Abgeordnetenhaus erforderlich.

  • 12.03.2026

    Bei den Europäischen Filmtagen (Dny evropského filmu, DEF) werden im April mehr als 40 Streifen aus ganz Europa gezeigt. Zu sehen sind unter anderem Werke von François Ozon, Paolo Sorrentino und anderen namhaften Regisseuren. Das Programm bietet außerdem preisgekrönte Debüts und Filme, in denen die Musik eine zentrale Rolle spielt. Mehrere Streifen erleben dabei ihre Premiere oder Vorpremiere in Tschechien. Die Veranstalter stellten das Programm am Mittwoch vor.

    Die 33. Ausgabe des Filmfestivals findet vom 9. bis 14. April in Prag und Ostrava / Ostrau, vom 13. bis 19. April in Brno / Brünn und anschließend in weiteren Städten des Landes statt.

  • 12.03.2026

    Der tschechische Staat wird in diesem Jahr mit einem Defizit von 310 Milliarden Kronen (12,7 Milliarden Euro) haushalten. Der Entwurf des Staatshaushaltes wurde am Mittwochabend vom Abgeordnetenhaus verabschiedet.

    Das Kabinett von Premier Andrej Babiš (Partei Ano) erstellte selbst einen Etat, da man den Vorschlag der Vorgängerregierung von Petr Fiala (Bürgerdemokraten) abgelehnt hatte. Darin war ein Defizit von 286 Milliarden Kronen (11,72 Milliarden Euro) vorgesehen.

    Für den Haushalt stimmten 103 Abgeordnete der Regierungsparteien Ano, „Freiheit und direkte Demokratie“ und Motoristé sobě. 88 Mitglieder der Opposition stimmten dagegen. Der Haushalt wird nun von Präsident Petr Pavel unterzeichnet. Er hatte zuvor erklärt, kein Veto einzulegen.

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