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11.03.2026
Das tschechische Abgeordnetenhaus wird am Mittwoch den umgestalteten Staatshaushalt der neuen Regierung für dieses Jahr verabschieden. Im Vorfeld wird eine mehrstündige Debatte erwartet. Deswegen haben die Abgeordneten entschieden, die Sitzung der unteren Parlamentskammer bei Bedarf auch in der Nacht noch weiterzuführen.
In der anstehenden dritten und letzten Lesung des Etatentwurfs können nur noch Umschichtungen innerhalb des Haushaltsrahmens vorgenommen werden. Die Höhe der Einnahmen und Ausgaben ist bereits festgeschrieben. Geplant ist ein Defizit von 310 Milliarden Kronen (12,7 Milliarden Euro). Nach der Verabschiedung wird der Haushalt dem Staatspräsidenten zur Unterschrift vorgelegt. Derzeit gilt ein Haushaltsprovisorium.
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10.03.2026
Der Ministerpräsident von Sachsen-Anhalt, Sven Schulze (CDU), besucht kommende Woche Dienstag Tschechien. Darüber informierte die Presseagentur DPA. Den Informationen zufolge will Schulze in Prag mit Tschechiens Premier Andrej Babiš (Partei Ano) über den Düngemittelhersteller SKW Piesteritz in Lutherstadt Wittenberg sprechen.
Die Stickstoffwerke sind der größte Ammoniak- und Harnstoffproduzent Deutschlands und ein wichtiger Arbeitgeber in der Region. Medienberichten zufolge war der Chemiebetrieb zuletzt aber wegen der hohen Energiepreise und der Konkurrenz aus dem Ausland in Bedrängnis geraten. Seit 2006 gehört SKW Piesteritz zum von Andrej Babiš gegründeten Agrofert-Konzern. Der Premier hat die Holding zur Vermeidung eines Interessenkonflikts vor Kurzem in einen Treuhandfonds übertragen, was eine Bedingung für seine Ernennung zum tschechischen Regierungschef war.
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10.03.2026
Die Dieselpreise sind in Tschechien zuletzt weiter leicht gestiegen und liegen derzeit bei rund 39,20 Kronen (1,61 Euro) je Liter. Das sind 6,10 Kronen (0,25 Euro) mehr als vor dem Beginn des kriegerischen Konflikts im Nahen Osten am 28. Februar dieses Jahres. Darüber informierte am Dienstag die Presseagentur ČTK und verwies auf Daten des Unternehmens CCS, das die Kraftstoffpreise in Tschechien verfolgt.
Bei Super 95 ist der Preisanstieg den Analysen zufolge geringer als beim Diesel. So kostet ein Liter Super 95 derzeit im Schnitt 36,36 Kronen (1,49 Euro); das sind rund 2,75 Kronen (0,11 Euro) mehr als Ende Februar.
Die weitere Preisentwicklung der Treibstoffpreise ist Beobachtern zufolge von der Entwicklung des Krieges der USA und Israels gegen den Iran abhängig. Durch den Konflikt waren die Ölpreise in die Höhe geschnellt. Die tschechische Regierung hat wegen der steigenden Benzin- und Dieselpreise begonnen, die Margen der Händler in den Blick zu nehmen. Weitere Maßnahmen seien vorerst aber nicht geplant, teilte Finanzministerin Alena Schillerová (Partei Ano) am Montag mit.
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10.03.2026
Mehrere tschechische Regierungsvertreter wollen einen Gesetzesentwurf im Parlament einbringen, der vorsieht, dass sich Subjekte mit Verbindungen ins Ausland beim tschechischen Staat registrieren müssen. Darüber informierte am Dienstag die Presseagentur ČTK, der der aktuelle Entwurf von Ende Februar vorliegt. Demnach drohen im Falle einer fehlenden Registrierung Bußgelder von bis zu 15 Millionen Kronen (615.000 Euro). Gegenüber dem Nachrichtenportal Seznam Zprávy bestätigte diese Pläne der Vorsitzende der Kleinpartei Pro, Jindřich Rajchl, der im Abgeordnetenhaus zur Fraktion der Rechtsaußenpartei „Freiheit und direkte Demokratie“ (SPD) gehört.
Der Entwurf des Gesetzestextes sieht eine Registrierung für Organisationen und Personen vor, die im Interesse eines ausländischen Subjekts handeln und in den Medien oder aber etwa im politischen und universitären Bereich tätig sind. Mehrere Oppositionsvertreter kritisierten die geplante Regelung am Dienstag. So äußerte etwa der Piratenvorsitzende Zdeněk Hřib, es handele sich um einen Angriff auf Nichtregierungsorganisationen und um eine Kopie eines russischen Gesetzes. Die Regelung würde NGOs, akademische Institutionen und Medienprojekte stigmatisieren, zudem sei der Gesetzestext vage formuliert, so Hřib.
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10.03.2026
Tschechiens Premier Andrej Babiš (Partei Ano) ist am Dienstag in Berlin mit Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) zusammengekommen. Merz dankte Babiš bei der Pressekonferenz im Anschluss für die Fortführung der Munitionsinitiative für die Ukraine. Themen der Verhandlungen waren auch der Emissionshandel in der EU, der Krieg im Nahen Osten sowie die Verkehrsverbindungen zwischen Deutschland und Tschechien.
Babišs Besuch in Berlin ist der erste seit seinem Amtsantritt im Winter vergangenen Jahres. Im Februar hatte der tschechische Kabinettschef allerdings bereits München besucht und dort mit dem bayerischen Ministerpräsidenten Markus Söder (CSU) verhandelt. Bundeskanzler Friedrich Merz hat Tschechien bisher noch keinen offiziellen Besuch abgestattet.
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10.03.2026
Am Mittwoch ist es in Tschechien überwiegend heiter. Vereinzelt kann es Nebel geben, ortsweise fällt im Tagesverlauf Regen. Die Tageshöchsttemperaturen erreichen 13 bis 17 Grad.
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10.03.2026
Tschechiens Präsident Petr Pavel und seine Gattin Eva Pavlová haben am Dienstag offiziell ihren Staatsbesuch in Lettland eröffnet. Pavel traf zunächst am Morgen auf dem Rigaer Schloss mit dem Präsidenten des Landes, Edgars Rinkēvičs, zusammen. Thema der Verhandlungen waren der Konflikt im Nahen Osten, der Ukraine-Krieg sowie die Handelsbeziehungen der beiden Länder.
Pavel trifft in Riga auch auf die lettische Ministerpräsidentin Evika Siliņa. Am Mittwoch besucht er einen Militärstützpunkt in der Stadt Ādaži, wo tschechische Soldaten stationiert sind. In der zweiten Wochenhälfte reist er dann weiter nach Litauen.
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10.03.2026
Die Inflation lag im Februar dieses Jahres in Tschechien bei 1,4 Prozent. Es handelte sich damit um die niedrigste Teuerungsrate seit Oktober 2016. Darüber informierte am Dienstag das tschechische Statistikamt (ČSÚ).
Die niedrige Inflationsrate liegt laut den Statistikern vor allem in den geringen Preissteigerungen bei Lebensmitteln und alkoholfreien Getränken begründet.
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10.03.2026
Der tschechische Waffenhersteller Colt CZ hat angekündigt, an die Börse in Amsterdam zu gehen. Wie das Unternehmen am Dienstag in einer Pressemitteilung bekanntgab, werde man die Aktionäre um Zustimmung für den Schritt bitten. Mit den Einnahmen sollen Investitionen und Ankäufe realisiert werden.
Colt CZ beschäftigt derzeit rund 4500 Mitarbeiter in Tschechien, Kanada, Schweden, Ungarn sowie in der Schweiz und den USA. Der Rüstungskonzern stellt vor allem Schusswaffen und Munition her, die unter verschiedenen Marken verkauft werden. Mit den Aktien von Colt CZ wird seit 2020 an der Börse in Prag gehandelt. Dort sollen die Wertpapiere künftig auch weiterhin notiert sein. Ein Termin für den zusätzlichen Börsengang in Amsterdam wurde nicht genannt.
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10.03.2026
Der tschechische Autohersteller Škoda hat seinen Betriebsgewinn im vergangenen Jahr um 8,5 Prozent auf 2,5 Milliarden Euro gesteigert. Der Umsatz stieg auf 30,1 Milliarden Euro. Darüber informierte der Mutterkonzern Volkswagen am Dienstag in einer Pressemitteilung. Škoda Auto hatte bereits zuvor informiert, 2025 weltweit über eine Millionen Fahrzeuge verkauft zu haben – fast 13 Prozent mehr als noch 2024.
Beim gesamten Volkswagen-Konzern ist der Gewinn im vergangenen Jahr um fast die Hälfte eingebrochen. Das Unternehmen gab deshalb am Dienstag bekannt, 50.000 Stellen in Deutschland streichen zu wollen.
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